Pressemitteilung Nr. 127 vom 18.04.2015 Bildungsminister Spaenle bei Jahresdelegiertenversammlung der Landeselternvereinigung der Fachoberschulen Bayerns

Berufliche Oberschule vermittelt Kompetenzen für Hochschule und Wirtschaft

WÜRZBURG/MÜNCHEN. „Die Beruflichen Oberschulen können mit Stolz auf ihre Leistung blicken: Sie unterstützen junge Menschen, die Wert auf Bildung und Weiterbildung legen, und zwar unabhängig davon, von wo aus sie ihren Bildungsweg gestartet haben“, so der bayerische Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle bei der 45. Delegiertenversammlung der Landeselternvereinigung der Fachoberschulen Bayerns (LEV FOS). Diese fand am Samstagvormittag unter dem Motto „Berufliche Oberschule – Kompetenz für Hochschule, Universität und Wirtschaft“ an der Staatlichen Beruflichen Oberschule Würzburg statt.

Bildungsminister Spaenle würdigte in Würzburg die Arbeit der Mitglieder der LEV FOS: „Seit mehr als vier Jahrzehnten ist die Landeselternvereinigung der Fachoberschulen Bayerns ein wichtiger Partner bei der Gestaltung der Bildungspolitik in Bayern. Für ihr beständiges Engagement und ihre Bereitschaft zu Dialog und konstruktiver Zusammenarbeit gebührt ihr große Anerkennung.“

„Die Beruflichen Oberschulen sind Garanten für die Durchlässigkeit unseres bayerischen Schulsystems bis hin zur akademischen Ausbildung“, unterstrich der Minister. Rund 43 Prozent aller Studienberechtigten kommen derzeit über den beruflichen Bildungsweg an die Hochschulen, über 80 Prozent davon nach dem Besuch einer Beruflichen Oberschule.
„Die Berufliche Oberschule bietet neben dem Gymnasium einen zweiten, gleichwertigen Weg zum Abitur“, betonte Minister Spaenle. „Ein gerechtes Bildungswesen muss die passenden Angebote für verschiedene Begabungen bereitstellen“, so der Minister weiter. „Dies kann nur durch ein vielfältig differenziertes Schulwesen geschehen, das durchlässig ist und die Möglichkeiten der individuellen Förderung ausschöpft.“

Die momentan fünf und künftig sieben Ausbildungsrichtungen an der Beruflichen Oberschule und der enge Kontakt mit der Berufs- und Arbeitswelt eröffnen den jungen Menschen individuelle Lernzugänge und Entwicklungsmöglichkeiten, die sie zur gewünschten Studierfähigkeit führen. In den vergangenen 15 Jahren haben sich die Schülerzahlen an den Beruflichen Oberschulen mehr als verdoppelt. „Dieser kontinuierliche Zuwachs zeigt: Die Berufliche Oberschule ist für die jungen Menschen hochattraktiv. Deswegen freue ich mich, dass wir der Beruflichen Oberschule für das laufende Schuljahr knapp 100 zusätzliche Planstellen zuweisen konnten. Auch für das kommende Schuljahr werden wir zusätzliche Planstellen schaffen können.“

Carolin Völk, Tel. 089-21862526

 

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