Pressemitteilung Nr. 264 vom 30.07.2014 Neues Schülerlabor eröffnet - Realschüler lernen Werkstoffe praxisnah kennen

MÜNCHEN/BLIENSBACH. In Bliensbach bei Dillingen/Donau gibt es ein neues Schülerlabor für Faserverbundwerkstoffe. Es ist das erste in ganz Deutschland und soll in der Pilotphase zunächst Realschülerinnen und Realschülern, danach aber auch Schülerinnen und Schülern anderer Schularten den neuen Werkstoff Carbon (CFK) nahebringen. Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle zeigte sich erfreut über die Initiative: „Im neuen Schülerlabor können sich die Schülerinnen und Schüler selbsttätig mit Verbundwerkstoffen auseinandersetzen, ausprobieren und eigene Werkstücke herstellen. Diese enge Verzahnung von Theorie und Praxis, die insbesondere die Realschulbildung in Bayern kennzeichnet, kann junge Menschen besonders gut für die MINT-Fächer begeistern.“

Die Schüler stellen im Rahmen einer Projektwoche im Schülerlabor eigenständig Werkstücke her, besuchen Module zur beruflichen Orientierung und lernen High-Tech-Unternehmen kennen. Auch das Thema Arbeitsschutz und -Sicherheit ist wichtiger Bestandteil der Arbeit im Schülerlabor.

Die Initiative MINTENSIV wurde von den Realschulverbänden (LEV, brlv, vdr und vbr), dem Bayerischen Schullandheimwerk, Partnern aus der Privatwirtschaft und dem bayerischen Kultusministerium angestoßen und vom Europäischen Sozialfonds gefördert. Sie bietet an acht bayerischen Schullandheimstandorten MINT-Förderung für Realschüler an. Unter ihrem Dach wurde mit dem Labor in Bliensbach das erste Schülerlabor in einem deutschen Schullandheim Wirklichkeit. Organisiert, geplant und eingerichtet wurde es vom Projekt MAI Bildung des Spitzenclusters MAI Carbon. Diese Initiative des Carbon Composites e.V. (CCeV) hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche über Faserverbundwerkstoffe und die damit verbundenen Berufe zu informieren.

Julia Lindner, Tel. 089-2186 - 2621

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