Pressemitteilung Nr. 246 vom 22.07.2014 "Zentrum der bürgerlichen Kultur": Rathaus von Markt Sommerhausen wird mit Mitteln des Entschädigungsfonds instand gesetzt

MÜNCHEN. Für die Sanierung des historischen Rathauses von Sommerhausen in Unterfranken aus dem 16. Jahrhundert hat Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle Mittel in Höhe von 180.000 € aus dem Entschädigungsfonds für die Denkmalpflege bewilligt. Kunstminister Spaenle: „Dieses Rathaus wird seit über 450 Jahren kontinuierlich genutzt und stellt damit seit Anbeginn der Neuzeit das Zentrum der bürgerlichen Kultur von Sommerhausen dar. Darüber hinaus handelt es sich um einen kommunalen Repräsentativbau von landesweiter Bedeutung, dessen Erhaltung dem Freistaat Bayern ein wichtiges Anliegen ist. Mit dem Zuschuss aus dem Entschädigungsfonds wollen wir unseren Beitrag dazu leisten.“

Das zweigeschossige Rathaus wurde im Jahre 1558 am Übergang von der Gotik zur Renaissance im Zentrum von Sommerhausen errichtet und stellt mit seinem imposanten Treppengiebel neben der Kirche und dem Schloss eine städtebauliche Dominante dar. In den 1970er Jahren wurde im Erdgeschoss unter anderem die Gemeindebibliothek eingerichtet, im Obergeschoss befinden sich der Festsaal und der mit Holzvertäfelungen ausgekleidete Ratssaal. Die Sanierung ist notwendig, um die historische Ausstattung des Ratssaales zu restaurieren und eine Gefährdung der Bausubstanz auszuschließen.

Der Entschädigungsfonds wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen. Eigentümerin des Rathauses ist der Markt Sommerhausen. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege wird die Maßnahme denkmalfachlich betreuen.

Jan Liedtke, Tel. 089 2186-2518
 

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