Pressemitteilung Nr. 218 vom 03.07.2014 Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle unterzeichnet mit tschechischem Amtskollegen Vereinbarung zum Ausbau der Forschungskooperation


PRAG/MÜNCHEN. Bayerns Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute in Prag gemeinsam mit dem tschechischen Vizeminister für Hochschulbildung und Forschung, Prof. Dr. Jaromir Veber, eine Vereinbarung zum Ausbau der Forschungskooperation unterzeichnet. Die Themenfelder für die Forschungskooperationen sind nicht vorgegeben, sondern sollen von interessierten Wissenschaftlern selbst entwickelt werden.

„In den kommenden fünf Jahren stellen der Freistaat Bayern und die Tschechische Republik gemeinsam 500.000 Euro für neue Forschungskooperationen zwischen bayerischen und tschechischen Hochschulen zur Verfügung. Die Partnerschaft von Wissenschaftlern und Studierenden, von Hochschulen und Forschungseinrichtungen steht für mich für eine immer engere Partnerschaft unserer beiden Nachbarländer“, so Minister Spaenle in Prag. „Mit der Kooperationsvereinbarung weiten Bayern und Tschechien gemeinsam ihren Blick auf den europäischen Forschungsraum. Sie eröffnen sich damit auch zusätzliche Möglichkeiten der Forschungsförderung, die das EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ bietet. Ich bin zuversichtlich, dass so neue und zusätzliche bayerisch-tschechische Projekte erwachsen werden.“ Als Anlaufstelle für Interessenten von Forschungskooperationen dient auf bayerischer Seite das Hochschulzentrum für Mittel-, Ost- und Südosteuropa (BayHOST) in Regensburg, das bereits seit Jahren die bayerisch-tschechischen Hochschulkooperationen betreut.

Dabei betonte Minister Spaenle: „Nahezu alle bayerischen Hochschulen verfügen bereits über Partnerinstitutionen in Tschechien. Neben den Münchner Hochschulen verfügen gerade die Hochschulen in Regierungsbezirken, die an Tschechien angrenzen, über Partnereinrichtungen im Nachbarland, etwa Bamberg, Bayreuth, Regensburg und Passau.“ Derzeit besteht bereits eine intensive Zusammenarbeit zwischen bayerischen und tschechischen Hochschulen, die ihren Ausdruck auch in 93 offiziellen Partnerschaftsverträgen finden. Knapp 450 junge Tschechen studieren gegenwärtig an bayerischen Hochschulen. Umgekehrt haben sich auch Studierende aus Bayern an tschechischen Hochschulen eingeschrieben.

Der „Joint Declaration of Intent Concerning Scientific Cooperation“ kommt auch im politischen Gesamtgefüge eine hohe Bedeutung zu. Das deutsch-tschechische und auch das bayerisch-tschechische Verhältnis war in der jüngsten Zeitgeschichte u.a. aufgrund der Erfahrungen der Tschechen mit der NS-Diktatur und den Erfahrungen der Sudetendeutschen mit der Vertreibung stark belastet. Mittlerweile arbeiten Bayern und Tschechien an gut nachbarschaftlichen Beziehungen. Minister Spaenle hat sich hier auch bei zwei Tschechienreisen intensiv engagiert.

Dr. Spaenle befindet sich derzeit in Begleitung von Ministerpräsident Horst Seehofer, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Staatsministerin Dr. Beate Merk auf einem Staatsbesuch in Tschechien.

Dr. Ludwig Unger
Tel. 089-21862105

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