Pressemitteilung Nr. 177 vom 02.06.2014 Vertragsunterzeichnung: Schüler können Sprachzertifikat DELF jetzt auch an FOS/BOS erwerben

Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich: "einmalige Chance für junge Menschen, Fremdsprachenkenntnisse nachzuweisen"

MÜNCHEN. Staatssekretär Georg Eisenreich unterzeichnete heute gemeinsam mit dem Generalkonsul der französischen Republik, Emmanuel Cohet, eine Vereinbarung zur Durchführung des französischen Sprachdiploms DELF an der beruflichen Oberschule (FOS/BOS), an der Fachakademie für Übersetzen und Dolmetschen und an der Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe. Dabei betonte er die Bedeutung des DELF-Zertifikats für die Schülerinnen und Schüler: „Mit dem DELF-Sprachzertifikat haben die jungen Menschen die einmalige Chance, ein international anerkanntes Sprachdiplom zu erwerben und damit ihre Fremdsprachenkenntnisse nachweisen zu können. Ich freue mich sehr, dass diese Möglichkeit nach den Gymnasiasten, Real- und Wirtschaftsschülern nun auch den jungen Menschen an FOS/BOS, den künftigen Übersetzern, Dolmetschern und Fremdsprachenkorrespondenten offensteht.“

„Die berufliche Ausbildung zu fördern ist eine der Prioritäten vom letzten deutsch-französischen Ministerrat (2014)“, betonte der französische Botschafter Maurice Gourdault-Montagne im Vorfeld der Unterzeichnung. „Mit über 15.000 Delf-Absolventen pro Jahr steht Bayern auf Platz 2 bundesweit. Das Delf ist daher schon eine Erfolgsgeschichte in Bayern. Umso erfreulicher ist es, dass nunmehr auch die beruflichen Schulen daran teilhaben werden.“ Ausdrücklich begrüßte er hier die Partnerschaft mit der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm. Durch ihre Förderung zeige die bayerische Industrie, welcher Stellenwert der französischen Sprache im Umgang mit Deutschlands größtem Auslandshandelspartner zufalle.

"In einer europäisierten und globalisierten Arbeitswelt werden Fremdsprachenkenntnisse in der beruflichen Bildung immer wichtiger. Deshalb fördern die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm das berufsorientierte Sprachzertifikat „DELF Pro“. Wir wollen damit die Unternehmen bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter unterstützen. Für 25 Schülerinnen und Schüler, die eine Berufsoberschule besuchen und davor in einem bayerischen Metall- und Elektrounternehmen eine Ausbildung absolviert haben, übernehmen wir die Zertifizierungskosten“, erklärte bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich der Unterzeichnung.

DELF (Diplôme d’études en langue française) ist ein weltweit anerkanntes  Sprachzertifikat, das vom französischen Bildungsministerium vergeben wird. Das bayerische Kultusministerium bietet es an Schulen, Universitäten und Hochschulen in Kooperation mit dem Institut Français auf unterschiedlichen Niveaustufen an. So kann jeder das Diplom auf dem Niveau ablegen, das er individuell erreicht, vom relativen Anfänger bis zum fließenden Französischsprecher. Es werden zwei Varianten angeboten: Das DELF scolaire, das sich vorzugsweise an Schüler richtet, und das DELF professionnel (DELF Pro) als berufsorientierte Version.

Bilder der Vertragsunterzeichnung stehen am Veranstaltungstag ab ca. 16 Uhr unter folgendem Link zum kostenlosen Download bereit: http://www.km.bayern.de/ministerium/staatssekretaere/staatssekretaer-georg-eisenreich/bilder.html

Julia Lindner, Tel. 089 2186 2621

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