Pressemitteilung Nr. 141 vom 08.05.2014 Kunstminister Spaenle zeichnet engagierte Bürgerinnen und Bürger mit der Bayerischen Denkmalschutzmedaille 2014 aus

MÜNCHEN. Heute wurden im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München zum 36. Mal Persönlichkeiten und Institutionen, die sich im Bereich des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege besonders verdient gemacht haben, mit der Bayerischen Denkmalschutzmedaille geehrt. Die Auszeichnung wird auf Grundlage von Vorschlägen der Regierungen, Bezirke, Landkreise, Kirchen, des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und von Privatpersonen vergeben.

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle betonte: „In diesem Jahr verleihen wir die Medaille an 27 Preisträgerinnen und Preisträger. Sie haben Sakralbauten und Gasthäuser, Wohnhäuser, Bauernhöfe und Schlösser in allen Teilen des Freistaats instandgesetzt oder als Heimatpfleger das historische Erbe für zukünftige Generationen bewahrt. Zudem zeichnen wir zwei Journalisten aus, die mit ihrer Arbeit öffentlichkeitswirksam andere Ehrenamtliche für Denkmalschutz und Denkmalpflege begeistern. Mit ihrem Engagement helfen sie, das architektonische Erbe Bayerns zu bewahren und den Stellenwert der Denkmalpflege ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, indem sie den Wert der bayerischen Baukultur anschaulich machen.“

Dipl.-Ing. Architekt Mathias Pfeil, Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege: „Der Erfolg der Denkmalpflege hängt vom guten Zusammenwirken aller Beteiligten ab: der Bauherren, Architekten, Handwerker, Behörden und vieler anderer. Beispielhaft zeigen die Projekte aber auch, wie reich unsere Denkmallandschaft in Bayern ist. Es sind Beispiele, die für die Vielfalt und die regionalen Unterschiede stehen – diese zeichnen Bayerns Kulturlandschaft aus! Und alle Beispiele belegen sehr eindrucksvoll, dass Denkmalpflege, die auf die Menschen zugeht, den Erhalt wertvoller Kulturgüter in unserem Land sichert.“

Die diesjährigen Trägerinnen und Träger der Bayerischen Denkmalschutzmedaille sind (in alphabetischer Reifenfolge):

• Brigitte und Stefan Bär für die Instandsetzung des Geburtshauses von Wilhelm Löhe sowie der Drogerie Heinrichs Nf. in Fürth, Mittelfranken
• Der Münchner Merkur, vertreten durch Bettina Bäumlisberger, für die engagierte Berichterstattung zum Thema Denkmalpflege im Rahmen der „Denkmalreihe Oberbayern“ seit 2013, München, Oberbayern
• Dr.-Ing. Norbert Bergmann für die Instandsetzung des Bergbauernhofs Dreiwies in Markt Schwarzach, Niederbayern
• Dr. Karl Dürner für die Instandsetzung der ehemaligen Schloss-Gaststätte in Schwindegg, Oberbayern
• Birgit und Peter Fröhlich für die Instandsetzung eines ehem. Gärtnerhauses in Bamberg, Oberfranken
• Alwin Geiger für sein Lebenswerk als Kreisheimatpfleger, Hohenwarth, Oberpfalz
• Achim Gottfried für die Instandsetzung eines im Kern spätmittelalterlichen Hauses in Coburg, Oberfranken
• Der Träger- und Förderverein der ehemaligen Synagoge Obernbreit e.V., vertreten durch Friedrich Heidecker, für die Instandsetzung der ehemaligen Synagoge in Obernbreit, Unterfranken
• Schwester Chiara Hoheneder für die Instandsetzung des Ökonomiegebäudes des Provinz- und Missionshauses Hl. Kreuz in Altötting, Oberbayern
• Angela und Hermann Hollberg für die Instandsetzung des Gasthauses "Zum Güldenen Ritter" in Treuchtlingen-Schambach, Mittelfranken
• Claudia und Stephan Illsinger für die Instandsetzung des ehem. Amtsschlosses Burg Arnstein, Unterfranken
• Albert Köstler für  die Instandsetzung der Alten Posthalterei, des Sengerhofs. des Rathauses und des Schulstadels in Neualbenreuth, Oberpfalz
• Anja und Stefan Kramer für die Instandsetzung des Anwesens Oberer Markt 2 in Thurnau, Oberfranken
• Simone und Wolfgang Kuffner für die Instandsetzung des sog. "Moarhofs" in Samerberg, Oberbayern
• Thomas Kurrer für die Instandsetzung von Schloss Eichhof in Coburg-Scheuerfeld, Oberfranken
• Edith und Jörg Ludwig für die Instandsetzung des Anwesens Kirchgasse 239 in Landshut, Niederbayern
• Fritz Muggenthaler für die Instandsetzung des ehemaligen Gasthauses "Wolfsschlucht" in Hersbruck, Mittelfranken
• Albrecht zu Oettingen-Spielberg für Erhalt und Instandsetzung der Schlossanlage in Oettingen, Schwaben
• Johann Popp für die Instandsetzung der Zehntscheune in Gössenheim und der Burgruine Homburg oberhalb von Stadtoldendorf; Unterfranken
• Anja und Norbert Raith mit Christian Gehr für die Instandsetzung des ehem. Krankenhauses in Kelheim, Niederbayern
• Die Lebenshilfe Donau-Ries e.V., vertreten durch Günther Schwendner, für die Instandsetzung zweier Denkmäler in Nördlingen, Schwaben
• Herbert Stiglmaier für die engagierte Berichterstattung zum Thema Denkmalpflege im Rahmen der Sendung „Freizeit“ des Bayerischen Fernsehens, München, Oberbayern
• Robert Wagner für die Instandsetzung des ehemaligen Kastnerhauses in Langquaid, Niederbayern
• Albert Wechs für sein Lebenswerk als Kreisheimatpfleger, Bad Hindelang, Schwaben
• Ilse und Richard Weidmüller für die Instandsetzung des Wohnhauses Werftstraße 4 in Regensburg, Oberpfalz
• Arbeitskreis Geschichte und Archäologie Coburg, vertreten durch Dieter Wendler, für Ehrenamtliches Engagement in der Bodendenkmalpflege, Coburg, Oberfranken
• Heiner Zimmermann für die Instandsetzung der Kapelle Friesenhof in Beratzhausen, Oberpfalz

Bilder der Veranstaltung können Sie gerne über die Pressestelle des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege anfragen.

Jan Liedtke, Tel. 089 2186-2518

 

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