Pressemitteilung Nr. 027 vom 31.01.2014 Demographische Rendite verbleibt in vollem Umfang im Bildungssystem - Bildungs- und Wissenschaftsministerium zur Stellensituation im bayerischen Bildungssystem – Politisches Anliegen der Lehrerverbände aufgenommen – Gespräch in der kommenden Woche

MÜNCHEN. „Keine einzige Stelle wird im Bildungssystem verloren gehen, ja es werden sogar deutlich über 300 Stellen dazukommen“, betonte Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und bezieht sich in dieser Aussage nochmals ausdrücklich auf den jüngsten Beschluss der Regierungsfraktion im Bayerischen Landtag. Das politische Grundanliegen der Resolution der Lehrerverbände nimmt das Ministerium auf. Minister Spaenle wird in der kommenden Woche mit den Lehrerverbänden ins Gespräch kommen.

Im Einzelnen betonte der Minister:
1. Im Doppelhaushalt 2013/2014 werden für das Bildungs- und Wissenschaftsministerium nach Einarbeitung der Vorlage des Nachtragshaushalts deutlich mehr als 300 Stellen zusätzlich zur Verfügung stehen – im Vergleich zum Doppelhaushalt 2011/2012. Das heißt: Das Bildungssystem wird personell weiter gestärkt.
2. Die Regierungsfraktion hat in dieser Woche noch einmal bekräftigt, dass Stellen, die aufgrund des deutlichen Schülerrückgangs rechnerisch zur Verfügung stehen (demographische Rendite), in der gesamten Legislaturperiode von 2013 bis 2018 im Bildungssystem verbleiben werden. Die demographische Rendite wird auch 2014 in vollem Umfang für das Bildungssystem erhalten bleiben.
3. Der Etat des Bildungs- und Wissenschaftsministerium wird nach den derzeitigen Planungen im Nachtragshaushalt 2014 um 82,5 Millionen Euro auf dann 16,96 Milliarden Euro steigern.
4. Bereits in den vergangenen Jahren hat die Staatsregierung in die Bildung investiert und vielfältige Verbesserungen realisiert.
• Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler ist seit 2008 von 1,85 Millionen auf 1,70 Millionen zurückgegangen. Die Zahl der Lehrerstellen ist im gleichen Zeitraum deutlich angewachsen. Dadurch hat sich das Schüler-Lehrerverhältnis von einem Lehrer zu rund 16,5 Schülern auf einen Lehrer zu 14 Schüler verbessert. Im kommenden Schuljahr können wir diese positive Entwicklung weiter fortschreiben.
• Der Anteil der allgemeinbildenden Schulen, die über ein Ganztagsangebot verfügen, hat massiv zugenommen. Die Ganztagsschulen werden weiter ausgebaut.
• Seit 2011 werden pro Jahr jeweils 100 Stellen für die Inklusion bereitgestellt.

Fazit: Die demographische Rendite bleibt – entsprechend der Regierungserklärung des Ministerpräsidenten - im Bildungssystem vollständig erhalten. Die Zahl der Stellen im Schul- und Hochschulbereich kann um insgesamt mehr als 300 erhöht werden.

Dr. Ludwig Unger, Tel. 089-21862105                                    
 

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