Pressemitteilung Nr. 327 vom 03.12.2013 Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle zu den heute vorgestellten Ergebnissen von PISA

"Wir müssen junge Menschen mit schwierigeren Startbedingungen ebenso besonders fördern wie besonders begabte - Erfreulich, dass mehr Schüler Bildungserfolg haben"

MÜNCHEN. „Es ist erfreulich, dass die Schülerinnen und Schüler in Deutschland teilweise deutlich bessere Ergebnisse erzielen als in den vergangenen PISA-Studien“, kommentierte Bayerns Bildungs- und Wissenschaftsminister  Dr. Ludwig Spaenle die Ergebnisse der PISA-Studie von 2012. Im April/Mai 2012 hatten rund 5.000 Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren aus allen deutschen Ländern an den Tests in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen teilgenommen, darunter haben sich auch 825 Schülerinnen und Schüler aller Schularten aus Bayern beteiligt.

Besonders wichtig ist es für Dr. Spaenle, dass auch bei den Jugendlichen aus Migrantenfamilien Verbesserungen im Lernerfolg nachgewiesen wurden. Nach dem PISA-Bericht ist es besser als bisher gelungen, dass die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sich in ihren Leistungen stärker als bisher an die aus einheimischen Familien annähern.

Bayern investiert derzeit rund 1.300 Lehrerstellen, um junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der Bildung zu unterstützen. Außerdem wurden die Ganztagsangebote massiv ausgebaut, um Schüler unabhängig vom Elternhaus noch besser in ihrem Lernprozess begleiten zu können. An über 80 Prozent der Schulen mit Primar- und Sekundarstufe I gibt es in Bayern ein Ganztagsangebot. 
„Wir müssen die Förderung der Kinder und Jugendlichen mit schwierigeren Startbedingungen weiter voranbringen, aber auch besonders begabte junge Menschen noch intensiver als bisher fördern. Die Talentklassen in den Realschulen und die Hochbegabtenklassen in den Gymnasien sind ein wichtiger Ansatz dazu“, so der Minister. Allerdings will Minister Spaenle den Bogen über die Schule hinaus spannen und Talente auch beim Übergang zur hochqualifizierten beruflichen Bildung und Hochschule stärker begleiten.

Erfreut zeigt sich Minister Spaenle auch darüber, dass der Anteil der leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler weiter gesunken ist. In Bayern verlassen nach aktuellen Zahlen nur 4,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Hauptschulabschluss, damit gelingt es den Lehrkräften im Freistaat im bundesweiten Vergleich mit am besten, die Schülerinnen und Schüler zu einem Abschluss zu führen.

Wir wollen die Schülerinnen und Schüler bestmöglich fördern und fordern

Die Praxis des Förderns und Forderns will Bildungs- und Wissenschaftsminister Spaenle weiter fortsetzen – und zwar für alle Schüler in dem differenzierten, leistungsstarken und durchlässigen bayerischen Bildungswesen.

„Auch mit den Verbesserungen, die für die jungen Menschen in Deutschland festgestellt wurden, dürfen wir nicht zufrieden sein“, setzt der Minister auf weitere Anstrengungen für eine qualitätsvolle Bildung.

Wichtig ist dem Bayerischen Bildungs- und Wissenschaftsminister der Ausbau der Ganztagsangebote und die individuellen Förderung – bis hin zum Gymnasium, an dem seit diesem Schuljahr ein besonderes Förderangebot in der Mittelstufe eingerichtet werden konnte.

Dabei habe sich die Praxis bewährt, Bildungsstandards zu setzen, zu implementieren und diese zu überprüfen. Als wichtiges Instrument dienen dabei Vergleichsarbeiten. Bei der Auswertung könne die Lehrkraft erkennen, wo eine Vertiefung oder zusätzliche Förderung nötig sei.


Dr. Ludwig Unger, Teil 089-21862105                        Kathrin Gallitz, Tel. 089-21862108

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