Pressemitteilung Nr. 122 vom 10.05.2013 Bayreuther Modellversuch fördert Verbindung verschiedener Studienabschlüsse - Ausbildung der Lehrkräfte muss Anforderungen für jeweilige Schulart gerecht werden

Kultusminister Spaenle bei Tagung an der Universität Bayreuth zur Lehrerbildung für die MINT-Fächer

BAYREUTH/MÜNCHEN. Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute bei einer Tagung der Universität Bayreuth seine Vorstellungen zur Lehrerbildung dargestellt. Das Forum steht unter dem Titel „Gymnasiales MINT-Lehramt - keine Einbahnstraße“.

Dabei würdige der Minister den Modellversuch der Universität Bayreuth, das Lehramtsstudium für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften) so zu gestalten, dass die Absolventen parallel das für das Lehramt vorgesehene Staatsexamen und einen universitären Abschluss für eine Beschäftigung außerhalb des staatlichen Schuldienstes erzielen können. Mit Blick auf die Universität Bayreuth betonte er: „An der Universität Bayreuth ist Lehrerbildung nicht das berühmte fünfte Rad am Wagen, sondern zentral in der Lehre verankert.“

Kultusminister Spaenle hat dabei dargelegt, welch zentrale Rolle der Lehrkraft im Unterricht für einen erfolgreichen Bildungsprozess mit Schülerinnen und Schülern zukommt. Entsprechend qualifiziert müssen Lehrkräfte ausgebildet werden. „Die Lehrerausbildung in Bayern wird dem Anspruch einer hohen Qualität dadurch gerecht, dass sie u. a. folgende Grundsätze verfolgt“, führte der Minister aus und konkretisierte:

1. Die schulartbezogene und universitäre Lehrerausbildung hat erheblichen Anteil am erfolgreichen Lernen und auch am guten Abschneiden der bayerischen Schülerinnen und Schüler bei Leistungsvergleichen.
2. Bayern setzt weiterhin auf eine Lehramtsausbildung, die sich nach den Anforderungen orientiert, die auf die Lehrkräfte im Unterricht mit den Schülern und im Schulalltag in den verschiedenen Schularten zukommen.
3. Jede Schulart stellt aufgrund des eigenen Profils besondere Anforderungen an die Lehrkräfte. Darauf müssen diese fachlich und pädagogisch vorbereitet werden. Die bayerische Ausbildung der Lehrkräfte für ein Lehramt an Grundschulen, an Mittelschulen, an Realschulen, an Gymnasien usw. berücksichtigt genau dieses Anforderungsprofil.
4. Bayern entwickelt die Lehramtsausbildung kontinuierlich entsprechend sich wandelnder Anforderungen aus Gesellschaft und Wirtschaft sowie der Erkenntnisse der Bildungsforschung weiter.
5. Bayern hält an der zweijährigen berufspraktischen Ausbildungsphase ebenso fest wie an der Ersten und Zweiten Staatsprüfung.
6. Bayern setzt auf eine Verzahnung der einzelnen Phasen der Lehrerbildung.


Dr. Ludwig Unger
Tel. 089-21862105
 

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