Pressemitteilung Nr. 019 vom 30.01.2013 "Der 30. Januar 1933 war ein schwarzer Tag für die Menschen in Deutschland"

Kultusminister Spaenle erinnerte anlässlich des Holocaust-Gedenktages in München an die Befreiung der Häftlinge des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945, aber auch an das Ende der Weimarer Republik durch die "Machtergreifung" der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 

MÜNCHEN. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle nahm - auch in Vertretung des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer - an der Gedenk- und Benefizveranstaltung anlässlich des Holocaust-Gedenktages teil, zu dem die Initiative 27. Januar e. V. am heutigen 30. Januar in die Residenz nach München eingeladen hatte. In seinem Grußwort erinnerte der Minister an den 30. Januar 1933 als „schwarzen Tag für die Menschen“ auch in Deutschland, an dem die Demokratie von Weimar durch die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler zu Grabe getragen worden ist und die menschenverachtende Diktatur der braunen Schergen unter dem Hakenkreuz ihren Anfang genommen hat.

Der Historiker Spaenle erinnerte in seinem Grußwort für die Staatsregierung an den Anlass der Gedenk- und Benefizveranstaltung der „Initiative 27. Januar e.V.“ in München. Für Minister Spaenle ist dieser 27. Januar als Holocaust-Gedenktag auch für die Bürger heute wichtig, weil mit ihm an die Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz erinnert wird, eine Befreiung aus Leid sowie von Verfolgung und Vernichtung. Der Holocaust-Gedenktag stellt für Dr. Spaenle aber auch eine Mahnung für die bundesdeutsche Gesellschaft dar, dass ein solch unvorstellbarer Massenmord nie wieder geschehen darf. Er mahnte dazu, die Rechte und die Würde aller Menschen zu achten, wie es die Mütter und Väter des Grundgesetzes aus ihrer Erfahrung mit dem Unrechtsregime der Nazis als rechtliches Fundament für die Bundesrepublik niedergelegt haben. Minister Spaenle warb auch für eine „gelebte Erinnerungskultur“, um auf dieser Basis einen offenen und ehrlichen Austausch mit den Menschen anderer Nationen, Kulturen und Religionen zu führen. Der Jugendaustausch zwischen Bayern und Israel trage wesentlich dazu bei, den gelingenden Weg der Freundschaft und Partnerschaft zwischen Israel und Deutschland fortzusetzen und die Völkerfreundschaft weiter zu vertiefen.
An der Veranstaltung nahmen auch Überlebende des Holocausts teil.

Dr. Ludwig Unger, Tel. 089 2186-2105
 

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