Pressemitteilung Nr. 014 vom 02.02.2011 Kultusministerium nimmt Stellung zur Unterrichtsversorgung und zur Stellensituation im Doppelhaushalt 2011/2012

 

Kein Sparkurs bei Lehrerinnen und Lehrern

Koalitionsvereinbarung in vollem Umfang erfüllt – Höchste Lehrerzahl in Bayern seit 1946

 

MÜNCHEN. Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle nimmt Stellung zur Unterrichtsversorgung und zur Stellensituation im Doppelhaushalt 2011/2012.
 

1. "Seit 1946 haben noch nie so viele Lehrerinnen und Lehrer in bayerischen Klassenzimmern Kinder und Jugendliche unterrichtet wie heute", unterstreicht Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle noch einmal den höchsten Lehrerstand seit über 60 Jahren.
 

Damit verbessert Bayern die Lehrer-Schülerrelation auf den Wert von 1:16,8. Vor zehn Jahren lag er noch bei 1:18,2.
 

2. Seit Beginn der Legislaturperiode 2008  werden mit dem Entwurf des Doppelhaushalts 2011/2012 insgesamt über 6.000 neue Lehrerstellen ausgewiesen worden sein. Das Kultusministerium hatte am 5. Januar 2011 bereits ausführlich über die Unterrichtsversorgung und die Stellensituation berichtet.
 

3. Von den 6000 neuen Lehrerstellen sind allein 3.873 neue Lehrerstellen im Entwurf für den Doppelhaushalt 2011/2012 vorgesehen.
 

4. Der Haushalt des Kultusministeriums kann im Gegensatz zu dem anderer Ressorts wachsen, konkret von 2010 auf 2012 um 300 Millionen Euro auf dann 9,78 Milliarden Euro. Seit Beginn der Legislatur 2008 wird sich der Bildungsetat um etwa eine Milliarde erhöht haben.
 

5. Demographie 2011/2012:
 

- Aufgrund der prognostizierten Schülerentwicklung werden an den Volksschulen im Jahr 2011 857 Stellen, an Förderschulen 56 und an Realschulen 30 Stellen frei (kw-Stellen).
 

- Dafür werden zusätzlich 811 Stellen an Gymnasien und 122 Stellen an Beruflichen Schulen aufgrund der Schülerzunahmen und der Rückgabe des Arbeitszeitkontos neu ausgewiesen.
 

Damit verbleibt die sogenannte demografische Rendite bis auf 10 Stellen im Jahr 2011 im Bildungssystem.
 

Im Jahr 2012 wird aus der demografischen Rendite der Ausbau der Hochschulen im Umfang von etwa 1082 Stellen zur Bewältigung des doppelten Abiturientenjahrgangs unterstützt.
 

6. Im Sommer 2011 läuft das neunjährige Gymnasium aus. Dies bedeutet den dauerhaften Wegfall von Unterricht im Umfang von 1.819 Lehrerstellen. Kultusminister Spaenle: "Ich wiederhole mich in diesem Falle gerne: die Unterrichtsversorgung des achtjährigen Gymnasiums wird dadurch nicht berührt werden."
 

7. Die Stellen mit Sperrvermerk stehen für die Unterrichtsversorgung zur Verfügung. Die hier vorgesehenen Mittel dienen nämlich der Finanzierung der wachsenden Zahl von Studienreferendaren. 
 

8. Im Doppelhaushalt 2011/2012 werden nach dem Entwurf des Haushaltsplanes über die bisherigen Planstellenzahl hinaus jährlich 1000 zusätzliche  Planstellen für zusätzliche Aufgaben ausgewiesen, ferner 1.320 Stellen um die Reduzierung der Arbeitszeit der Lehrkräfte auszugleichen. 553 zusätzliche Planstellen sichern das Ganztagsangebot.

 

Der Entwurf zum Doppelhaushalt 2011/2012 verzeichnet ein Plus an Lehrerplanstellen. Damit investiert der Freistaat in Lehrerinnen und Lehrer für die Kinder und Jugendlichen, in Bildung.
 

Von einem Sparkurs kann keine Rede sein.
 

Die Koalitionsvereinbarung wird in vollem Umfang erfüllt.
 

 

Sylvia Schnaubelt                                                                   Dr. Ludwig Unger
 

stellv. Pressesprecherin                                                       Pressesprecher

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