Pressemitteilung Nr. 164 vom 22.07.2010 Schüler begaben sich erfolgreich und kreativ auf die „Spuren der Nachkriegszeit in Bayern“ Kultusminister Spaenle, Landtagsvizepräsident Franz Maget und Industrie- und Handelstagspräsident Greipl verliehen Preise für Sieger bei Landeswettbewerb Erinnerungszeichen

MÜNCHEN. Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle verlieh heute gemeinsam mit Landtagsvizepräsident Franz Maget und dem Präsidenten des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages, Prof. Erich Greipl, im Maximilianeum in München die Preise an die Sieger des Landeswettbewerbs „Erinnerungszeichen 2010 – Schüler erforschen Geschichte und Kultur ihrer Heimat“. Über 1200 Schülerinnen und Schüler hatten an dem Wettbewerb teilgenommen – so viele, wie noch nie..

Der Landeswettbewerb 2010 richtete unter dem Motto „Von den Trümmerjahren zum Wirtschaftswunder. Auf den Spuren der Nachkriegsgeschichte in Bayern“ den Blick der Schülerinnen und Schüler aller Schularten auf die zwei Jahrzehnte nach 1945 im Freistaat. Die Kinder und Jugendlichen suchten im lokalen und regionalen Umfeld Zeugnisse der Zeit von der vermeintlichen „Stunde Null“ über die Entnazifizierung, den gesellschaftlichen und politischen Neuaufbau und das Wirtschaftswunder bis zur sozialen, wirtschaftlichen und politischen Konsolidierung der jungen Republik Mitte der 1960er Jahren.

Kultusminister Spaenle betonte: „Ich bin auch als Landeshistoriker begeistert, wie kreativ und mit welch großem Erfolg sich die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften auf die Spuren der Nachkriegszeit begeben haben.“ Er betonte die Notwendigkeit, sich der eigenen Wurzeln bewusst zu werden, der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen. Auf dieser Basis könne man den eigenen Standort klar ausmachen Um ihren Beitrag für den Landeswettbewerb zu erstellen, hatten die Schülerinnen und Schüler Archive besucht, Fotos und Texte ausgewertet, Zeitzeugen befragt. Die Ergebnisse sind in Texte, Radio- und Filmbeiträge eingegangen.

Spaenle freut sich, dass die Schülerinnen und Schüler großes Interesse an der Bayerischen Landesgeschichte und damit an ihren eigenen Wurzeln beweisen. Dazu hat vielleicht auch die bisher erfolgreichste Landesausstellung des „Hauses der Bayerischen Geschichte beigetragen, die im vergangenen Jahr unter dem Motto „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ im vergangenen Jahr in Würzburg gezeigt wurde, vermutet Landtagsvizepräsident Franz Maget: „Ich kann mir gut vorstellen, dass in Gesprächen mit Eltern und Großeltern Fragen aufgetaucht sind, die die Schülerinnen und Schüler neugierig gemacht haben. Geschichte war plötzlich nicht mehr nur etwas, was in Büchern steht, sondern sie wurde als Lebensgefühl erlebbar und buchstäblich „begreifbar“.

Prof. Erich Greipl sagte: Die Industrie.- und Handelskammern hätten bewusst die Schirmherrschaft für den Landeswettbewerb mit übernommen. Er wies auf Unternehmerpersönlichkeiten hin, die durch ihr Engagement, ihre Ideen und den Einsatz ihres Vermögens mit dazu beigetragen hätten, dass die Gesellschaft in Bayern und in der Bundesrepublik nach 1945 erfolgreich sind.

Landesweit hatten über 1.200 Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb teilgenommen. Dieser war vom Bayerischen Kultusministerium ausgeschrieben und vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, von der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung, dem Haus der Bayerischen Geschichte sowie regionalen Partnern unterstützt worden.


Ausgezeichnet werden:

Ausgezeichnet werden:

1. Preis Berufliche Schulen
Berufliche Oberschule Erlangen „Fränkische Geschichten aus den 50er Jahren

2. Preis Berufliche Schulen
Berufliche Oberschule Fürstenfeldbruck „Musik in den Jahren 1945-1959“


1. Preis Grundschule
Grundschule Altenstadt „Es geht aufwärts“

2. Preis Grundschule
Grundschule Warmensteinach „Spurensuche“

3. Preise Grundschule
Max-Fellermeier Volksschule Neuötting „Ein Streifzug durch die 50er und 60er Jahre“
Grundschule Neumarkt St. Veit „Wir untersuchen die 50er Jahre“

Medienpreis Grundschule
St. Johannes-Grundschule Bayreuth „Meine Oma“


1. Preise Hauptschule
Volksschule Höchstädt „Zeitzeugenbericht: Die Vertreibung aus der Sicht der Vertriebenen“
Josef-Zerhoch-Hauptschule Peißenberg „Landwirtschaft in Peißenberg“

2. Preise Hauptschule
Volksschule Altenmarkt an der Altz „Wir präsentieren ein Auto – den ,Spatz`“
Volksschule Höchstädt „Zeitzeugeninterview; Flucht und Vertreibung“
Volksschule Höchstädt „Zeitzeugeninterview mit Herrn H. Jahn“
Volksschule Höchstädt „Jugendliches Lebensgefühl der 1950er und frühen 1960er Jahre“
Volksschule Höchstädt „Jugendliches Lebensgefühl, Mode und Frisuren“

3. Preise Hauptschule
Josef-Zerhoch-Hauptschule Peißenberg, „Architektur- und Bauboom der 50er Jahre“
Volksschule Höchstädt, „Schrittmacher des Bayerischen Wirtschaftswunders“
Volksschule Höchstädt, „Jugendidole“
Volksschule Höchstädt, „Zeitzeugeninterview: Vertriebene im Landkreis Dillingen“
Hauptschule an der Dieselstraße in Waldkraiburg, „So klingt Waldkraiburg“


1. Preise Realschule
Staatliche Realschule Ichenhausen, „Ichenhausen – Von den Trümmerjahren …“
Staatliche Realschule für Knaben in Schondorf am Ammersee, „Ein Geschichtenbuch“

2. Preise Realschule
Realschule Penzberg, „Das Spiel der Penzberger Stadtgeschichte“
Reiffenstuel-Realschule Traunstein, „Die 50er und 60er Jahre im Landkreis Traunstein“

3. Preis Realschule
Staatliche Realschule Marktheidenfeld, „Politik und Zeitgeschichte“


1. Preise Gymnasium
Augustinus-Gymnasium Weiden, „Unsere Zeit – Erinnerungen an die Wirtschaftswunderzeit“
Augustinus-Gymnasium Weiden, „Schulalltag nach 1945“

2. Preise Gymnasien
Augustinus-Gymnasium Weiden, „Womit habt ihr gespielt?“
Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth, „“Reisebericht/Fotoerzählbuch“
Deutschhaus-Gymnasium Würzburg, „Brettspiel zur Würzburger Geschichte“
Staffelsee-Gymnasium Murnau, „Bayern auf dem Weg zur Massenmobilisierung“
Röntgen-Gymnasium Würzburg, „Projekt Schüler führen Schüler“
Gymnasium Dingolfing, „Kriegsende und Nachkriegszeit“
Rhön-Gymnasium Bad Neustadt an der Saale, „Ein Amt, zwei Schicksale“

3. Preise Gymnasien
Julius-Echter-Gymnasium Würzburg, „Die ersten italienischen Gastarbeiter“
St. Michaels-Gymnasium Metten, “Sweet fifties“
Maria Ward Gymnasium Aschaffenburg, „Alltagsgegenstände erzählen ihre Geschichte“
Gymnasium bei St. Anna, Augsburg, „Jugend in den 1950er Jahren“
Gymnasium Olching, „Interview mit Herrn Hipp“
Dossenberger-Gymnasium Günzburg, „Flüchtlingsproblematik der Stadt Burgau“
Augustinus—Gymnasium Weiden, „Schule in den 50er Jahren“
Karlsgymnasium Bad Reichenhall, „Entwicklung des Tourismus“


1. Preise Förderschule
Elisabeth-Weber-Schule zur Erziehungshilfe in Würzburg, „Elisabeth-Weber-Schule in den 50ern und 60ern“
Elisabeth-Weber-Schule zur Erziehungshilfe in Würzburg, „Schule in den 50er und 60er Jahren“

3. Preis Förderschule
Zentrum für Körperbehinderte in Würzburg Heuchelhof, „Wirtschaftswunder“

Außerdem werden Tutoren verschiedener Schulen geehrt.


Die Preisverleihung fand im Rahmen des 1. Landesgeschichtsforums Bayern 2010 statt, zu dem Kultusminister Spaenle gemeinsam mit dem Bayerischen Landtag und den Einrichtungen der Landesgeschichte unter dem Motto „Zeitmaschine“ am 22. und 23. Juli nach München eingeladen hat.
Über 40 Veranstaltungen zur Geschichte Bayerns und seiner Regionen umfasst das 1. Landesgeschichtsforum Bayern, zu dem Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle am Donnerstag, 22. Juli, und Freitag, 23. Juli nach München einlädt.
Die „Zeitmaschine“ wird am 22. Juli um 10 Uhr am geschichtsträchtigen Königsplatz in Bewegung gesetzt: Minister Spaenle, selbst Landeshistoriker, führt zur Geschichte des Platzes von der philhellenischen Gestaltung im 19. Jahrhundert bis hin zur Vereinnahmung durch die NS-Barbarei.



Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus

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