Pressemitteilung Nr. 052 vom 28.04.2022 Girls' Day und Boys' Day: Berufsfindung nach Stärken und Interessen – abseits von Rollenklischees - Aktionstage zeigen Jugendlichen berufliche Perspektiven auf

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz begleitet Schülerinnen beim Besuch des Europäischen Klempner- und Kupferschmiede-Museums in Karlstadt

MÜNCHEN/KARLSTADT. Jungen interessieren sich mehr für Handwerk und Technik, Mädchen hingegen fühlen sich bei Sprachen und sozialen Berufen wohl? Niemand hat mehr Lust auf längst überholte Geschlechterklischees. Und doch halten sich manche Vorurteile hartnäckig, die Rollenbilder scheinen allzu häufig deutlich verteilt. Auch durch Aktionen wie dem Girls‘ Day und dem Boys´ Day soll sich das ändern. Seit 2001 (Girls‘ Day), bzw. 2011 (Boys‘ Day) öffnen Unternehmen einen Tag lang ihre Türen und geben interessante Einblicke in Berufe und Bereiche, die immer noch als typisch männlich oder typisch weiblich gelten. Das Ziel: Jugendliche schnuppern in Berufsfelder, an die sie vielleicht bislang gar nicht gedacht hatten – eben weil diese oftmals als typische Frauen- oder Männertätigkeiten galten.

„Wir sollten über diese Klischeevorstellungen eigentlich längst hinweg sein“, sagt Kultusstaatssekretärin Anna Stolz, die heute die Schülerinnen der Mittelschule Veitshöchheim bei ihrem Besuch des Europäischen Klempner- und Kupferschmiede-Museums begleitet. Der Ort ist nicht zufällig gewählt, denn, so die Staatssekretärin weiter: „Auch das Klempner- und das Kupferschmiedehandwerk wurde in der Vergangenheit von Frauen deutlich seltener ausgeübt als von Männern. Doch was so war, muss ja nicht so bleiben. Wir sind hier, um live vor Ort zu erfahren, wie enorm attraktiv gerade die Handwerksberufe sind – und zwar für alle.“

Überall im Freistaat nehmen Mädchen und Jungen am heutigen Tag an vergleichbaren Aktionen in vielen bayerischen Betrieben und Einrichtungen teil. Ziel ist es, das Rollenverhalten in der Berufswahl zu hinterfragen und bei der Entscheidung für den Beruf geschlechterunabhängig über den Tellerrand zu schauen. So ermuntert Anna Stolz die jungen Menschen, die Augen in alle Richtungen offen zu halten: „Habt Mut, bei der Berufswahl ausgetretene Pfade zu verlassen und Euch auf Neues einzulassen. Vertraut auf Eure Interessen und Stärken und orientiert euch danach. Das Motto des heutigen Tages lautet „Es zählt, was Du willst! – Das Geschlecht darf dabei keine Rolle spielen.“

Bundesweiter Aktionstag ermöglicht erste Kontakte zur Arbeitswelt

Die bundesweiten „Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag“ und „Boys‘ Day – Jungen-Zukunftstag“ laden Schülerinnen und Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe dazu ein, für einen Tag einen Einblick in die Arbeit an Hochschulen, in Unternehmen und Betrieben zu gewinnen, die gewöhnlich eher dem anderen Geschlecht zugeordnet werden. Die Aktionstage sind ein fester Bestandteil des Schuljahres und erfreuen sich bayernweit großer Beliebtheit.

Fotos der Veranstaltung stehen am Freitag ab ca. 11.00 Uhr zum kostenfreien Download unter https://www.km.bayern.de/ministerium/staatssekretaerin-fuer-unterricht-und-kultus/pressebilder-zum-download.html zur Verfügung.

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