Pressemitteilung Nr. 028 vom 17.03.2022 Rund 200 bayerische Schulen für Ideenreichtum und Kreativität während des Distanzunterrichts ausgezeichnet - Kultusstaatssekretärin Anna Stolz überreicht Urkunden bei Schulbesuchen

Bayerische Schulen haben gezeigt: "Gemeinsam können wir auch einer weltweiten Pandemie standhalten"

MÜNCHEN. Ein Blick zurück: Der Montagmorgen des 16. März 2020 war kein gewöhnlicher Start in eine neue Schulwoche. Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bleiben an einem gewöhnlichen Wochentag in ganz Deutschland die Schulen zu. Die Coronapandemie hatte sich innerhalb kürzester Zeit mit rasantem Tempo im ganzen Bundesgebiet verbreitet und ließ den Landesregierungen keine andere Wahl, als die Bildungseinrichtungen zu schließen. In Bayern begann für rund 1,6 Millionen Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte die Zeit des Distanzunterrichts.

„Mathematik-, Deutsch- oder Geschichtsunterricht von zuhause aus – das schien bis dahin nicht vorstellbar“, blickt Kultusstaatssekretärin Anna Stolz heute zurück. Doch die Schulen nahmen die neue Situation an und entwickelten mit viel Kreativität und großem Einsatz eigene Projekte und Ideen. Anna Stolz ist auch heute noch von diesem Einsatz sehr beeindruckt und betont: „Lehrkräfte, Schüler und Eltern – sie alle haben es geschafft, in schwierigen Zeiten ein qualitativ hochwertiges und abwechslungsreiches Bildungsangebot anzubieten und in der Schulfamilie das Zusammengehörigkeitsgefühl aufrechtzuerhalten.“

So wurde an den bayerischen Schulen beispielsweise virtuell Sport gemacht: Von der online-Klassenchallenge in verschiedenen Disziplinen über den digitalen Lauftreff bis zum morgendlichen Yoga in der Videokonferenz war alles vertreten. Schulkonzerte und Theaterstücke wurden für virtuelle Formate angepasst und aufgeführt. Gruppenaufgaben im Escape Room und ein digitales Tutorenangebot zur Hausaufgabenhilfe bereicherten den Fachunterricht für die Schülerinnen und Schüler. Und es gab auch Auslandserfahrungen: Auf der digitalen Reise nach Rom oder dem virtuellen Schüleraustausch mit Israel bot sich die Gelegenheit für den interkulturellen Austausch. Der Vielfalt waren keine Grenzen gesetzt. Rund 200 Schulen aller Schularten aus ganz Bayern werden derzeit für ihr besonderes Engagement in dieser Zeit ausgezeichnet und mit jeweils 1 000 Euro prämiert.

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz wird einige von ihnen in den nächsten Tagen und Wochen persönlich besuchen, um einen Einblick in die Projekte vor Ort zu gewinnen und vor allem auch die Menschen kennenzulernen, die dahinterstehen. Denn, so die Staatssekretärin: „Unser Blick geht nach vorne, die Digitalisierung hat unseren Schulen einen enormen Schub verliehen und innovative Lernmethoden schaffen eine flexible und offene Lernkultur. Wir gehen gestärkt aus der Krise hervor, denn wir behalten Bewährtes bei, entwickeln es weiter und nehmen neue Ideen mit auf. Gemeinsam schaffen wir so viel, gemeinsam können wir auch einer weltweiten Pandemie an den Schulen standhalten. Und zusammen werden wir unseren Schülerinnen und Schülern auch weiterhin die Ausbildung und die Lernatmosphäre ermöglichen, die sie verdienen.“

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz besuchte am heutigen Donnerstag die Mittelschule Zellerau, die Leopold-Sonnemann-Realschule in Höchberg sowie die Klara-Oppenheimer-Schule in Würzburg. Zu den einzelnen Projekten dieser drei Schulen:

Mittelschule Zellerau: Erstellung eines internationalen Kochbuches, versehen mit sehr persönlichen Zeilen über die Bedeutung des Rezepts für die eigene Familie. Dabei wurden fächerübergreifend Themen aus den Fächern Soziales, Deutsch, Ethik, Geschichte-Politik-Geographie und Informatik verbunden.

Leopold-Sonnemann-Realschule in Höchberg: Die Stützpunktschule des Radsports erstellte ein aufwendiges „Homeoffice“-Video, in dem die Lehrkräfte beim Fahrradfahren im Schulhaus/Homeoffice die Schülerinnen und Schüler animierten, selbst aktiv zu werden. Diese konnten dann selbst zum „Filmstar“ werden und kleine Videos mit sich in der Hauptrolle beim Sporttreiben mit dem Fahrrad drehen. Anschließend wurden alle Videos zu einem „Homeoffice“-Schüler-Video zusammengeschnitten, das im Internet präsentiert wurde.

Klara-Oppenheimer-Schule in Würzburg: Die Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam mit ihren Lehrkräften eine Projektarbeit zum Thema „Rund ums Büro“ organisiert. Die hierfür angewandte Methode nennt sich „Barcamp“ und bedeutet, dass der konkrete Inhalt und Verlauf der Projektarbeit zu Beginn durch die Teilnehmenden festgelegt wird. Die zweitägige Tagung mit Workshops wurde von den Schülerinnen und Schülern in Arbeitsgruppen von der ersten Idee bis zur Projektauswertung eigenständig durchgeführt und anschließend reflektiert.

Derzeit wird eine Übersicht aller bereits prämierten Projekte erstellt, die dann zeitnah unter https://www.distanzunterricht.bayern.de/ einsehbar sein wird. Nach dem großen Erfolg der ersten Runde startet noch im März eine Fortsetzung, für die sich die Schulen dann mit ihren individuellen Projekten bewerben können.

Fotos der Schulbesuche sind am Donnerstag, den 17. März ab ca. 16 Uhr auf Anfrage bei daniel.otto@stmuk.bayern.de erhältlich oder stehen ab Freitag, 18. März 2022 ab ca. 12.00 Uhr zum Download unter ttps://www.km.bayern.de/ministerium/staatssekretaerin-fuer-unterricht-und-kultus/pressebilder-zum-download.html zur Verfügung.

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