Pressemitteilung Nr. 022 vom 07.03.2022 Michael Piazolo: "Mit viel Fingerspitzengefühl über den Krieg in der Ukraine sprechen"

Kultusministerium unterstützt Schulen beim Umgang mit dem Krieg in der Ukraine - Vielfältige Angebote der Betreuung und Unterstützung

MÜNCHEN. Die Bilder aus der Ukraine bewegen die Menschen in der ganzen Welt. Sie machen zutiefst betroffen und lösen Ängste aus, die vielen von uns bisher fremd waren. Auch in den bayerischen Schulen wird der bewaffnete Konflikt in Osteuropa längst im Unterricht aufgegriffen und in zahlreichen Gesprächen und Diskussionen thematisiert. Das Kultusministerium unterstützt dabei alle bayerischen Schulen.

So hat das Kriseninterventions- und -bewältigungsteam bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen (KIBBS) ein Informationsschreiben mit Empfehlungen erstellt, wie die Schulfamilie mit der schwierigen aktuellen Situation bezüglich des Ukraine-Kriegs umgehen kann. Angegeben sind verschiedene Ansprechpartner für Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Eltern mit entsprechenden Telefonnummern sowie hilfreichen Links.  Besagte Hinweise wurden bereits Ende der vergangenen Woche über die Staatlichen Schulberatungsstellen an alle Schulpsychologinnen, Schulpsychologen und Beratungslehrkräfte in Bayern verschickt. Im Allgemeinen stehen die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sowie die Beratungslehrkräfte an den Schulen und an den Staatlichen Schulberatungsstellen als Unterstützungssystem zur Verfügung.

„Der Krieg in der Ukraine belastet uns alle sehr. Täglich werden wir von einer Fülle an schrecklichen Nachrichten und Bildern aus der Kriegsregion überflutet. Wir sind in Gedanken bei den Menschen im Kriegsgebiet und ebenso bei denen, die aus Angst um ihr Leben ihr Heimatland verlassen mussten. Wir hoffen und beten, dass es für sie möglichst bald wieder Normalität geben wird. Natürlich greifen unsere Lehrkräfte dieses allgegenwärtige Thema in den unterschiedlichen Fächern auf und binden es in den Unterricht ein. Ich danke allen Lehrkräften, dass sie in diesen schlimmen Zeiten wichtige Vertrauenspersonen für unsere Schülerinnen und Schüler sind und sensibel und mit viel Fingerspitzengefühl über dieses schwierige Thema sprechen“, sagt Kultusminister Michael Piazolo.

Außerdem ist geplant, den geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine möglichst ortsnah an den Schulen Unterricht zu erteilen. „Wir werden die Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine in die entsprechenden Klassen für Geflüchtete in ganz Bayern aufnehmen. Wir lassen sie keinesfalls allein“, verspricht Piazolo. „Im Freistaat sind an allen Schularten bewährte Instrumente eingerichtet, um geflüchtete Kinder und Jugendliche an den Schulen zu integrieren“, betont Piazolo.

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz fügt hinzu: „Wir sind tief getroffen von dem großen Leid der Menschen in der Ukraine und müssen im Rahmen unserer Möglichkeiten Hilfe anbieten. In dieser Phase müssen wir ganz besonders für unsere Kinder da sein, denn die vielen schmerzhaften Bilder können auch für unsere Schülerinnen und Schüler sehr belastend sein. Deshalb müssen wir das Thema an den Schulen behutsam behandeln und die nötige Zeit für Gespräche mit den Fragen, Sorgen und Ängsten unserer Schülerinnen und Schüler zulassen.“

Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ) und das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) stellen Hintergrundinformationen und Materialien bereit, die Lehrkräfte dabei unterstützen, gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern das Thema Ukraine-Krieg verantwortungsvoll, situations- und altersgerecht im Rahmen der Politischen Bildung an den bayerischen Schulen zu behandeln. Die BLZ hat eine aktuelle historisch-politische Analyse zum Hintergrund des Ukraine-Kriegs von Prof. Dr. Klaus Gestwa online bereitgestellt und erarbeitet Angebote in ihrer Reihe „Zeit für Politik“. Das ISB stellt auf den Online-Plattformen www.historisches-forum.bayern.de und www.politischebildung.schule.bayern.de laufend aktualisierte Linklisten zu hochwertigen deutschsprachigen Online-Ressourcen zum Thema bereit. Zusätzlich bietet die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalentwicklung (ALP) Dillingen einen ca. 45-minütigen Online-Selbstlernkurs für Lehrkräfte an, der kompakt aktuelle Informationen und Materialien zum Krieg in der Ukraine zur Verfügung stellt („Selbstlernkurs – Krieg in der Ukraine“).

Weitere Informationen finden Sie unter:

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