Pressemitteilung Nr. 121 vom 04.10.2021 "Bayerns Lehrerinnen und Lehrer sind hervorragend ausgebildet - und werden immer mehr"

MÜNCHEN. Bayerns Bildungssystem ist differenziert, durchlässig und zukunftsorientiert. Es verwundert daher nicht, dass der Freistaat in bundesweiten Vergleichsstudien seit Jahrzehnten regelmäßig Spitzenplätze belegt. Zur heute geäußerten Kritik des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV): „Es ist die Aufgabe von Verbänden, auf etwaige Probleme hinzuweisen und Verbesserungspotential aufzuzeigen. Es wäre aber wünschenswert, wenn man dabei auch die Realitäten im Blick behalten würde“, so Michael Piazolo. Und weiter: „Bayerns Lehrerinnen und Lehrer sind hervorragend ausgebildet – und werden immer mehr. Mittlerweile sind 100.000 staatliche Lehrkräfte an unseren Schulen tätig – noch nie gab es so viele. Alleine in den letzten 5 Jahren konnten wir mehr als 10.000 neue Lehrerinnen und Lehrer in den Grund- und Mittelschulen einstellen. Durch massive Investitionen haben wir darüber hinaus die Schüler-Lehrer-Relation schulartübergreifend deutlich verbessert. Wir halten die Klassengrößen auf niedrigem Niveau, wir bauen die Schulberatung großflächig aus und haben eine neue Stellenoffensive ins Leben gerufen. Bayerns Schulen sind stark – Wir tun alles dafür, damit das so bleibt.“

Der Kultusminister machte dabei auf eine Reihe von Maßnahmen zum neuen Schuljahr aufmerksam. Wichtige Eckpunkte des bayerischen Programmes sind:

- Erstmals in seiner Geschichte hat der Freistaat die Schwelle von 100.000 „eigenen“, also Lehrerinnen und Lehrer, die der Freistaat als Beamte oder unbefristet Angestellte beschäftigt, überschritten.

- Zur Kritik des BLLV, die Schulleitungsstellen an Grund- und Mittelschulen seien vielfach nicht besetzt: Die Realität sieht anders aus. Tatsächlich waren im vergangenen Schuljahr weniger als 1% der Schulleitungsstellen an Grund- und Mittelschulen in einem laufenden Besetzungsverfahren noch nicht vergeben. In solchen Fällen ist die betroffene Schule natürlich nicht ohne Schulleitung, denn die Amtsgeschäfte übernimmt qua Amt bis zur Wiederbesetzung der Stelle die ständige Stellvertretung der Schulleitung der Schule, die in diesem Fall vom Unterricht freigestellt wird und die erforderliche Leitungszeit erhält.

- Verbesserte Schüler-Lehrer-Relation: Bayern hat in den letzten Jahren massiv in zusätzliche Lehrerstellen investiert. Dies wird in der Schüler-Lehrer-Relation deutlich, die sich in den letzten rund 10 Jahren an staatlichen Grundschulen von 18,4 Schülerinnen und Schülern pro Lehrkraft auf 16,8 verbessert hat. An der Mittelschule liegt der entsprechende Wert übrigens auf 11,4 (ehemals 13,0)

- Stabile Klassengrößen: Der Freistaat beschäftigt genug Lehrkräfte, um die Klassengröße stabil zu halten: Sie liegt auch im kommenden Schuljahr – wie schon in den letzten Jahren – bei nur 21,2 Schülerinnen und Schülern an der Grundschule bzw. 19,6 an der Mittelschule.

- Stellenoffensive: Die Regierungsparteien haben mit ihrem Koalitionsvertrag bereits vor drei Jahren vorausschauend die Mittel für 5.000 neue Lehrerstellen und 500 Stellen für Schulsozialpädagogen und Schulpsychologen geschaffen. Das Programm wird seitdem zielsicher und kontinuierlich umgesetzt. So konnten zum neuen Schuljahr 2021/22 in Bayern – wie auch in den Vorjahren – alle offenen Stellen besetzt werden. Insgesamt hat der Freistaat Bayern zu diesem Schuljahr rund 4.600 voll qualifizierte Lehrkräfte eingestellt.

- Nachwuchsoffensive: Auch die Ausbildung neuer Lehrkräfte läuft auf Hochtouren: Für die Lehrämter der Grund- und Mittelschulen sowie das Lehramt für Sonderpädagogik wurden die Studienplatzkapazitäten erweitert. Bei der Sonderpädagogik wurden fünf neue Lehrstühle eingerichtet. Allein für das Lehramt an Grundschulen erhöhte sich die Zahl der Studienanfänger um 48% seit dem Studienjahr 2018.

- Unterstützung der Schulen durch multiprofessionelles Personal: Während der Corona-Pandemie hat der Freistaat mit Teamlehrkräften und Schulassistenzen zahlreiche zusätzliche Stellen zur Unterstützung der Schulen geschaffen.

- Individuelle Förderung ist eines der Markenzeichen des bayerischen Bildungssystems. So hat der Freistaat im Rahmen des Programms „Schule öffnet sich“ die Beratungskapazitäten im Bereich der Schulpsychologie seit dem Schuljahr 2018/2019 massiv erhöht und baut diese auch weiter aus.

Kultusminister Michael Piazolo fasst zusammen: „Diese Realitäten muss man zumindest wahrnehmen. Natürlich mag es Bereiche geben, in denen wir aus Sicht des einen oder anderen noch mehr tun können. Daher sind wir um Rückmeldungen und auch um Kritik immer dankbar. Aber, und das sollte uns stets bewusst sein: Das bayerische Bildungssystem ist ein stabiles und klar konstruiertes Gebäude – Heute und auch in Zukunft.“  

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