Pressemitteilung Nr. 107 vom 16.09.2021 "Größtmögliche Sicherheit auch auf dem Schulweg" – Schutz durch Schulwegdienste, Sicherheitsüberwürfe und moderne Technik

Staatsminister Florian Herrmann und Kultusminister Michael Piazolo machen auf die Bedeutung des Themas Schulwegsicherheit aufmerksam

MÜNCHEN. Rund 121.000 Kinder besuchen in Bayern im Schuljahr 2021/2022 als ABC-Schützen die Jahrgangsstufe 1. Neu sind für sie nicht nur die Unterrichtsfächer, Hausaufgaben, Klassengemeinschaften und Tagesabläufe, sondern auch der tägliche Schulweg und die damit verbundenen Risiken. Wie bereits in den Vorjahren steht der Schuljahresanfang deshalb auch in diesem Jahr im Zeichen der Schulwegsicherheit.

Welche wichtige Rolle dabei den rund 27.000 ehrenamtlichen Schulwegdiensten zukommt, wird beim Ortstermin an einer Münchner Grundschule deutlich. Im Anschluss an die Lotsung einer Schulklasse über die Straßenkreuzung vor der Grundschule an der Flurstraße in München werden verdiente Schulweghelferinnen und -helfer ausgezeichnet.

Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Leiter der Staatskanzlei und Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern: „Sicherheit hat immer Vorfahrt. Wir wollen unseren Kindern zeigen, wie sie sich verantwortungsvoll und sicher im Straßenverkehr bewegen können. Die vielen Schulweghelfer und Schülerlotsen leisten dafür einen wichtigen Beitrag. Insgesamt sorgen in ganz Bayern 27.000 Ehrenamtliche für größtmögliche Sicherheit auf dem Schulweg. Jeder einzelne wird dringend gebraucht. Herzlichen Dank für dieses Engagement bei jeder Witterung!“

Kultusminister Michael Piazolo hebt hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit zum Schutz der Schulkinder ist: „Als Gesellschaft müssen wir alles tun, um unsere Kinder zu schützen! Ich danke allen, die sich hier seit Jahren höchst engagiert und im Rahmen sehr vielfältiger Initiativen einsetzen und ihren Beitrag leisten! Wir haben die Verkehrserziehung an allen Schularten als fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel verankert, damit die Kinder und Jugendlichen alle notwendigen Kompetenzen und Fähigkeiten erwerben, sich im Straßenverkehr verantwortungsbewusst und umsichtig zu bewegen.“

„Im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ (https://www.sicherzurschule.de/) engagieren sich zahlreiche Partner, die das gemeinsame Ziel eint, die Schulwege für alle rund 1,63 Mio. Schülerinnen und Schüler in Bayern sicher zu gestalten“, betont Wolfgang Prestele, Geschäftsführer und Sprecher der Gemeinschaftsaktion. „Nur durch den langjährigen und vielfältigen Einsatz unserer Aktionsträger kann eine nachhaltige Verbesserung der Schulwegsicherheit gelingen.“

So stattet etwa die AOK Bayern alle Erstklässlerinnen und Erstklässler im Freistaat mit reflektierenden Sicherheitsüberwürfen in Warnfarben aus, um ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr gerade auch bei Dunkelheit zu erhöhen und Unfälle so zu vermeiden. Vor Ort erhält die Grundschule an der Flurstraße ihre Sicherheitswesten von der Vorstandsvorsitzenden der AOK Bayern, Dr. Irmgard Stippler. „Gerade Erstklässler brauchen in den ersten Wochen und Monaten Unterstützung, um sich an den neuen Schulweg zu gewöhnen“, so Irmgard Stippler. „Kinder achten nicht immer auf den fahrenden Verkehr und überqueren auch mal überraschend die Straße. Mit unseren reflektierenden Sicherheitsüberwürfen wollen wir den Schulweg gerade für die kleinsten und schwächsten Teilnehmer am Straßenverkehr sicherer machen und damit die Zahl der Schulwegunfälle weiter senken.“ Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen hingegen zeigt technische Möglichkeiten, den Schulweg sicherer zu gestalten und präsentiert einen Schulbus mit neuem Abbiegeassistenzsystem.

Dass Schulwegsicherheit ein Thema ist, das alle am Straßenverkehr Beteiligten angeht, verdeutlicht Peter Starnecker, Präsident der Landesverkehrswacht Bayern, mit einem Appell: „Wie sicher Kinder im Grundschulalter unterwegs sind, hängt ab von ihrem Alter und ihrem Entwicklungsstand. Die Kinder in der ersten Klasse sehen anders als Erwachsene, hören anders als Erwachsene und vor allem nehmen sie Gefahren im Straßenverkehr anders wahr als Erwachsene. Sie erkennen eine gefährliche Situation erst, wenn sie eingetreten ist. Zeit zum Handeln bleibt kaum mehr. Wir rufen daher alle am Verkehr Teilnehmenden zum Schulbeginn auf: Achten Sie im Umfeld von Kindergärten und Schulen auf Kinder und reduzieren Sie rechtzeitig die Geschwindigkeit!“

An die ABC-Schützen richtet Kultusminister Michael Piazolo den Ratschlag: „Seid auf eurem Schulweg immer aufmerksam und achtet auf mögliche Gefahren. Wenn ihr nicht ganz sicher seid, ob man euch gesehen hat, bleibt lieber einmal stehen!“

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