Pressemitteilung Nr. 083 vom 09.07.2021 Virtuell Schwimmen lernen: "BAYERN SCHWIMMT 2021" mit Schwerpunkt Schwimmabzeichen und Freigewässer

MÜNCHEN. Die Wasserwacht-Bayern startete heute Vormittag BAYERN SCHWIMMT 2021 im Freisinger Bad „fresch“, um Kinder, Jugendliche und Eltern sicher durch den Sommer zu bringen. Auf dem virtuellen Lernprogramm stehen Schwimmtechniken und -abzeichen, die Einschätzung von Gefahren am und im Wasser sowie die Baderegeln. „Kinder und Eltern zu motivieren, schwimmen zu lernen ist eines der Ziele der Kampagne. Ebenso wichtig ist es, sie überhaupt für das Thema Schwimmen und Sicherheit im und am Wasser zu sensibilisieren, und zwar rechtzeitig vor den Sommerferien. Denn die bundesweit ertrunkenen Kinder und Jugendlichen direkt zu Beginn des Sommers sind ein Warnsignal“, so Thomas Huber MdL, Vorsitzender der Wasserwacht-Bayern und ergänzt: „Wir haben Aufholbedarf! Aufgrund der coronabedingten Bäderschließungen ist vielfach der Schulsport ausgefallen. Mit der digitalen Neuauflage von ‚BAYERN SCHWIMMT‘ bieten wir eine attraktive und ergänzende Möglichkeit des virtuellen Lernens.“  

Die Kampagne für Kinder, Eltern und Lehrkräfte findet zum 3. Mal statt und bekommt auch in diesem Jahr prominente Unterstützung. Landtagspräsidentin Ilse Aigner engagiert sich seit Beginn als Schirmherrin und hat heute Vormittag gemeinsam mit Staatsminister Prof. Dr. Michael Piazolo und dem Landesvorsitzenden der Wasserwacht Bayern, Thomas Huber, MdL, die Kampagne vorgestellt, die pandemiebedingt erneut online stattfindet. Dazu zählen neben den schriftlichen Inhalten auf www.bayernschwimmt.de sieben Video-Tutorials. Ziel ist es, Kinder sicher ans Wasser zu gewöhnen, sie sicher zum Schwimmen zu bringen und sie für Gefahren zu sensibilisieren. Für die kindgerechte Ansprache sorgen ehrenamtliche Ausbilder*innen der Wasserwacht sowie Julian Janssen, der als „Checker Julian“ aus dem KiKA bekannt ist.

Für Landtagspräsidentin und Schirmherrin Ilse Aigner bedeutet Schwimmen Freiheit: „Auf einem schönen See zu schwimmen, in die Weite zu schauen, sich vom Wasser umspülen zu lassen – das ist für mich einfach Freiheit. Dieses Erleben wünsche ich anderen Menschen ebenfalls. Danke, dass die Wasserwacht hier für die nötigen Grundlagen und die Sicherheit im und am Wasser sorgt.“

Ähnlich sieht es Staatsminister für Unterricht und Kultus Prof. Dr. Michael Piazolo, der das große Engagement der Ehrenamtlichen der Wasserwacht hervorhebt und wünscht, „dass möglichst alle unsere Kinder, Schüler und Schülerinnen in Bayern von dieser tollen Aktion profitieren. Die Corona-Pandemie hat vielen Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Schwimmen erschwert. Es ist eine gemeinschaftliche Aufgabe von Eltern, Schule und Verbänden, die Freude und die Sicherheit beim Schwimmen zu vermitteln. Daher war es uns ein wichtiges Anliegen, den Schwimmunterricht in der Schule schnell wieder zu ermöglichen und zusätzliche Schwimmangebote zu machen.“

Der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, Leonhard Stärk, ergänzte schließlich: „Jetzt zählt, dass wir den Kindern – soweit und solange es die Pandemie zulässt – Normalität ermöglichen, Unbeschwertheit bieten und Freiheit vermitteln. Der beste Ort für Freiheit ist das Wasser. Freiheiten, und auch das hat die Pandemie gezeigt, müssen immer mit einem gewissen Schutz und der Sicherheit verbunden sein. Lassen Sie uns also gemeinsam dazu beitragen, dass unsere Kinder in und mit Sicherheit Freiheit genießen dürfen.“

Schwerpunkt der sieben Videos sind in diesem Jahr Freigewässer, denn sie stellen auch geübte Schwimmer*innen vor zahlreiche und bisweilen lebensbedrohliche Herausforderungen. Umso größer sind die Gefahren für Kinder. Insbesondere nachdem seit Jahren die Schwimmfähigkeit von Grundschülern abgenommen hat. Außerdem schließen immer mehr Schwimmbäder, unabhängig von der Pandemie, und damit zieht es Kinder und Familien in der Badesaison an Seen und Flüsse.

BAYERN SCHWIMMT 2021 zeigt außerdem Tutorials für das Seepferdchen und das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze (DSA Bronze), denn nur Letzteres bedeutet, dass ein Kind wirklich sicher schwimmen kann. Beim Seepferdchen müssen Kinder nach einem Sprung vom Beckenrand 25m am Stück Schwimmen können sowie einen Gegenstand aus schultertiefem Wasser auftauchen, das DSA Bronze erfordert 200m Schwimmen in 15 Minuten, einen Sprung ins Wasser, das Auftauchen eines Gegenstands aus 2m Tiefe sowie die Kenntnis der Baderegeln.

Die ersten vier Videos zu Kampagne, Seepferdchen, DSA Bronze und Schwimmen lernen am See gehen heute online. Demnächst folgen weitere Videos zu den Baderegeln, die sich mit dem eigenen Körper und dem Schwimmen in Flüssen und Seen sowie deren Besonderheiten befassen.

Weitere Informationen unter www.bayernschwimmt.de.

Die Videos können Sie *hier* via YouTube ansehen oder  *hier* per WeTransfer herunterladen.

Pressefotos können Sie kostenfrei hier abrufen:

www.hase-fotografie.de/download
(Benutzername: stmuk_pressebilder / Passwort: Presse2021) (ab ca. 15 Uhr)

Bayerischer Landtag:
https://www.bayern.landtag.de/aktuelles/presse/pressefotos/ (ab ca. 15 Uhr)

Bayerisches Rotes Kreuz:
https://go.brk.de/pr_ww_download / Credit: „BRK / LGST“ (ab ca. 13 Uhr)

 

Die Wasserwacht-Bayern

Seit 135 Jahren sorgt die Wasserwacht des Roten Kreuzes für Sicherheit am und im Wasser. Mit rund 130.000 Mitgliedern, davon 70.000 Aktiven, ist die Wasserwacht-Bayern der größte Landesverband und zugleich größte Wasserrettungsorganisation im Freistaat. In Bayern gibt es 556 Ortsgruppen, über 623 Wasserrettungsstationen, 256 Schnelleinsatzgruppen sowie fünf Wasserrettungszüge für den Katastrophenfall. Neben der Wasserrettung ist die Prävention des Ertrinkungstods die zentrale Aufgabe der Wasserwacht. Diese erfüllt die Wasserwacht durch Wassergewöhnungskurse für Kleinkinder, Schwimmkurse für Kinder- und Jugendliche, die Ausbildung zum Rettungsschwimmer und zum Wasserretter sowie die fachspezifischen Ausbildungen im Rettungstauchen, Bootsführen oder für Führungsaufgaben. In zahlreichen Bädern und an vielen Binnen- und Fließgewässern sorgt die Wasserwacht für Sicherheit. In einigen Bundesländern, auch in Bayern, ist die Wasserwacht Teil des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes und stellt mit den Schnelleinsatzgruppen Fachleute für Rettungen am und im Wasser. Zu den Aufgaben gehört auch der Gewässer-, Natur- und Umweltschutz. Die Wasserwacht ist die führende, deutsche Wasserrettungsorganisation mit dem Ziel der Prävention und der aktiven Rettung.

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