Pressemitteilung Nr. 063 vom 31.05.2021 Bestplatzierungen für bayerische Schülerinnen und Schüler bei Bundesfinale Jugend forscht

Kultusminister Michael Piazolo würdigt herausragende Leistungen beim Bundeswettbewerb: 10 Projekte aus dem Freistaat im Bundesfinale ausgezeichnet - Goethe-Gymnasium Regensburg zur „Jugend forscht Schule des Jahres 2021“ vorgeschlagen

HEILBRONN/MÜNCHEN. Beim 56. Bundeswettbewerb von Jugend forscht präsentierten 169 junge MINT-Talente über 100 Forschungsprojekte. Nun stehen die Sieger des diesjährigen Bundeswettbewerbs fest, der pandemiebedingt erstmals virtuell stattfand. Wie in den Vorjahren gehören auch bayerische Schülerinnen und Schüler zu den glücklichen Gewinnern.

Kultusminister Michael Piazolo zeigte sich begeistert von den Schülerleistungen: „Die herausragenden Leistungen zeigen das wissenschaftliche Können und den großen Forschergeist der Schülerinnen und Schüler. Allen Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich herzlich zu ihren beeindruckenden Erfolgen. Ich finde es großartig, dass sich junge Menschen im Rahmen von ‚Jugend forscht’ so intensiv mit einem MINT-Thema auseinandersetzen können. Der Wettbewerb ergänzt das breite Repertoire an Maßnahmen zur MINT-Förderung an unseren Schulen und trägt dazu bei, Jugendliche fürs Tüfteln, Experimentieren und Forschen zu begeistern.“ Piazolo dankte auch den Lehrkräften für ihren Einsatz und ihre Unterstützung bei den Vorbereitungsarbeiten zum Wettbewerb.

Vielzahl an Einsendungen in Bayern

Bayernweit waren mehr als 1.300 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 853 Projekten dem Aufruf „Lass Zukunft da!“ der diesjährigen Wettbewerbsrunde von Jugend forscht gefolgt.

11 Projekte aus Bayern konnten sich für das Bundesfinale qualifizieren. Ihre Themen reichten von der Entwicklung eines autonomen Blindenführersystems mit KI bis hin zur Analyse eines Lebenserhaltungssystems für eine Mondbasis am lunaren Südpol. 10 bayerische Projekte wurden nun am vergangenen Sonntag bei einer digitalen Preisverleihung mit einem der begehrten Preise ausgezeichnet:

Der Bayerische Bundessieger

Der 18-jährige Jonathan Hähne von der Technischen Universität München entwarf den Prototyp einer neuartigen echtzeitfähigen Raytracing-Software zur Erstellung realistischer Computeranimationen. Die Jury war insbesondere von der Stringenz beeindruckt, mit der Jonathan Hähne die Aufgabenstellung anging und alle Probleme – von der Anwendung mathematischer Methoden bis zur effizienten Programmierung – hervorragend löste. Seine Arbeit trägt den Titel „Echtzeit-Raytracing auf Adaptively-Sampled Distance Fields“ und wurde mit dem ersten Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik ausgezeichnet. Die Höhe des Preisgeldes liegt bei 2.500 Euro.

Goethe-Gymnasium Regensburg als Jugend forscht Schule 2021 nominiert

Eine besondere Ehre wurde im Rahmen der Preisverleihung auch dem Goethe-Gymnasium Regensburg zuteil: Die Schule wurde für den begehrten Sonderpreis „Jugend forscht Schule 2021“ der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland nominiert und erhielt einen 2. Preis. Mit diesem Preis werden Schulen ausgezeichnet, denen es in besonderer Weise gelingt, Schülerinnen und Schüler in den MINT-Fächern zu fördern.

Die Erfolge der bayerischen Jungforscher im Überblick:

Jonathan Hähne

Technische Universität München, Garching b. München

Projekt: Echtzeit-Raytracing auf Adaptively-Sampled Distance Fields

1. Platz im Fachgebiet Mathematik/Informatik (2.500 €)

 

Samuel Fäßler, Cedric Steiert

Gymnasium Lindenberg

Projekt: Heustock und Heuballentemperaturüberwachung

3. Patz im Fachgebiet Arbeitswelt (1.500 €)

 

Lukas Dellermann

Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt

Projekt: Einfluss nanoskaliger Additive auf die Eigenschaften von Kunststoffkompositen

Platz 3 im Fachgebiet Chemie (1.500 €)

Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der chemischen Nanotechnologie (1.000 €)

 

Julia Geuther

Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting

Projekt: Genetische Invalidation des SARS-CoV2-Rezeptors ACE2 mit Hilfe von CRISPR/ Cas9

4. Platz im Fachgebiet Biologie (1.000 €)

 

Lisa Schreyer

Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land

Projekt: Mikroplastik in Alpenseen – Detektion mittels Nilrot-Färbung

5. Platz im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften (500 €)

 

Tobias Wanierke, Josias Neumüller

Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium Kulmbach

Projekt: EasyVision

5. Platz im Fachgebiet Technik (500 €)

Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Technik (500 €)

 

Samuel Nachtmann, Joshua Zilliox, Nelson Machado Teixeira

MAN Ausbildungszentrum Augsburg

Projekt: Magnetschraubstock

Preis für eine Arbeit von Auszubildenden auf dem Gebiet "Mensch – Arbeit – Technik" (1.000 €)

 

Lena Kahle

Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting

Projekt: Analyse eines Lebenserhaltungssystems für eine Mondbasis am lunaren Südpol

Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt (1.000 €)

 

Britt Besch

Gymnasium Olching

Projekt: Ermittlung des Normalized Difference Vegetation Index mit einer modifizierten RGB-Kamera

Preis für eine Arbeit auf den Gebieten der Naturwissenschaften und der Technik (1.500 €)

 

Tamas Nemes

Gymnasium der Regensburger Domspatzen Regensburg

Projekt: GUIDE-Walk 2.0 – Autonomes Blindenführersystem mit KI

Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Technik (1.000 €)

Wettbewerb „Jugend forscht 2021“: 113 Projekte im Bundesfinale

169 junge MINT-Talente präsentierten beim Bundesfinale insgesamt 113 Forschungsprojekte. Die Teilnehmer am Bundeswettbewerb hatten sich zuvor bei den Regional- und Landeswettbewerben für die Bundesebene qualifiziert. Dabei messen sich Nachwuchsforscher im Alter von 15 bis 21 Jahren. In den sieben Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik können Einzel- oder Gruppenarbeiten von Teams mit maximal drei Mitgliedern eingereicht werden. Die Online-Preisverleihung fand am vergangenen Sonntag statt. Zu den Laudatoren gehörte u.a. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek.

Weitere Informationen unter https://www.jugend-forscht.de/presse.html

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