Pressemitteilung Nr. 105 vom 08.07.2019 100 Jahre Freistaat Bayern - Kultusminister Piazolo und Landtagsvizepräsident Freller zeichnen Sieger im Schülerlandeswettbewerb "Erinnerungszeichen" aus

MÜNCHEN. Kultusminister Michael Piazolo zeichnete heute gemeinsam mit dem Ersten Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags, Karl Freller, 23 Schülerprojekte aus, die mit Erfolg am diesjährigen Geschichtswettbewerb „Erinnerungszeichen“ zum Thema „100 Jahre Freistaat Bayern“ teilgenommen haben. Die siegreichen Schülerinnen und Schüler können sich über Geld- und Sachpreise sowie Projekttage und Aufenthalte in Jugendherbergen freuen. Kultusminister Piazolo gratulierte ihnen zu der herausragenden Leistung: „Ihr habt euch eingehend mit dem 100. Jubiläum unseres bayerischen Freistaats beschäftigt und seid spannenden historischen Fragestellungen nachgegangen – sei es in eurem familiären oder eurem regionalen Umfeld. Dabei habt ihr vielseitig nachgeforscht, historische Dokumente ausgewertet und eure Erkenntnisse einfallsreich präsentiert. Das beeindruckt mich sehr.“

Beim Wettbewerb wurden insgesamt 23 Landes- und Sonderpreise und 23 Anerkennungspreise vergeben. Die ersten Landessieger der einzelnen Schularten kommen aus Nürnberg, Meeder, Bad Tölz, Mering, Hollfeld und Aichach. Auch Landtagsvizepräsident Freller überbrachte seine Glückwünsche und betonte beim Festakt: „Einen menschenwürdigen, demokratischen Staat erhalten kann nur, wer sich der Vergangenheit bewusst ist und bereit ist, aus ihr zu lernen.“ Dabei dankte er den Schülerinnen und Schülern und den Lehrerinnen und Lehrern, die die Arbeiten mit großem Engagement unterstützt und begleiten haben.

Schüler erforschen Geschichte und Kultur ihrer Heimat

Zur Bedeutung des Wettbewerbs erklärte Piazolo: „Der traditionsreiche Geschichtswettbewerb ‚Erinnerungszeichen‘ lädt die Schülerinnen und Schüler zu einer historischen Spurensuche ein. Die Kinder und Jugendlichen setzen sich intensiv mit vergangenen Ereignissen und Entwicklungen in ihrer Heimat auseinander. Das fördert das Geschichtsbewusstsein unserer jungen Menschen.“ Die Kenntnis der Vergangenheit sei wichtig, um die Gegenwart verstehen und die Zukunft aktiv gestalten zu können.

Der Schülerlandeswettbewerb wird vom Bayerischen Kultusministerium in Zusammenarbeit mit dem Haus der Bayerischen Geschichte und weiteren Kooperationspartnern veranstaltet. Die Schirmherrschaft haben die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, und Kultusminister Michael Piazolo übernommen.

Im Jahr 2018/2019 haben sich Schülerinnen und Schüler aller Schularten ab den Jahrgangsstufen 3 bis 13 mit den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen auseinandergesetzt, die auf die Gründung des Freistaats Bayern vor 100 Jahren zurückgehen. Insgesamt gingen knapp 90 Beiträge bei der Jury ein. Die Einzel- oder Gruppenarbeiten reichten von selbstverfassten Texten über Videoreportagen bis hin zu Geschichtspodcasts.

Die aktuell laufende Wettbewerbsrunde steht unter dem Motto „Der Geschichte ein Gesicht geben!“. Einsendeschluss ist der 20. März 2020. Weitere Informationen unter https://www.erinnerungszeichen-bayern.de/.


Die Hauptpreisträger im Wettbewerb „Erinnerungszeichen“ 2018/2019:

Förderzentrum

Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte Nürnberg; Spielball der Politik: Der Rathenauplatz in Nürnberg (1. Landespreis)

Grundschule

Anna-B.-Eckstein-Schule Meeder; Was geschah vor 100 Jahren, als Coburg zu Bayern kam? (1. Landespreis)

Mittelschule

  • Musisch Aktive Montessori Schule Bad Tölz; Wir erforschen die zunehmende Gleichstellung von Mann und Frau in den letzten 100 Jahren in Bad Tölz (1. Landespreis)

  • St. Martin Mittelschule Mallersdorf-Pfaffenberg; Digitalisierter Rundgang mittels QR-Code-Verlinkung auf dem jüdischen Friedhof Mallersdorf-Pfaffenberg (2. Landespreis)

  • Mittelschule Wackersdorf / Staatliche Wirtschaftsschule Wackersdorf; Jüdisches Leben in der Stadt Schwandorf 1933-1945 (3. Landespreis)

  • Pestalozzi-Mittelschule Weiden; (dis-)connected – 100 Jahre Freistaat Bayern – 100 Jahre Tschechische Republik (Sonderpreis des DJH, LV Bayern)

  • Mittelschule an der Wörthstraße München; Aufstand für Frieden, Freiheit und Demokratie – 1918/19. Ein Meilen- und Stolperstein in der Freiheitsgeschichte Münchens (Sonderpreis der Bayerischen Einigung)

Realschule

  • Staatliche Realschule Mering; Mering im Freistaat Bayern – Schlaglichter auf 100 bewegte Jahre (1. Landespreis)

  • Erzbischöfliche Mädchenrealschule Heilig Blut Erding; Aus dem Leben von Ulrike Kramer-Fitzgerald, Betty Landauer und Ulrike Scharf – Politikerinnen in verschiedenen Jahrhunderten (2. Landespreis)

  • Leopold-Sonnemann Realschule Höchberg; Bayern hat viele Gesichter – Hundert Jahre Freistaat Bayern (3. Landespreis)

  • Wolffskeel-Schule Würzburg; Kurt Eisner – Geschichte im Koffer (Sonderpreis für kreative Umsetzung)

Berufliche Schulen

Staatliches Berufliches Schulzentrum Bayreuth; Von der Hausfrau zur Fachkraft (Sonderpreis)

Gymnasium (5.-8. Jahrgangsstufe)

  • Staatliche Gesamtschule Hollfeld; Mein Uropa Georg Friedmann. Eine persönliche Spurensuche in der Zeit vor 100 Jahren in Waischenfeld
    (1. Landespreis)

  • Werner-Heisenberg Gymnasium Garching; Früher Münchner Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Spiegel der Karikatur des Simplicissimus
    (2. Landespreis)

  • Carl-Orff-Gymnasium Unterschleißheim; Videoreportage „München im
    2. Weltkrieg“ (3. Landespreis)

  • Riemenschneider-Gymnasium Würzburg; 100 Jahre bayerische Verfassung – die Grundrechte (Sonderpreis)

  • Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching; Unterhaching – Ein Ort, viele Kulturen (Sonderpreis des DJH, LV Bayern)

  • Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg; Geschichtspodcast „Geschichte für dich – Warum floh die Regierung 1919 nach Bamberg?“ (Sonderpreis der Bayerischen Einigung)

Gymnasium (9.-12. Jahrgangsstufe)

  • Deutschherren-Gymnasium Aichach; Die bayerische Gebietsreform von 1972 in Aichach und Umgebung: Gründe, Ereignisse, Nachwirkungen
    (1. Landespreis)

  • Dom-Gymnasium Freising; Wenn Steine sprechen könnten. Jüdische Bevölkerung in Freising zur Zeit des Nationalsozialismus (2. Landespreis)

  • Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg; Gelungene Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in Bamberg nach 1945 (3. Landespreis)

  • Melanchthon Gymnasium Nürnberg; Hans-Kurt Eisner – die Bürde eines schicksalhaften Namens (Sonderpreis der Sparkasse)

  • Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg; Demokratie in unruhigen Zeiten 1919 – 100 Jahre Bamberger Verfassung (Sonderpreis des Bayerischen Landtags)

 

Fotos der Veranstaltung und Preisträger können ab ca. 18.30 Uhr kostenfrei unter https://www.picdrop.de/agebert/Erinnerungszeichen (Kennwort: Landtag) heruntergeladen werden.


Elena Schedlbauer, Stellv. Pressesprecherin

Vorlese-Funktion