Pressemitteilung Nr. 012 vom 07.02.2019 Kultusminister Michael Piazolo bei Diskussionsrunde über Allgemeine Hochschulreife und Oberstufe im neunjährigen Gymnasium

"Wertvolle Impulse für die weitere Arbeit an der Gestaltung der gymnasialen Oberstufe"

MÜNCHEN. Kultusminister Michael Piazolo betonte angesichts der Weiterentwicklung der Oberstufe im bayerischen Gymnasium: „Wir halten an der anerkannt hohen Qualität unseres bayerischen Abiturs fest. Auch künftig soll die breite, vertiefte Allgemeinbildung, die das Bildungsziel des Gymnasiums ausmacht, in Verbindung mit allgemeiner Studierfähigkeit und fundierter Wissenschaftspropädeutik die Oberstufe prägen.“ Die Allgemeine Hochschulreife dient dabei gleichermaßen als Grundlage für ein Hochschulstudium wie für eine anspruchsvolle Berufsausbildung.

Im Rahmen einer Dialogveranstaltung im Kultusministerium diskutierten gestern Abend in mehreren Podiumsrunden Vertreter der gymnasialen Schulfamilie, der Hochschulen, aus Arbeitswelt, Gesellschaft und Kirchen über die Allgemeine Hochschulreife und die Anforderungen an die Abiturientinnen und Abiturienten in der heutigen Zeit. Auch das Plenum, bestehend unter anderem aus Mitgliedern des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag und Mitgliedern des Landesschulbeirats sowie verschiedener gymnasialer Interessensvertretungen, steuerte zahlreiche engagierte Rückmeldungen bei. „Die verschiedenen Perspektiven auf die Arbeit an den Gymnasien bietet eine wichtige Ergänzung für die qualitätsvolle Weiterentwicklung der Oberstufe. Der konstruktive Austausch brachte wertvolle Impulse, die wir in unsere weitere Arbeit an der gymnasialen Oberstufe gerne einbeziehen“, erklärte Piazolo. Man wolle auch prüfen, wie man den Schülerinnen und Schülern künftig eine verstärkte Profilbildung ermöglichen könne. Mehr Profilbildung sei dabei nicht als spezifische Vorbereitung auf einen bestimmten Fachstudiengang, sondern als Möglichkeit zu verstehen, stärker als bisher „individuelle Begabungen und Interessen durch fachliche Vertiefung einbringen“ zu können, so der Minister.

Eine Arbeitsgruppe im Kultusministerium, der Vertreterinnen und Vertreter von Direktoren, Eltern, Lehrkräften, Schülerschaft sowie Ministerialbeauftragten und dem Institut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) angehören, arbeitet an der strukturellen Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe. Wichtige Rahmenbedingungen dafür sind die Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK), die den Ländern sowohl beim Kursprogramm als auch beim Abitur Spielräume lassen, sowie die Frage nach der Organisierbarkeit für die Schulen im gesamten Freistaat.

Elena Schedlbauer, Stellv. Pressesprecherin, 089 – 2186 2024

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