Pressemitteilung Nr. 198 vom 20.09.2018 Von der Demokratie-Erziehung über die Anfänge des Frauenstudiums bis hin zur Fischereiwirtschaft: Sieben Abiturientinnen erhalten für ihre herausragenden Seminararbeiten Auszeichnung des Bayerischen Clubs

Landtagspräsidentin Stamm: „Arbeiten, die von Spaß und Herzblut bei der Sache zeugen“ 
Kultusstaatssekretärin Trautner: „Beeindruckende Arbeiten zur bayerischen Geschichte, Kultur und Natur beweisen große fachliche Kompetenz und eröffnen einen neuen Blick auf unsere Heimat“

MÜNCHEN. Sieben Abiturientinnen des Jahres 2018 erhielten heute aus den Händen von Prof. Dr. h. c. Albert Scharf, Präsident des Bayerischen Clubs, eine Auszeichnung für ihre hervorragenden Seminararbeiten zu Themen der bayerischen Geschichte, Kultur und Natur. Als Landessiegerin wurde Lilith Reithmann vom Rainer-Maria-Rilke Gymnasium Icking prämiert, die im Fach Biologie die Fischereiwirtschaft am Ammersee am Beispiel der Renke untersucht hatte. Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner gratulierten den Preisträgerinnen im Rahmen der Festveranstaltung.

Die Verleihung der Preise findet traditionsgemäß im Maximilianeum statt, das König Maximilian II. für die klügsten jungen Menschen seiner Zeit erbauen ließ. Landtagspräsidentin Barbara Stamm erklärte: „Die Preisträgerinnen haben sich – unterstützt von ihren Lehrern – mit Themen auseinandergesetzt, die sie selbst ganz besonders spannend fanden. Themen, die für sie und ihre Heimat von Bedeutung sind. Das war natürlich harte Arbeit. Aber ich bin davon überzeugt: Wenn Arbeiten so gut sind, dass sie ausgezeichnet werden, dann muss es auch Spaß gemacht haben. Denn nur dann steckt man auch wirklich Herzblut und Leidenschaft in eine Sache. Besonders freut mich, dass es heuer einmal ausschließlich junge Schülerinnen sind, die ausgezeichnet werden – das spricht auch noch einmal dafür, dass wir es in diesem Jahr mit einer ganz exklusiven Preisverleihung zu tun haben.“

Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner betonte: „Die sieben Abiturientinnen haben sich mit großem Interesse und in intensiver Recherche mit der bayerischen Geschichte, Gegenwart und Kultur beschäftigt. Ihre Arbeiten liefern beeindruckende Ergebnisse und eröffnen einen neuen Blick auf unsere Heimat!“ Dabei dankte sie auch dem Bayerischen Club für sein Engagement: „Der Preis des Bayerischen Clubs fördert das Interesse junger Menschen an ihrer Herkunft und stärkt sie auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.“
 

Preis des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur

Der Preis des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur wird seit dem Jahr 2000 an Abiturientinnen und Abiturienten für herausragende schriftliche Seminararbeiten vergeben, die sich aus dem breiten gymnasialen Fächerspektrum heraus mit Themen zur bayerischen Geschichte, Gegenwart und Kultur befassen. Die Dienststellen der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Bayern unterbreiten einer Landesjury Vorschläge aus dem ganzen Freistaat. Diese Jury, der Vertreter des Bayerischen Kultusministeriums und des Bayerischen Clubs angehören, entscheidet über die Auszeichnung.

 

Die Landessiegerin 2018:

Lilith Reithmann, Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium Icking:
„Fischereiwirtschaft am Ammersee am Beispiel der Renke“ (Leitfach Biologie)


Die weiteren Preisträgerinnen 2018 (in alphabetischer Reihenfolge):

Miriam Baumgartner, Gymnasium Vilshofen:
„Das Kriegsende 1945 in den Donaupfarreien Künzing, Pleinting und Vilshofen“ (Leitfach Geschichte)

Sophie Behrendt, Asam-Gymnasium München:
„Demokratie-Erziehung? Amerikanische Einflüsse auf die deutsche Medienlandschaft nach 1945 am Beispiel der Süddeutschen Zeitung“ (Leitfach Deutsch)

Charlotte Dorneich, Gymnasium Fridericianum Erlangen:
„Frauen an der FAU – Die Anfänge des Frauenstudiums am Beispiel der Friedrich-Alexander-Universität“ (Leitfach Geschichte)

Lina Kegel, E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg:
„Fremde, Feinde oder Freunde? Beziehungen amerikanischer Soldaten zur Bamberger Gesellschaft“ (Leitfach Geschichte)

Serafina Zaina Meßmer, Jakob-Brucker-Gymnasium Kaufbeuren:
„Schutz der Agrobiodiversität – eine mögliche Strategie für die zukünftige Landwirtschaft?“ (Leitfach Biologie)

Amelie Oheim, Elly-Heuss-Gymnasium Weiden:
„Die Justiz als Machtapparat – Sophie Scholl als Opfer der nationalsozialistischen Rechtsprechung“ (Leitfach Geschichte)


Die Preisträgerinnen erhielten für ihre Arbeit jeweils 750 Euro als Preisgeld. Die Leistung der Landessiegerin wurde mit 1.500 Euro belohnt.
 

Fotos der diesjährigen Preisträgerinnen stehen nach der Veranstaltung unter www.bayern.landtag.de/aktuelles/presse/pressefotos zum kostenfreien Download zur Verfügung.

 

Elena Schedlbauer, Stellv. Pressesprecherin des Bayerischen Kultusministeriums, 089 – 2186 2024

Dr. Anton Preis, Pressesprecher des Bayerischen Landtags, 089 – 4126 2601

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