Pressemitteilung Nr. 164 vom 13.08.2018 "In Bayern ist Versorgung mit qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern an allen Schularten gesichert" - Kultusminister Bernd Sibler zu vorausschauenden Maßnahmen des Freistaats

 

MÜNCHEN. „Bayern setzt auf vielfältige Maßnahmen, um die Versorgung mit qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern an allen Schularten zu sichern“, betonte Kultusminister Bernd Sibler heute in München. „Aus Überzeugung setzen wir auf eine schulartspezifische Lehrerausbildung. Jede Schulart hat ihren besonderen Bildungsauftrag. Dazu brauchen wir passgenau ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer“, so der Minister. Auch der Deutsche Philologenverband machte das heute deutlich.

Der Freistaat ergreift u.a. diese vorausschauenden Maßnahmen, um die Lehrerversorgung an den einzelnen Schularten zu sichern:

  • Jährlich erstellt das Bayerische Kultusministerium eine aktualisierte Schüler- und Lehrerbedarfsprognose. Sie hilft, Schulen entsprechend mit Lehrkräften zu versorgen, und dient Studieninteressierten als Information und Orientierung.

  • Auf Grundlage dieser Prognosen startete der Freistaat 2015 eine Zweitqualifizierungsmaßnahme für Realschul- und Gymnasiallehrkräfte, um den Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern an der Mittelschule zu decken. Die Maßnahme wurde auch auf Grund- und Förderschulen ausgeweitet. An Grund- und Mittelschulen haben rund 840 Lehrkräfte diese Maßnahme schon durchlaufen, verfügen über zwei Lehramtsbefähigungen und arbeiten unbefristet beschäftigt in der Regel auf Planstelle an Grund- und Mittelschulen in Bayern. Ab dem Schuljahr 2018/2019 werden rund 1.440 Lehrkräfte an den Maßnahmen teilnehmen.

  • Um den prognostizierten mittel- und längerfristig erhöhten Bedarf an Grundschullehrkräften zu decken, stehen bereits ab dem Wintersemester 2018/2019 an den bayerischen Universitäten 700 zusätzliche Studienplätze zur Verfügung. Hierfür erhalten die Hochschulen insgesamt 65 zusätzliche Stellen.

  • Der Freistaat richtet weitere Lehrstühle für die Ausbildung von Lehrkräften für Sonderpädagogik in München, Würzburg und – neu – in Regensburg ein. Im Hinblick auf den Bedarf an Lehrkräften für Sonderpädagogik werden auch hier Maßnahmen zur Zweitqualifizierung angeboten und durchgeführt – zum September 2018 mit über 110 Verbeamtungen und über 200 neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

  • An den staatlichen Gymnasien werden zum Schuljahr 2018/2019 über 500 Lehrkräfte eingestellt, an den Realschulen mehr als 430 Lehrkräfte – jeweils ausschließlich mit regulärer Lehrbefähigung der jeweiligen Schulart. Im Sinne einer vorausschauenden Planung wurde dabei ein Einstellungskorridor in den Fächerverbindungen eingerichtet, in denen der Bedarf vorübergehend nicht so hoch ist. So kann auch in diesen Fächergruppen den jeweils besten Bewerberinnen  und Bewerbern ein Einstellungsangebot gemacht werden.


Bayern kann und konnte in den vergangenen Jahren seine Lehrerstellen mit qualifiziertem Personal besetzen und auf Seiteneinsteiger verzichten. Zum Schuljahr 2018/2019 stellt der Freistaat über 4.200 Lehrerinnen und Lehrer ein.
 

Julia Graf, Stellv. Pressesprecherin, 089 - 2186 2621

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