Pressemitteilung Nr. 149 vom 23.07.2018 "Werte machen Schule" - Kultusminister Bernd Sibler: Neue Werte-Initiative setzt Akzente bei Werte- und Demokratie-Erziehung – jugendliche Werte-Botschafter als überzeugende Vorbilder

MÜNCHEN. „Mit unserer neuen Werte-Initiative ‚Werte machen Schule‘ läuten wir ein neues Zeitalter der Werte-Erziehung ein! Wir bilden jugendliche Werte-Botschafter an allen weiterführenden Schularten aus und setzen immer wieder neue Schwerpunkte – im Schuljahr 2018/2019 wird es die Wertebildung 4.0 sein: Wertebildung in der digitalen Welt“, fasst Kultusminister Bernd Sibler heute bei der Vorstellung der neuen Initiative das Konzept zusammen. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie dem digitalen Wandel, Extremismus, Gewalt und Fake News sei es wichtig, den jungen Menschen „einen starken ethischen Kompass als Richtschnur für ihr Handeln“ mitzugeben. „Ich möchte, dass unsere jungen Menschen sich aktiv für ein Miteinander in unserer Gesellschaft engagieren, das von gegenseitigem Respekt und Zivilcourage geprägt ist. Hier setzt unsere Initiative ‚Werte machen Schule‘ an“, so Kultusminister Sibler.

Jugendliche Werte-Botschafter als tragende Säule

Im Mittelpunkt der Initiative stehen die jungen Menschen: „Unsere Schülerinnen und Schüler sind nicht nur Zielgruppe. Sie sind Mitgestalter der Werte-Initiative. Deshalb sollen sie zukünftig die Themen bestimmen, die ihnen am meisten am Herzen liegen“, betont Sibler. Als wichtigste Säule bezeichnet er entsprechend die Schülerinnen und Schüler, die ab Frühjahr 2019 zu Werte-Botschafterinnen und -Botschafter ausgebildet werden. „Sie können überzeugende Vorbilder sein!“, ist sich Minister Sibler sicher. Gestartet wird ihre Ausbildung zunächst in den drei Regierungsbezirken Oberfranken, Schwaben und Niederbayern, die übrigen Regierungsbezirke folgen im Schuljahr 2019/20. Je Bezirk werden 20 bis 25 Jugendliche aus der achten und neunten Jahrgangsstufe aller weiterführenden Schularten aus den Vorschlägen ausgewählt, die die Schülermitverantwortung (SMV) in Absprache mit der Schulleitung formuliert hat.

Die jugendlichen Werte-Botschafter erwerben in ihrer Ausbildung Basiskompetenzen zur Wertebildung, zur Kommunikationsfähigkeit und zur Teamführung. Gemeinsam gestalten sie schülerorientierte Module zur Wertebildung z.B. für Projekttage und -wochen, Schulfeste und zur Schulung der Klassensprecherinnen und -sprecher.

Expertenforum gestaltet Zukunft der Initiative mit

Die Werte-Initiative fußt auf der politischen Bildung und der Demokratie- und Werteerziehung, die als fächerübergreifendes Bildungsziel an allen Schularten in Bayern festgeschrieben und Grundprinzip jeder pädagogischen Arbeit sind. Sie baut die Erfolge des Konzepts „Werte machen stark“ weiter aus, in deren Rahmen in den vergangenen zehn Jahren bereits Lehrerinnen und Lehrer als Werte-Multiplikatoren an den Schulen im Einsatz waren. Intensiv eingebunden werden außerdem externe Partner und Institutionen. 

Für Kultusminister Sibler ist die Wertebildung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb hatte er im Juni rund 40 Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen und Religionsgemeinschaften, Lehrer- und Elternverbänden,  Jugendorganisationen, des Wertebündnis Bayern sowie Fachexperten der digitalen Bildung zu einem Fachaustausch eingeladen. Sie gehören in Zukunft zum festen Kreis des Expertenforums, das z.T. in Arbeitsgruppen an der Weiterentwicklung der Wertebildung an den Schulen arbeiten wird. Um auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen eingehen zu können, sollen im Rahmen der Werteinitiative in regelmäßigen Abständen Schwerpunktthemen vereinbart werden.

Sibler appelliert bei der Wertebildung an Bayerns Schulen an die gesamte Schulfamilie, weiterhin aktiv mitzuarbeiten und Erfahrungen, Ideen und Vorschläge für die Werte- und Demokratie-Erziehung der jungen Menschen einzubringen.
 

Das Logo der Initiative steht zum kostenfreien Download zur Verfügung unter: /allgemein/meldung/3021/pressematerial-zum-download.html


Kathrin Gallitz, Pressesprecherin, 089 - 2186 2057

 

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