Pressemitteilung Nr. SKW4 vom 23.07.2018 Eine Woche voller cineastischer Entdeckungsreisen – Große Besucherresonanz bei der 11. SchulKinoWoche Bayern

München, 23. Juli 2018 – Die 11. SchulKinoWoche Bayern ging am Freitag nach fünf Tagen spannender Filmerlebnisse zu Ende. 166.550 Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte besuchten die bayernweit größte Filmbildungsinitiative und verlegten das Klassenzimmer in eines der 125 teilnehmenden Kinos in 116 bayerischen Städten. Präsentiert wurden rund 1.900 Vorstellungen künstlerisch wertvoller Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme für alle Jahrgangsstufen und Schularten. Über 50 KinoSeminare, geleitet von erfahrenen Medienpädagogen, luden zu Filmgesprächen und Workshops. Vielerorts nahmen Filmschaffende oder Experten teil, die die Filme aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Fünf Fortbildungen boten Lehrkräften bereits vor dem Projektstart die Gelegenheit, sich intensiv über das Medium Film auszutauschen und sich auf den effektiven Einsatz von Filmen im Unterricht optimal vorzubereiten.

„Mit der 11. SchulKinoWoche schreiben wir die Erfolgsgeschichte dieses einmaligen Projekts auch in diesem Jahr fort. Das große Interesse unserer Schulen an der SchulKinoWoche spricht für sich! Die SchulKinoWoche bietet besondere Unterrichtssituationen und trägt damit auf ihre ganz eigene Weise dazu bei, die Film- und Medienkompetenz unserer jungen Menschen zu fördern“, betonte Kultusminister Bernd Sibler.

Unterhaltsame Wissensvermittlung auf großer Leinwand

Geboten wurden über 100 lehrplan- und unterrichtsrelevante Filme. Als Publikumslieblinge haben sich heuer der Eröffnungsfilm Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (33.000 Anmeldungen) und die Filme Die Kleine Hexe (26.000) und Wunder (17.300) herauskristallisiert. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreute sich der Film The Circle, der im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2018 – Arbeitswelten der Zukunft gezeigt wurde. Das Filmprogramm der Sonderreihe wurde von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und zeigte vier ausgewählte Filme, die sich mit der Digitalisierung, alternativen Arbeitsmodellen und der Entwicklung künstlicher Intelligenz beschäftigen. Die flankierenden Expertengespräche setzten sich mit den Chancen und Herausforderungen künftiger Arbeitswelten und wie diese prägen auseinander.

Ebenfalls hoher Beliebtheit erfreuten sich die Komödie Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch und das Coming-of-Age-Drama Amelie rennt, zu dem außerdem spannende Filmgespräche unter Beteiligung der Produzenten Philipp Budweg und Thomas Blieninger stattfanden.

Zu den bestbesuchten Kinos gehörte auch in diesem Jahr das Cinecittá in Nürnberg. Mit mehr als 6.900 Zuschauern konnte das Kino seinen Spitzenplatz erneut behaupten. Der Mathäser Filmpalast in München verteidigte mit 5.680 Besuchern erneut seinen zweiten Platz. Rang drei der meistbesuchten Kinos sicherte sich das Cinema in Dachau mit 3.765 Schülerinnen und Schülern. Die besucherstärksten Städte der filmpädagogischen Projektwoche waren 2018 München mit 10.125 Besuchern, gefolgt von Nürnberg (7.414), Dachau (3.765) Passau (3.759) und Ingolstadt (3.695).

Auftakt mit Abenteuern in Fürstenfeldbruck

Mit einer exklusiven Auftaktfeier wurde am 16. Juli im Scala – Kino & Lounge in Fürstenfeldbruck die 11. SchulKinoWoche unter dem Motto „Abenteuer Film – Filme lesen lernen“ eröffnet. Den Startschuss für die filmpädagogische Projektwoche voller cineastischer Entdeckungsreisen gab Kultusminister Bernd Sibler. An der Auftaktveranstaltung nahmen neben ISB-Direktorin Dr. Karin E. Oechslein und Elena Solte von VISION KINO als weitere Ehrengäste Jim Knopf-Produzent Christian Becker, Producerin Tina Kringer und der VFX (Visual Effects) Supervisor Jan Stoltz von TRIXTER teil. Im Zentrum der Eröffnung stand die aktuelle Literaturverfilmung von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Einzigartige Einblicke hinter die Kulissen des Eröffnungsfilms erhielten die rund 200 anwesenden Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Filmvorführung in drei spannenden KinoSeminaren und Workshops: Produzent Christian Becker und Producerin Tina Kringer beleuchteten den aufwendigen Entstehungsprozess eines Films. Was ein VFX-Supervisor macht und wie Visual Effects in einem Film eingesetzt werden, darüber referierte VFX Supervisor Jan Stoltz von TRIXTER. Selbst einmal vor der Kamera stehen durften die teilnehmenden jungen Filmlehrlinge des Greenscreen-Workshops der Bavaria Filmstadt. Am Beispiel der Filmfigur Nepomuk wurde anschaulich gezeigt, wie ein Greenscreen am Film-Set eingesetzt wird.

 

Die SchulKinoWochen Bayern – ein wichtiger Beitrag zur Film- und Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern

Die Förderung von Film- und Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation in einer zunehmend digitalisierten Welt hat stark an Bedeutung gewonnen. Medienbildung ist als fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel fest im bayerischen Lehrplan verankert. Die großangelegte Filmbildungsinitiative, die ganz auf den Bedarf der Schulen ausgerichtet ist, unterstützt dabei maßgeblich und überzeugt mit einem umfassenden Angebot bestehend aus lehrplanrelevanten Filmen, vertiefenden KinoSeminaren, didaktischen Begleitmaterialien und Lehrerfortbildungen. Die seit Jahren steigende Besucherresonanz beweist, dass das medienpädagogische Gesamtkonzept der SchulKinoWoche Bayern eine nachhaltige Erfolgsgeschichte im Bereich Filmbildung ist.

 

Über die SchulKinoWochen

Die SchulKinoWochen sind ein bundesweites Filmbildungsangebot von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz. VISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der „Kino macht Schule“ GbR, bestehend aus dem Verband der Filmverleiher e. V., dem HDF Kino e. V., der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e. V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e. V. Die Schirmherrschaft über VISION KINO hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.

Die SchulKinoWoche Bayern ist ein Projekt von VISION KINO, koordiniert und durchgeführt vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

Das Kultusministerium unterstützt die SchulKinoWoche als Bildungsmaßnahme zur Förderung von Film- und Medienkompetenz. Es begrüßt die Teilnahme der bayerischen Schulen und erkennt den Besuch der Filmvorstellungen als Unterrichtszeit an.


www.schulkinowoche.bayern.de  /  www.visionkino.de


Pressekontakt: Andrea Ungereit-Hantl – SchulKinoWoche Bayern 2018 – c/o Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) – Telefon 089-45226392 – Mobil: 0172-8965148 – skw.presse@isb.bayern.de

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