Pressemitteilung Nr. 091 vom 19.06.2018 "Wir investieren in die Zukunft unserer Kinder – auf Basis eines breiten Konsenses und mit Hilfe enormer Investitionen auch in das Erfolgsmodell der beruflichen Bildung" - Kultusminister Bernd Sibler zu aktuellen Hinweisen zu Bildungsinvestitionen

MÜNCHEN. „Die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen liegt in unseren Händen. Mit dieser Aufgabe gehen wir verantwortungsvoll und überlegt um. Wir setzen dabei auf den Dialog mit allen am Schulleben beteiligten Verbänden, mit Schülerinnen und Schülern, mit Lehrerinnen und Lehrern, mit Eltern und Erziehungsberechtigten. Gemeinsam arbeiten wir an der Zukunftsgestaltung unseres Schulwesens“, betont Kultusminister Bernd Sibler heute mit Blick auf Vorschläge für Investitionen in die Bildung.

Minister Sibler spricht von guten Rahmenbedingungen, um die bereits seit Längerem identifizierten Themen wie individuelle Förderung, Unterstützung der Lehrkräfte, Ausbau der Durchlässigkeit oder Digitalisierung weiter voranzubringen. „Wir investieren massiv in die Zukunft unserer Kinder – auf Basis eines breiten Konsenses und mit Hilfe enormer Investitionen. Von einem bereits hohen Niveau aus können wir mit Hilfe unseres Bayerischen Bildungspakets, dem Masterplan Bayern Digital II und den Investitionen aus dem zweiten Nachtragshaushalt 2018 neue Initiativen auf den Weg bringen und bestehende Maßnahmen ausweiten“, so der Minister. Ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag für die Digitalisierung an Bayerns Schulen, 2.000 zusätzliche Lehrerstellen aus dem Bildungspaket und nochmals 2.000 aus der Bildungsoffensive Plus, 500 zusätzliche Schulpsychologen und Schulsozialpädagogen, über 66 Millionen für die „Zukunftsinitiative Berufliche Bildung“ oder die fünf neuen Lehrstühle für die Sonderpädagogik sind einige Beispiele, wie Bayern seinen Investitionsschwerpunkt in die Bildung ausgestaltet.

Rahmenbedingungen für das bayerische Erfolgsmodell der dualen beruflichen Bildung kontinuierlich verbessern

Ein Erfolgsmodell sind für Minister Sibler die beruflichen Schulen: „Die duale Berufsausbildung findet weit über die Grenzen Bayerns hohe Anerkennung. Junge Menschen werden an unseren Berufsschulen begleitend zur Ausbildung im Betrieb fundiert und praxisnah auf ihren künftigen Beruf vorbereitet. Wir schaffen dafür mit der Zukunftsinitiative ‚Berufliche Bildung’ noch bessere Rahmenbedingungen.“ In deren Rahmen stellt der Freistaat rund 66 Millionen Euro für die beruflichen Schulen bereit. Diese Mittel werden eingesetzt, um Aus- und Weiterbildungseinrichtungen in Bayern, Exzellenzzentren der beruflichen Bildung im Bereich „Industrie 4.0“ sowie 100 zusätzliche Stellen in den Jahren 2018 und 2019 für Berufsschulen sowie Fachober- und Berufsoberschulen zu schaffen. Auch eine Erhöhung des Meisterbonus auf durchschnittlich 1.500 Euro ist darin enthalten.

Zudem setzt das Kultusministerium auf eine umfassende Beratung der Schülerinnen und Schüler bei der Berufswahl, u.a. auch über die gemeinsame Initiative „Bildungsketten“ von Bund, Ländern und Bundesagentur für Arbeit. Kultusminister Bernd Sibler betonte: „Grundlegend für eine erfolgreiche Berufsausbildung ist auch die Begleitung unserer Schülerinnen und Schüler bei der Berufsfindung. Die berufliche Orientierung hat an allen weiterführenden Schulen einen hohen Stellenwert und ist dort fest verankert.“ Dennoch müsse Auszubildenden zugestanden werden, einen neuen Weg zu gehen, wenn sie während der Berufsausbildung erkennen, dass sie ihre Begabungen und Interessen in einen anderen Beruf noch besser einbringen können. Dass eine Ausbildung abgebrochen wird, bedeutet in vielen Fällen kein Scheitern, sondern dass der Ausbildungsbetrieb oder das Berufsfeld gewechselt wird und eine Ausbildung anschließend erfolgreich beendet wird.

Bildungsmonitor bestätigt: Bayern ganz vorne bei Erfolgsquote der Berufsschüler

„2017 hat der Bildungsmonitor bestätigt: Bayern ist bei der Erfolgsquote der Berufsschülerinnen und Berufsschüler im Vergleich der Länder ganz vorne. Fest steht aber auch: Jeder Ausbildungsabbruch ist einer zu viel. Daher investieren wir auch weiterhin massiv in die berufliche Bildung und schaffen so hervorragende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft unserer jungen Menschen“, so der Minister.

 

Kathrin Gallitz, Pressesprecherin, 089 - 2186 2057

Julia Graf, Stellv. Pressesprecherin, 089 - 2186 2621

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