Pressemitteilung Nr. 062 vom 18.05.2018 "Übertrittsverhalten stabil: Alle weiterführenden Schularten haben ihren besonderen Wert" - Bayerns Kultusminister Bernd Sibler informiert über Ergebnis der Anmeldungen von rund 109.000 Grundschülern

MÜNCHEN. „Auch heuer sind die Anmeldungen an den weiterführenden Schularten für die fünfte Jahrgangsstufe keine Überraschung: Das Übertrittsverhalten unserer Schülerinnen und Schüler ist erfreulich stabil“, informiert Bayerns Kultusminister Bernd Sibler heute über das vorläufige Ergebnis. Die Eltern von rund 109.000 Grundschülerinnen und -schülern in Bayern waren in den vergangenen Wochen aufgerufen, ihre Kinder an einer weiterführenden Schule anzumelden. „Ich freue mich über dieses Ergebnis, das das Vertrauen in unsere verschiedenen Schularten spiegelt. Hier zeigt sich einmal mehr: Alle weiterführenden Schularten haben für sich ihren besonderen Wert und zeichnen sich durch ihre Schwerpunktsetzungen aus“, so der Minister.

Die Übertrittsquoten haben sich in den vergangenen Jahren auf einem stabilen Niveau eingependelt. Stand heute werden bayernweit im kommenden Schuljahr voraussichtlich

- etwa 30 Prozent die Mittelschule

- gut 28 Prozent die Realschule und

- 40 Prozent das Gymnasium

besuchen. Regionale und lokale Abweichungen von diesen Quoten sind aufgrund verschiedener Bedingungen vor Ort wie der Einrichtung besonderer Angebote o.ä. möglich.

„Jeder Abschluss bietet einen Anschluss“

Die unterschiedlichen weiterführenden Schularten ermöglichen den Familien, ein Angebot nach den Begabungen und Interessen des Kindes auszuwählen. Die Anmeldung an einer Schulart ist dabei nur eine erste Entscheidung im Bildungsweg. „Wir haben in den vergangenen Jahren massiv an der Durchlässigkeit des bayerischen Schulwesens gearbeitet und können sagen: Jeder Abschluss bietet einen Anschluss! Die Wege zu einem erfolgreichen Abschluss der Schullaufbahn sind vielfältig und bauen aufeinander auf“, betont Minister Sibler. Mit dem Vorurteil, dass die erste Schulwahl endgültig über den weiteren Bildungsweg entscheidet, möchte er aufräumen.

Die Abschlüsse der verschiedenen Schularten sind eine wichtige Grundlage für den weiteren schulischen Weg, für eine anschließende Berufsausbildung bzw. ein Fach- oder Hochschulstudium. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, an der Mittelschule den erfolgreichen und den qualifizierenden Mittelschulabschluss sowie einen mittleren Bildungsabschluss zu erreichen, der wiederum weitere Anschlussmöglichkeiten bis zur Hochschulreife eröffnet. „Unseren Absolventinnen und Absolventen stehen vielfältige Möglichkeiten für ihren weiteren Weg offen: Sie sind zum Beispiel in der freien Wirtschaft sehr begehrt!“ Sibler weist zudem darauf hin, dass sich diese vielfältigen Optionen auch darin niederschlagen, dass inzwischen über 40 Prozent aller Hochschulzugangsberechtigungen in Bayern über den Weg der beruflichen Bildung erworben werden. „Berufliche und akademische Bildung sind gleichwertig und gleich wertvoll. Unser mehrgliedriges Schulsystem eröffnet alle Möglichkeiten!“, so der Minister.

Kathrin Gallitz, Pressesprecherin, 089 - 2186 2057

 

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