Pressemitteilung Nr. 013 vom 18.04.2018 Bayerns Wissenschaftsministerin Prof. Marion Kiechle stellt Ergebnisse des Evaluierungsberichts zu Befristungen und Förderung von Karriereperspektiven an Hochschulen in Bayern vor

„Die Situation für wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter an bayerischen Hochschulen hat sich seit 2015 spürbar verbessert“

MÜNCHEN. „Die Situation für befristet beschäftigte wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Hochschulen in Bayern hat sich seit 2015 spürbar verbessert“, so Bayerns Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Marion Kiechle heute mit Blick auf die Ergebnisse eines aktuellen Evaluierungsberichts. Vor drei Jahren hatten sich auf Initiative des Bayerischen Wissenschaftsministeriums die staatlichen bayerischen Hochschulen auf Grundsätze verständigt, die bessere Arbeitsbedingungen und klarere Perspektiven für viele Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an Bayerns Hochschulen ermöglichen sollten.

„Ziel der Übereinkunft der Hochschulen“, so Ministerin Kiechle, „sind Arbeitsbedingungen, die den Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern Perspektiven aufzeigen, den Erfordernissen der Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen dienen sowie Forschung und Lehre sichern. Wir wollen den wissenschaftlichen Nachwuchs, aus dem die künftige Wissenschaftselite erwachsen wird, adäquat fördern.“

Der Evaluierungsbericht weist deutliche Verbesserungen aus, z. B.:

  • Die Grundsatzvereinbarung hat zu einer starken Reduzierung der Kurzbefristungen und hin zu längeren Vertragslaufzeiten geführt:

    • Die Zahl der Erstbefristungen zur wissenschaftlichen Qualifizierung mit einer Laufzeit von 12 bis 36 Monaten ist spürbar gestiegen: von 66 Prozent (2015) auf knapp 80 Prozent (2017).

    • Die Zahl der Qualifizierungsbefristungen von unter einem Jahr ist um mehr als ein Drittel zurückgegangen: von über 33 Prozent auf rund 20 Prozent.

    • Die Zahl der Drittmittelbefristungen mit einer Vertragslaufzeit von mehr als 12 Monaten ist deutlich gestiegen: von annähernd 50 Prozent auf über 62 Prozent.

  • 97 Prozent der Qualifizierungsbefristungen, also fast alle, sehen einen Beschäftigungsumfang von 50 Prozent oder mehr vor.

Ministerin Kiechle: „Ich freue mich sehr über dieses große Engagement der bayerischen Hochschulen für die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Klarere Perspektiven und faire Arbeitsbedingungen sind Motivation und Nährboden für erfolgreichen wissenschaftlichen Nachwuchs – für Gestalterinnen und Gestalter der Zukunft in Bayern und weit darüber hinaus. Deswegen müssen wir den Trend, den die Evaluierung belegt, konsequent weiterverfolgen."

 

Betreuungsvereinbarung und angepasste Beschäftigungsdauern

Die „Grundsätze der staatlichen bayerischen Hochschulen zum Umgang mit Befristungen nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz und zur Förderung von Karriereperspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ beinhalten u. a.:

  • die Ausrichtung der Gesamtbeschäftigungsdauer von jungen Menschen, die sich wissenschaftlich qualifizieren, am üblichen Zeitrahmen der entsprechenden Qualifikation, z. B. für eine Promotion 2 bis 4 Jahre oder eine Habilitation 4 bis 6 Jahre,

  • die Mindestbefristung bei einer Erstbeschäftigung von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Regelfall von einem Jahr,

  • eine Betreuungsvereinbarung zum Qualifikationsziel und der dafür notwendigen Arbeitszeit,

  • in der Regel mindestens eine Halbtagsbeschäftigung für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich weiterqualifizieren – so sind diese besser finanziell abgesichert,

  • eine Anpassung der Beschäftigungsdauer wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Drittmittelprojekten in der Regel an die Projektlaufzeit,

  • Unterstützungs- und Beratungsangebote für werdende Eltern bei Unterbrechungen ihrer Qualifikationsphase,

  • Beratungs- und Infoangebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

     

    Carolin Völk, Tel. 089-21862526                    Dr. Ludwig Unger, Tel. 089-21862105

 

******************************************************
Bayerisches Staatsministerium

für Wissenschaft und Kunst

Pressestelle

Salvatorstr. 2 - 80333 München

Tel: 089 2186 2681

Fax: 089 2186 2881

E-Mail: presse@stmbw.bayern.de

Internet: www.stmwk.bayern.de

 

Vorlese-Funktion

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden.
Mehr Informationen und eine Möglichkeit zur Deaktivierung der Webanalyse finden Sie hier.