Pressemitteilung Nr. 091 vom 14.03.2018 Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle trifft seinen österreichischen Amtskollegen Dr. Heinz Faßmann

"Wir wollen unsere Zusammenarbeit bei der Gedenkstättenpädagogik ausweiten" – Memorandum geplant

WIEN. Über die Vertiefung des europäischen Gedankens durch den Austausch von Schülern und Studierenden innerhalb Europas sowie über die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Österreich in der Gedenkstättenpädagogik sprach Bayerns Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle mit seinem österreichischen Amtskollegen Dr. Heinz Faßmann in Wien.

„Wir wollen die Zusammenarbeit bei der Gedenkstättenpädagogik ausweiten“, so Minister Spaenle. Hier könne man von den Erfahrungen der KZ-Gedenkstättenarbeit in Flossenbürg und in Mauthausen gegenseitig lernen. Arbeit und Leben in beiden war geprägt von den Qualen im Steinbruch. „In beiden Konzentrationslagern mussten die Häftlinge unter unmenschlichsten Bedingungen Granit abbauen und wurden ihrer Menschenwürde beraubt. Das ,Nie wieder‘ bleibt unser Auftrag“, so Minister Spaenle. „Ich habe meinem Amtskollegen den Vorschlag gemacht, ein Memorandum of Understanding auszuarbeiten und zu vereinbaren.“

Minister Spaenle legt in KZ-Gedenkstätte Mauthausen Kranz nieder

Spaenle besuchte bei der Reise auch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Anlass war die Gründung der beiden Konzentrationslager Flossenbürg und Mauthausen vor 80 Jahren, im Jahr 1938. In Mauthausen legte er vor dem Denkmal der Bundesrepublik Deutschland einen Kranz im Gedenken an die Opfer der NS-Herrschaft nieder.

Begegnung der jungen Menschen in Europa fördern

Das Erasmus-Programm biete für die persönliche Begegnung von jungen Menschen über die Ländergrenzen hinweg vielfältige attraktive Optionen und müsse weiter gestärkt werden, so Minister Spaenle. Auch der österreichische Bildungsminister Faßmann sprach sich für eine Stärkung von Erasmus aus – Österreich hat im zweiten Halbjahr 2018 die EU-Ratspräsidentschaft inne.

Für Spaenle und Faßmann sind bestimmte Überlegungen der Europäischen Kommission zu „Europäischen Universitäten“ sowie zu den geplanten Verpflichtungen von zwei Fremdsprachen an Schulen unakzeptabel.

Dr. Ludwig Unger, Leiter der Pressestelle, Tel. 089 2186 2105

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