Pressemitteilung Nr. 041 vom 02.02.2018 Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler zum eingereichten Antrag auf Erweiterung der Welterbestätte "Grenzen des römischen Reichs" um den Donau-Limes

"Besondere Chance, eine international angesehene und begehrte Auszeichnung für die Donau-Region zu gewinnen": Weiterer Schritt in Richtung Welterbe-Status getan

 

MÜNCHEN.  Fristgerecht zum 1. Februar 2018 wurde der 2.500 Seiten starke Antrag auf Nominierung des länderübergreifenden Donaulimes als UNESCO-Welterbe bei der UNESCO in Paris eingereicht. Dies gab Kunststaatssekretär Bernd Sibler heute in München bekannt. Damit ist auch für den „Donaulimes in Bayern“ ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Welterbe-Status getan. „Gemeinsam mit Österreich, der Slowakei und Ungarn streben wir eine Erweiterung der Welterbestätte ‚Grenzen des römischen Reichs‘ um den Donau-Limes an“, erklärte Bernd Sibler. „Für mich liegt in der Bewerbung um den UNESCO-Welterbe-Status eine besondere Chance, eine international angesehene und begehrte Auszeichnung für die Donau-Region zu gewinnen. Der Donau-Limes wäre bei einer erfolgreichen Nominierung die erste Welterbestätte, die überwiegend in Niederbayern liegt. Angesichts der überaus reichen Geschichte Niederbayerns ist mir die Eintragung ein besonderes Anliegen.“

Um die Erweiterung der transnationalen Welterbestätte „Grenzen des römischen Reichs“ bewerben sich Deutschland bzw. Bayern, Österreich, Slowakei und Ungarn gemeinsam. In den kommenden Monaten wird der Antrag im Welterbezentrum in Paris und durch das „International Council of Monuments and Sites“ als Gutachtervereinigung inhaltlich geprüft. Mit einer Entscheidung, ob der Donau-Limes als UNESCO-Welterbe anerkannt wird, kann im nächsten Jahr gerechnet werden.

Der zur Eintragung vorgelegte Abschnitt des Donau-Limes erstreckt sich in Bayern von Eining im Landkreis Kelheim über Regensburg und Straubing bis nach Passau und führt dann weiter über Österreich und die Slowakei bis nach Ungarn. In Deutschland ist der Obergermanisch-Raetische Limes von Rheinbrohl in Rheinland-Pfalz über Baden-Württemberg bis kurz vor Regensburg bei Hienheim an der Donau zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt worden. Gemeinsam mit dem Hadrians- und dem Antoniuswall in Großbritannien bilden bisher diese Limes-Abschnitte die Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reichs“.

Enge Kooperation mit Österreich

Die erfolgreich abgeschlossene, gemeinsame Bewerbung um den Welterbe-Status war auch Gegenstand eines intensiven Austauschgesprächs mit dem oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer, den Staatssekretär Sibler heute in Linz getroffen hat. „Bayern und Österreich arbeiten seit Langem gemeinsam erfolgreich an Zukunftsthemen aus Wissenschaft und Kultur. Daher freue ich mich sehr, dass wir heute konkrete Themen im oberösterreichisch-niederbayerischen Grenzraum besprechen konnten. Ein besonderes Anliegen ist es mir, gemeinsam Strukturpolitik zu betreiben, um den ländlichen Raum zu stärken.“ Themen waren neben dem Donau-Limes Kooperationen im Hochschulbereich, in der Medizinforschung und dem Rettungswesen sowie in Kunst und Kultur.

 

Kathrin Gallitz, Stellv. Pressesprecherin, Tel. 089 2186 2057

 

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