Pressemitteilung Nr. 353 vom 15.09.2017 Ergebnisse des Monitors Digitale Bildung bilden Realität an Bayerns Schulen nicht ab - Digitalisierung wird nachhaltig und mit Augenmaß vorangebracht

MÜNCHEN. Der Freistaat Bayern hat mit dem Konzept des Kultusministeriums „Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur“ eine umfassende Strategie entwickelt, die auch mit dem „Masterplan BAYERN DIGITAL II“ konsequent umgesetzt wird. Die im heute von der Bertelsmann-Stiftung vorgestellten „Monitor Digitale Bildung“ enthaltene Behauptung, es gebe keine Strategie, trifft für Bayern nicht zu. Die im Monitor veröffentlichten Aussagen bilden die Realität an Bayerns Schulen nicht ab. Die offenbar punktuell durchgeführte Umfrage lässt einen umfassenden Blick unter Bezugnahme auf den aktuellen Stand der Fortschritte bei der Digitalisierung in den einzelnen Bundesländern vermissen. Es ist zu betonen: Die Digitalisierung wird an Bayerns Schulen nachhaltig und mit Augenmaß vorangebracht:

1. Wie bereits der „Länderindikator 2016“ der Deutschen Telekom Stiftung gezeigt hat, gibt es große Unterschiede bei der Digitalen Bildung an Schulen zwischen den einzelnen Bundesländern. Laut der Studie der Telekom Stiftung etwa liegt Bayern bei der Zufriedenheit der Lehrkräfte deutschlandweit in der Spitzengruppe, in der knapp zwei Drittel der befragten Lehrkräfte ihrer Schule eine ausreichende IT-Ausstattung bescheinigen.

2. Im Rahmen der Zukunftsstrategie des Bildungs- und Wissenschaftsministeriums „Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur“ steht nicht die Technik, sondern der Mensch im Mittelpunkt. Medienbildung ist als fächerübergreifendes Bildungsziel in den Lehrplänen aller Schularten verankert. Die jungen Menschen sollen an einen verantwortungsvollen, sinnvollen und reflektierten Umgang mit Medien herangeführt werden. Digitalisierung wird darin als Werkzeug und Gegenstand im Bildungsprozess der Schulen dargestellt und Hilfestellungen vermittelt.

3. Die Lehrkräfte und Schulleitungen an den bayerischen Schulen stellen sich den Herausforderungen der Digitalisierung aktiv. Sowohl im Studium wie auch im zweijährigen Vorbereitungsdienst werden angehende Lehrkräfte in einer qualitativ hochwertigen Lehramtsausbildung, die auf eine ausgewogene Methodenvielfalt Wert legt und mit den technischen Entwicklungen Schritt hält, auf eine erfolgreiche Praxis im Schulalltag vorbereitet. Darüber hinaus stehen den Lehrkräften in Bayern u. a. Fortbildungsangebote der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen zur Verfügung.

4. Bereits im Frühjahr hat die bayerische Staatsregierung mit der Ankündigung der Maßnahmen aus dem Masterplan BAYERN DIGITAL II umfassende Schritte eingeleitet, um die Rahmenbedingungen für die Digitale Bildung an den Schulen zu optimieren, zeitgemäße Inhalte und Werkzeuge bereitzustellen, die Digitale Bildung fest in die Schul- und Unterrichtsentwicklung einzubinden und die Kompetenzsicherung der Lehrkräfte dauerhaft zu garantieren. Bereits im aktuellen Schuljahr stärkt der Freistaat Bayern die schulische Systembetreuung durch zusätzliche Ressourcen.

5. Das Kultusministerium hat alle Schulen im Freistaat Bayern dazu aufgefordert, umfassende Medienkonzepte, die u. a. die Entwicklung von Mediencurricula sowie schulspezifische Ausstattungs- und Fortbildungspläne einschließen, zu erstellen. Zur Unterstützung werden den Schulen praxisnahe Materialien und ein bayernweites Netzwerk aus Experten zur Schulentwicklung und Medienpädagogik beratend beiseite gestellt.

6. In Bayern steht mit „mebis – Landesmedienzentrum Bayern“ ein zentrales Angebot zur Gestaltung digital gestützter Lehr- und Lernprozesse zur Verfügung. Eine große Auswahl an digitalen Unterrichtsmaterialien, wie etwa professionelle Unterrichtsfilme und Schulfernsehsendungen, können von Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern kostenfrei und urheberrechtlich unbedenklich genutzt werden. Mebis bietet neben der Online-Mediathek auch eine Lernplattform, mit der virtuelle Klassenräume eingerichtet werden können.

Andreas Ofenbeck, Sprecher, 089 2186-2108

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