Pressemitteilung Nr. 255 vom 05.07.2017 Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle gibt Preisträger des "Bayerischen Kunstförderpreises 2017" in der Sparte "Musik" bekannt - "Große Wertschätzung des herausragenden künstlerischen Schaffens junger Talente"

MÜNCHEN. Den Bayerischen Kunstförderpreis 2017 in der Sparte „Musik“ erhalten in diesem Jahr die Schlagzeugerin Vivi Vassileva, die Jazzgruppe Ensemble 11, der Gitarrist Johannes Öllinger sowie der Jazzsaxophonist Moritz Stahl. Das gab Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle heute in München bekannt. Die Auswahl war durch eine Fachjury vorbereitet worden. Minister Spaenle betonte: „Der Bayerische Kunstförderpreis bringt die große Wertschätzung des herausragenden künstlerischen Schaffens junger Talente zum Ausdruck. Gleichzeitig soll er diesen für ihre zukünftige Arbeit hilfreich sein. In diesem Jahr überzeugten insbesondere die starken Beiträge beeindruckender Musikerinnen und Musiker die Jury. Das Repertoire der Preisträgerinnen und Preisträger reicht von Jazz über Percussion bis hin zu Kammermusik. Die Ausgezeichneten verfügen über bemerkenswerte Talente. Sie alle stehen für Kreativität, Vielseitigkeit und hohen künstlerischen Anspruch. Schon jetzt bereichern sie die Musikszene in Bayern in beachtlicher Weise. Sicherlich werden sie ihren eingeschlagenen Weg auch in Zukunft erfolgreich weitergehen.“

 

Der Freistaat Bayern verleiht in jedem Jahr bis zu 16 Kunstförderpreise an Nachwuchskünstler, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, über außergewöhnliche Begabung verfügen und hervorragende Leistungen vorweisen können. Die Preise sind für Einzelkünstler mit je 6.000 Euro dotiert, für Ensembles mit 10.000 Euro. Die Preisverleihung der diesjährigen „Bayerischen Kunstförderpreise“ findet im November 2017 in München statt.

 

Informationen zu den einzelnen Preisträgerinnen und Preisträgern der Sparte „Musik“ für den „Bayerischen Kunstförderpreis 2017“:

 

Viva Vassileva

Die aus Hof stammende Vivi Vassileva hatte bereits im Alter von 13 Jahren ihr Debut mit Orchester. Die Schlagzeugerin studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Dr. Dr. Peter Sadlo. 2015 gründete sie mit vier weiteren Percussionisten das „Vivi Vassileva Quintett“. Zahlreiche Preise bei renommierten Wettbewerben belegen laut Jury die außergewöhnliche Qualität ihres Könnens. Neben ihrer brillanten Technik und ihrer atemberaubenden Virtuosität würdigt die Jury ihre Musikalität in Kombination mit poetischem Ausdruck. Sie sei eine kreative, vielseitige junge Künstlerin mit einer herausragenden Bühnenpräsenz.

 

Ensemble 11

Das Ensemble 11 wurde 2015 von der Jazzmusikerin Rebecca Trescher gegründet. Als dessen Leiterin komponiere sie für das
Ensemble Stücke, die eine bestehende Balance zwischen musikalischem Abenteuer und elegantem Wohlklang aufweisen, so das Urteil der Jury. Darüber hinaus würden die Kompositionen die persönlichen Stärken der beteiligten Musiker geschickt nutzen. Die Jury hebt hervor, dass die Besetzung des Ensembles in keiner Weise den bewährten Ensemble-Bausätzen jazzkompositorischer Ambitionen folge. Dies sei die Grundlage für eine frisch anmutende Symbiose aus Jazz und zeitgenössischer E-Musik. Die künstlerische Qualität des Ensembles zeige sich laut Jury sowohl in den Einzelmusikern als auch insbesondere in der Arbeit der Bandleaderin.

 

Johannes Öllinger

Der gebürtige Gräfelfinger Johannes Öllinger wurde im Jahr 2000 mit dem 1. Bundespreis bei „Jugend musiziert“ ausgezeichnet. Er studierte in Berlin und Würzburg Gitarre. Die Jury lobt, dass er als Solist wie als Kammermusiker in den unterschiedlichsten Kontexten mit instrumentaler und musikalischer Qualität überzeuge. Der Musiker besteche durch die Vielseitigkeit seines Repertoires, das von alter Musik über klassische Gitarrenstücke bis zu aktuellen Erscheinungsformen mit Elektronik, Elektrogitarre und performativen Elementen reicht.

 

Moritz Stahl

Der in Augsburg geborene Moritz Stahl gehörte hochkarätigen Ensembles wie dem Landesjugendjazzorchester Bayern oder dem Bundesjugendjazzorchester an. Während seines Studiums an der Hochschule für Musik und Theater München habe er sich als fester Bestandteil der Münchner Jazzszene etabliert, so die Jury. Bereits heute sei er eine eigenständige Stimme in der Tradition der großen Tenorsaxophonisten. Sein Balladenspiel mit klanglichen und dynamischen Nuancen, differenziertem Vibrato, melodischem Erfindungsreichtum und Mut zur Reduktion ist für die Jury meisterlich.

 

Julia Graf, Sprecherin, 089 2186 2621

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