Pressemitteilung Nr. 417 vom 09.11.2016 Über 355.000 Euro für Projekt der Universität Bayreuth zur optimierten Entwicklung von Leichtbaustrukturen

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle gibt Fördersumme aus Europäischem Strukturfonds bekannt
„Aus Kooperation zwischen Hochschule und Unternehmen entstehen wertvolle Synergieeffekte“


MÜNCHEN. „Der Einsatz neuartiger digitaler Technologien eröffnet Unternehmen vielzählige Möglichkeiten, um die Entwicklung neuer Produkte zu optimieren. Neben einer hohen Qualität der eingesetzten Rohstoffe und des Endprodukts spielt hierbei auch eine umweltbewusste Produktionsweise eine wichtige Rolle. Spezielle Softwareprogramme erleichtern es, diese Faktoren bei der Produktentwicklung miteinzubeziehen. Die Universität Bayreuth entwickelt für regionale Unternehmen eine entsprechende Software und unterstützt sie bei deren Nutzung. Kleinen und mittelständischen Unternehmen wird so der Zugang zu moderner Technik eröffnet. Das Bayerische Wissenschaftsministerium fördert dieses Projekt mit über 355.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“, gab Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle heute in München bekannt. „Aus der Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft entstehen wertvolle Synergieeffekte, von denen neben den unmittelbar Beteiligten die gesamte Region profitiert. Das stärkt sie nachhaltig und hilft, die Zukunft dieses Industriestandorts zu sichern.“

Der Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD (LSCAD) der Universität Bayreuth entwickelt im Rahmen des Projekts „Optimale One Click Entwicklung – Einsatz von bionischen Optimierungsprogrammen für nachhaltiges Wachstum von KMU (OptiOnEn)“ eine Software, die es möglich macht, Leichtbaustrukturen automatisch zu generieren. Das Programm entsteht in enger Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen. Es unterstützt sie dabei, qualitätsvolle Produkte in kürzerer Zeit zu entwickeln. Weiterbildungsangebote für Unternehmen sollen die Anwendung der Software erleichtern. Das Kompetenznetzwerk „Topologieoptimierung“ des LSCAD fördert darüber hinaus den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft. Auf einer Online-Plattform werden die Projektergebnisse den Unternehmen zugänglich gemacht.

48 Millionen Euro für Technologietransfer zwischen Hochschulen und mittelständischen Unternehmen

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden dem Wissenschaftsministerium im Zeitraum von 2014 bis 2020 Mittel in Höhe von 48 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Es fördert damit Projekte, die Hochschulen gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region realisieren. Ziel ist es, den Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu verbessern und die Innovationsfähigkeit regionaler Unternehmen zu stärken.

Julia Graf, Sprecherin, 089 – 2186 2621

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