Pressemitteilung Nr. 162 vom 04.05.2016 Spaenle und Scharf: Bestnote für Verbraucherbildung in bayerischen Realschulen - Netzwerk Finanzkompetenz zeichnet Wahlfach "Verbraucherprofi" aus

MÜNCHEN. Verbraucherbildung in der Schule macht junge Menschen fit für den Alltag. Deshalb haben das Bayerische Kultusministerium und das Bayerische Verbraucherschutzministerium vor zweieinhalb Jahren das Pilotprojekt „Verbraucherprofi“ – ein freiwilliges Wahlfach an bayerischen Realschulen – gestartet. Jetzt ist das Projekt mit dem „Finken 2016“ prämiert worden, einer Auszeichnung des bundesweit anerkannten Präventionsnetzwerks „Finanzkompetenz e.V.“.

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle betonte: „Die Themen Alltagskompetenzen und Lebensökonomie sind an bayerischen Schulen verpflichtender Unterrichtsgegenstand, und zwar schulart- und fächerübergreifend. Es ist ein zentrales Bildungsziel der bayerischen Realschule, jungen Menschen das Rüstzeug an die Hand zu geben, mit dem sie die Folgen ihres Verhaltens als Verbraucher abschätzen und dieses in sinnvoller Weise anpassen können. Das ist auch entsprechend fest im Lehrplan verankert. Das Wahlfach Verbraucherprofi stellt ein ergänzendes Angebot für interessierte Schülerinnen und Schüler dar. Sie können sich hier freiwillig zusätzlich qualifizieren. Die erworbenen Kompetenzen helfen den jungen Menschen, am Marktgeschehen als aufgeklärte Verbraucher teilzuhaben, indem sie wichtige Entscheidungen zu Finanzen, Medien, Konsum sowie Ernährung und Gesundheit reflektiert und bewusst treffen.“

Die Bayerische Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf sagte: „Das Wahlfach Verbraucherprofi liefert Handwerkszeug für einen kompetenten Umgang mit Medien, Geld, Konsum und Ernährung. Von dem erworbenen Wissen können die Jugendlichen ihr Leben lang profitieren. Die Auszeichnung durch das Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz ist eine schöne Anerkennung unserer erfolgreichen Verbraucher- und Bildungspolitik. Es freut mich sehr, dass unser innovatives Pilotprojekt nicht nur bei Schülern gut ankommt, sondern auch bei Fachleuten.“

Seit dem Schuljahr 2014/15 gibt es das freiwillige Wahlfach „Verbraucherprofi“ für Realschüler ab der 7. Klasse regulär. Das einstündige Fach vertieft Alltagsthemen wie Finanzen, Medien sowie Ernährung und Gesundheit anschaulich und lebendig. Die Schüler lernen, sich im Konsumalltag gut zurechtzufinden. So werden bewusste Entscheidungen etwa für ein Computerspiel-Abo oder einen neuen Handyvertrag erst möglich.

Scharf: „Das Wahlfach bietet die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren. Schüler lernen im Unterricht, wie sie das günstigste Girokonto finden, welche Versicherungen sinnvoll sind und wie sie den Spielraum für Kredite ermitteln. So entwickeln sie sich zu echten Verbraucherprofis.“ Am Ende kann eine Prüfung abgelegt werden. Die Unterrichtsmaterialien wurden in einem zweijährigen Schulversuch an 18 Projektschulen erstellt und erprobt.

Die Auszeichnung „Finken 2016“ wurde im Rahmen der Finanzkompetenzbörse FinKom in Berlin vergeben. Veranstaltet wird die FinKom vom Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz e.V.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.verbraucherbildung.bayern.de und unter www.praeventionsnetzwerk-finanzkompetenz.de.
 

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