Pressemitteilung Nr. 115 vom 12.04.2016 Über 3 Millionen Euro von der EU für Forschungsprojekte an der Universität Würzburg

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle gibt Fördersummen aus europäischem Strukturfonds für drei Projekte der Alma Julia bekannt

MÜNCHEN. Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg erhält insgesamt über drei Millionen Euro an EU-Geldern für die regionale Entwicklung. Das gab Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle heute in München bekannt. Mit den Mitteln werden drei Projekte der Universität Würzburg gefördert, bei denen sie mit regionalen, kleinen und mittelständischen Unternehmen kooperiert. „Mithilfe der Fördergelder können universitäre Forschung und regionale Unternehmen besser vernetzt werden. Das stärkt die Wirtschaft in der Region Unterfranken. Neue Forschungsergebnisse werden in unmittelbarer Nähe zu den Unternehmen vor Ort erzielt. Diese profitieren damit von der Innovationskraft der Projekte“, so Minister Dr. Spaenle.

Mit dem Projekt „BIENEN-KOMPLEX“ sollen am Beispiel der Bienenhaltung u.a. neuartige Sensortypen und Methoden der Big-Data-Analyse entwickelt werden. Dafür werden dem Biozentrum der Universität Würzburg rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Der Entwicklung eines autonomen Sensoren-Netzwerks sowie einer sicheren Datenübertragung dient das Projekt „ASMET“. Die hier gewonnenen Ergebnisse sind u. a. bedeutend für automatische Produktionsabläufe oder die Gebäudeüberwachung. Der Lehrstuhl für Informatik VIII erhält für dieses Projekt rund 230.000 Euro.

Die Muskuloskelettale Forschung und Bewegungsforschung des Lehrstuhls für Orthopädie will neue Therapiestrategien sowie Hilfsmittel entwickeln, die ein gesundes Altern ermöglichen. Dazu zählen neben Rehabilitations- und Trainingskonzepten auch medikamentöse und multimodale Behandlungsmethoden. Das Projekt wird mit über 1,5 Millionen Euro gefördert.

48 Millionen Euro für den Technologietransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen

In der Förderperiode 2014 bis 2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stehen dem Wissenschaftsministerium rund 48 Millionen Euro zur Verfügung. Damit werden Projekte zum Technologietransfer zwischen Hochschulen und kleinen sowie mittleren Unternehmen gefördert. Ziel der Initiative ist es, Wissenschaft und Wirtschaft besser zu vernetzen. Im Rahmen der Förderung sollen Projekte von Hochschulen vor allem in strukturschwachen Gebieten unterstützt werden, in deren Mittelpunkt die Entwicklung branchenspezifischer Lösungen gemeinsam mit den Betrieben in der Region steht.

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zählt zu den Strukturfonds der Europäischen Union. EFRE-Maßnahmen sollen dazu beitragen, regionale Ungleichgewichte auszugleichen und so den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhang im Freistaat stärken.


Julia Graf, 089 2186 2621

 

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