Pressemitteilung Nr. 104 vom 07.04.2016 Bildungsminister Spaenle gratuliert Landessiegern des Wettbewerbs "Jugend forscht" - Bayern stellt bundesweit die meisten Teilnehmer

„Mit Kreativität und Innovation überzeugt“

MÜNCHEN. Heute wurden in München die bayerischen Landessieger der 51. Runde des Wettbewerbs „Jugend forscht“ für ihre Projekte und Erfindungen prämiert. Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle zeigte sich angesichts der pfiffigen Ideen der jungen Forschertalente beeindruckt: „Alle Achtung vor der überzeugenden Kreativität und Innovation, mit der die eigenen Ideen verwirklicht wurden und die sich in den ausgezeichneten Beiträgen zeigt. Nicht nur die naturwissenschaftliche Expertise bei der Umsetzung, sondern auch sprachliche Ausdrucksfähigkeit und sicheres Auftreten vor der Jury haben den Preisträgern zum Sieg verholfen. Unsere Schülerinnen und Schüler mussten ganz im Sinne des ganzheitlichen Bildungsziels in mehreren Kompetenzen glänzen, um beim Landeswettbewerb erfolgreich zu sein. Mein herzlicher Glückwunsch zu diesen Leistungen!“

Rund 2100 Teilnehmer aus Bayern - höchste Anmeldezahlen in Deutschland
Die Zahl der am bayerischen Landeswettbewerb „Jugend forscht / Schüler experimentieren“ eingereichten Einzel- oder Gruppenprojekte stieg 2016 auf rund 1200 Beiträge an. Bundesweit stammt jeder 6. angemeldete Teilnehmer aus dem Freistaat. Unter dem Motto „Neues kommt von Neugier“ arbeiteten rund 2100 bayerische Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende an ihren Projekten in einem der sieben Fachgebiete Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.

Hoher Stellenwert der MINT-Fächer an bayerischen Schulen trägt Früchte
Am Landesfinale von „Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre) nahmen 81 Regionalsiegerinnen und Regionalsieger teil, die ihre Forschungen vier Tage lang der Landesjury und interessierten Besuchern präsentierten. Die Verleihung der Preise an die Sieger fand heute unter Beisein von Wissenschaftsminister Dr. Spaenle im Verkehrszentrum des Deutschen Museums statt. „Auch in diesem Jahr kommen die meisten Teilnehmer an “Jugend forscht“ aus Bayern. Das zeigt das rege Interesse unserer Jugendlichen und jungen Erwachsenen, aber auch den Stellenwert von Naturwissenschaft und Technik an den bayerischen Schulen. Dort lernen die Schüler die Kompetenzen, die in unserer Gesellschaft und Wirtschaft gefragt sind: Lösungsorientiert an Problemstellungen heranzugehen, neue Ideen und Denkansätze zu entwickeln, ein Projekt unter wissenschaftlicher Herangehensweise durchzuführen und das Ergebnis anschließend in Wettbewerbsbedingungen präsentieren zu können. Der Wettbewerb „Jugend forscht“ leistet hierbei seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag.  Mein Dank gilt auch den Lehrkräften und Eltern, die die Jungforscher beraten und unterstützt haben“, sagte Bildungsminister Spaenle im Rahmen der Preisverleihung. Für das beste interdisziplinäre Projekt überreichte Dr. Spaenle den Sonderpreis des Bayerischen Staatsministers für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst persönlich an die Landessieger.

Die Landessieger „Jugend forscht“ 2016:

Arbeitswelt:
Projekt: MeasureSaw
Schüler: Johannes Meier
Ausbildungsbetrieb: Pfleiderer Neumarkt GmbH

Biologie:
Projekt: Der Blutzucker im Laufe des Zyklus
Schülerinnen: Sara-Luisa Reh, Anja-Sophia Reh
Schule: Gymnasium Maria Stern des Schulwerks der Diözese Augsburg

Chemie:
Projekt: Gewinnung eines Blütenöls von Impatiens glandulifera und Identifikation der Inhaltsstoffe
Schüler: Michael Eibl, Sandra Krogner
Schule: Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld

Projekt: Rückgewinnung der Reinmetalle aus Computer- und Elektronikschrott
Schüler: Alexander Gottschick
Schule: Ohm-Gymnasium Erlangen

Geo- und Raumwissenschaften:
Projekt: Potential und Grenzen intelligenter Flutpoldersteuerung
Schüler: Paul Lepschy
Schule: Gymnasium Leopoldinum Passau

Mathematik/Informatik:
Projekt: Flugdrohnenabwehr: Erfassung, Tracking und Klassifizierung von Flugkörpern
Schüler: Tassilo Schwarz
Schule: Johannes-Heidenhain-Gymnasium Traunreut

Physik:
Projekt: Geschüttelt, nicht gerührt – Granulat komplett dicht
Schülerin: Ann-Kathrin Raab
Schule: Ignaz-Günther-Gymnasium Rosenheim

Projekt: Physikalische Analyse einer Wasserfontäne
Schülerin: Carina Kanitz
Schule: Emil-von-Behring-Gymnasium Spardorf

Technik:
Projekt: Bodenfeuchtesensor
Schüler: Lukas Kamm
Schule: Werner-von-Siemens-Gymnasium Weißenburg

Sonderpreis des Bayerischen Staatsministers für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst:
Projekt: Eigenbau eines Farnsworth-Hirsch-Fusors
Schüler: Luca Ponzio (Johannes-Turmair-Gymnasium Straubing), Daniel Itkis (Klinikum Großhadern der LMU München), Johannes Konrad (Universität Regensburg)

Alle bayerischen Landessieger im Wettbewerb „Jugend forscht“ präsentieren ihre Projekte vom 26.05. bis 29.05. in Paderborn der Bundesjury, die dabei die zehn Bundessieger ermittelt.
Beim Wettbewerb „Jugend forscht“ messen sich Nachwuchsforscher im Alter von 15 bis 21 Jahren auf 10 Regionalwettbewerben sowie auf Landes- und Bundesebene. Die beliebtesten Themenbereiche in der Wettbewerbsrunde 2016 auf Landesebene sind Mathematik mit elf und die Fachgebiete Chemie und Technik mit je neun Arbeiten.
In der Wettbewerbssparte „Schüler experimentieren“ treten Schülerinnen und Schüler bis 14 Jahre auf Regional- und Landesebene an. Die Landessieger bei „Schüler experimentieren“ werden am 18. und 19. April 2016 in Dingolfing ermittelt.

Bilder der Siegerehrung können ab ca. 15 Uhr kostenfrei unter www.jugend-forscht-bayern.de, Rubrik Presse, heruntergeladen werden.

Andreas Ofenbeck, Sprecher, 089 2186-2108
 

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