Pressemitteilung Nr. 096 vom 04.04.2016 Minister Spaenle gibt 28 weitere "Flexible Grundschulen" bekannt - Ab 2016/17 setzen 216 Grundschulen in Bayern Unterrichtskonzept um

In einem, zwei oder drei Jahren: "Die Flexible Eingangsstufe wird jedem einzelnen Kind besonders gerecht"

MÜNCHEN. Eins, zwei oder drei: Kinder an insgesamt 216 bayerischen Grundschulen können ab September 2016 die ersten beiden Jahrgangsstufen in einem, in zwei oder in drei Jahren durchlaufen. Zum nächsten Schuljahr 2016/17 werden zusätzlich zu den 188 bereits bestehenden Profilschulen 28 weitere Grundschulen zu „Flexiblen Grundschulen“. Das hat Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle heute in München bekanntgegeben. Die beteiligten Schulleiterinnen und Schulleiter erhalten die Ernennungsurkunden für ihr neues Profil am 14. Juli 2016 im Bayerischen Bildungsministerium.

„Jedes einzelne Kind mit seinen individuellen Fähigkeiten und Begabungen sowie seinem ganz individuellen Lerntempo steht im Fokus der Flexiblen Grundschule: Mit ihrer flexibel organisierten Eingangsstufe kann sie den Bedürfnissen des einzelnen Kindes besonders gerecht werden“, sagte Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle.

„Unser Ziel ist es, jedem Kind genau die Zeit zu geben, die es braucht, um sich den Zugang zu elementaren Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu erschließen“, so Spaenle weiter. „Der kindlichen Schullaufbahn wird damit ein besonders tragfähiges Fundament zugrunde gelegt“, schloss der Minister. Vom individuellen Lern- und Leistungsstand ausgehend stellen die Lehrkräfte Lernangebote bereit, die der Lernentwicklung jedes einzelnen Kindes gerecht werden.

Die Schulen erhalten je nach Situation vor Ort zusätzliche Lehrerwochenstunden, damit die Lehrkräfte die nötige Differenzierung in ihrem Lernangebot leisten können. Die Lehrkräfte selbst werden in Fortbildungen der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) Dillingen auf die Arbeit in den jahrgangsgemischten Klassen der Flexiblen Grundschule intensiv vorbereitet.

Die Flexible Grundschule startete als Modellversuch zum Schuljahr 2010/11 an zunächst 20 Standorten. Im laufenden Schuljahr 2015/2016 erfahren mehr als 10.000 Schülerinnen und Schüler in rund 500 Klassen an 188 Standorten die Chancen und Möglichkeiten der Flexiblen Grundschule. Die neuen Profilschulen werden bei der Einführung der flexiblen Eingangsstufe und der Umsetzung des Konzepts von erfahrenen Lehrkräften systematisch begleitet.

Folgende Grundschulen erhalten ab dem Schuljahr 2016/17 neu das  Profil Flexible Grundschule (nach Regierungsbezirken):

Oberbayern:
- Grundschule Tittmoning (Lkr. Traunstein)

Niederbayern:
- Grundschule Böbrach (Lkr.  Regen)
- Grundschule Arnbruck (Lkr.  Regen)

Oberpfalz:
- Erasmus-Grasser-Grundschule Schmidmühlen (Lkr.  Amberg-Sulzbach)
- Grundschule Ehenfeld (Lkr.  Amberg-Sulzbach)
- Grundschule Hirschau (Lkr.  Amberg-Sulzbach)

Oberfranken:
-Grundschule Coburg-Creidlitz (Lkr.  Coburg)
- Grundschule Poxdorf (Lkr.  Forchheim)
- Grundschule Untersteinach-Ludwigschorgast (Lkr.  Kulmbach)
- Grundschule Hochstadt a.Main (Lkr.  Lichtenfels)
- Grundschule Brand b.Marktredwitz (Lkr.  Wunsiedel)
- Grundschule Erkersreuth-Selb-Plößberg (Lkr.  Wunsiedel)
- Grundschule Thiersheim (Lkr.  Wunsiedel)

Mittelfranken:
- Johannes-Helm-Grundschule Schwabach (Lkr.  Roth/Schwabach)
- Grundschule Roth-Eckersmühlen (Lkr.  Roth)
- Grundschule Zirndorf-Wintersdorf (Lkr.  Fürth)
- Grundschule Fürth Soldnerstraße (Stadt Fürth)
- Grundschule Erlangen-Tennenlohe (Lkr. Erlangen-Höchstadt)
- Carl-von-Ossietzky-Grundschule Nürnberg (Stadt Nürnberg)
- Grundschule Flachslanden (Lkr. Ansbach)
- Grundschule Hahnenkamm - Heidenheim (Lkr.  Weißenburg-Gunzenhausen)
- Grundschule Fürth Zedernstraße (Stadt Fürth)

Unterfranken:
- Georg-Anton-Urlaub-Grundschule Thüngersheim (Lkr. Würzburg)
- Grundschule Mömbris-Gunzenbach (Lkr.  Aschaffenburg)

Schwaben:
- Albert-Schweitzer-Grundschule Ettringen (Lkr. Unterallgäu)
- Von-Imhof-Grundschule Klosterlechfeld (Lkr. Augsburg)
- Grundschule Affing (Lkr. Aichach-Friedberg)
- Grundschule Wiggensbach (Lkr. Oberallgäu)


Sabine Herde, Tel. 089 - 2186 2057

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