Stark für die Zukunft

Modulare Förderung: Individuell und zielgerichtet

Die bayerische Mittelschule ist eine „Schule für die Zukunft“. Sie macht Kinder und Jugendliche „stark für den Beruf“,„stark im Wissen“ und „stark als Person“ und vermittelt somit solide Grundlagen für die eigene Lebensgestaltung sowie den Einstieg in das Arbeits- und Berufsleben.
Damit es den Schülerinnen und Schülern gelingt, ihre persönlichen Stärken zu entwickeln und zu entfalten, wird die individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers in das Blickfeld gerückt. Nachhaltiger Unterricht knüpft an vorhandenes Wissen und Können an, fördert dies begabungsgerecht und orientiert sich dabei an den Bildungsstandards für den Hauptschulabschluss und den mittleren Schulabschluss.
Die im Rahmen der Hauptschulinitiative entwickelte Modulare Förderung wird diesem Anspruch in vielfältiger Weise gerecht. Um individuelle Fördermaßnahmen ergreifen zu können, werden bereits vorab vorhandene Fähigkeiten gezielt ermittelt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse bilden dann den Ausgangspunkt für die Arbeit mit differenzierten Lernangeboten auf verschiedenen Anforderungsniveaus während der modularen Phase.
Ein weiteres Merkmal der Modularen Förderung ist die konsequente Trennung von Lernphasen und Leistungsbewertung, wie sie von Lernpsychologen immer wieder gefordert wird. Im Konzept ist auch eine Rückmeldung des individuellen Lernerfolgs jedes Schülers enthalten, die der herkömmlichen Leistungsbeurteilung vorangeht und diese ergänzt.
So gelingt es, Schüler mit verschiedensten Begabungsprofilen gleichermaßen zu motivieren, zu fördern und sie zielgerichtet auf die vielfältigen Abschlüsse der bayerischen Mittelschule vorzubereiten.

Die Ziele der modularen Förderung

Die große Heterogenität der Schülerschaft an der bayerischen Mittelschule erfordert vor allem in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch einen stark individuell ausgerichteten Unterricht, wie ihn die Modulare Förderung ermöglicht.
Im Mittelpunkt des Konzepts steht eine begabungsgerechte Förderung aller Schüler auf der Basis einer fundierten Analyse der Lernausgangssituation, die als Grundlage für das Festlegen von Zielkompetenzen dient und als Ausgangspunkt für die Bereitstellung vielfältiger Lernsituationen genutzt wird.
Ziel sind der Erwerb und die Sicherung fachlicher und methodischer Kompetenzen durch den Einsatz eines großen Angebots von Übungsaufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.
So werden Schüler angeregt, ihr Wissen und Können zu vernetzen und gezielt einzusetzen. Zunehmend können sie Probleme in unterschiedlichen Anwendungssituationen selbstständig und verantwortungsbewusst
lösen – auch außerhalb der Schule.
Der Kompetenzerwerb bei der modularen Förderung erfolgt durch das Anknüpfen an bereits vorhandene Kenntnisse und auf der Basis von sicher verfügbarem Wissen. Eine kontinuierliche Rückmeldung über den individuellen Fortschritt steigert die Motivation, den Erfolg und die Nachhaltigkeit des Lernens. Um eine Vorbereitung der Schüler in den drei zentralen Fächern auf die möglichen Abschlüsse an der Mittelschule zu gewährleisten, kann der Unterricht in Phasen von regulärem Klassenunterricht und in Phasen der modularen Förderung rhythmisiert werden.
Notenfreie Modulphasen eröffnen Möglichkeiten für selbstorganisiertes Lernen, das individuelle Bedürfnisse und den Kenntnisstand des Einzelnen berücksichtigt. Fehler können der Ausgangspunkt für eine gezielte Aufarbeitung von Defiziten sein. Die Lehrkraft hilft, berät und unterstützt den individuellen Lernprozess, in dessen Zentrum der Kompetenzerwerb steht.

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