München Gertrud Kellermann erhält das Bundesverdienstkreuz

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz (li.) überreichte Gertrud Kellermann das Bundesverdienstkreuz
Kultusstaatssekretärin Anna Stolz (li.) überreichte Gertrud Kellermann das Bundesverdienstkreuz

Gertrud Kellermann engagiert sich seit vielen Jahren für die christlich-jüdische Verständigung in Augsburg und Schwaben. Dafür wurde sie nun mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

„Seit 25 Jahren setzt sich Gertrud Kellermann in bemerkenswerter Weise für die christlich-jüdische Verständigung in Augsburg und Schwaben ein. Sie fördert nachhaltig das Verständnis für das Judentum, sei es mit Vorträgen und Seminaren für Schüler und Erwachsene oder auch mit der Organisation der jährlich stattfindenden Woche der Brüderlichkeit in Augsburg“, würdigte Kultusstaatssekretärin Anna Stolz heute das herausragende Engagement der Augsburgerin und händigte Gertrud Kellermann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.

Von 1994 bis 2013 war Kellermann Vorsitzende der „Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Augsburg und Schwaben e. V.“, seit 2013 ist sie Ehrenvorsitzende. Wichtig war Kellermann schon immer die sprachliche und kulturelle Bildung. So gibt sie bis heute einmal wöchentlich Hebräisch-Unterricht in Augsburg. Mit der Gründung des Cafe Synagoge hat Kellermann einen „beeindruckenden Raum in der heutigen Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg geschaffen, der Christen und Juden zum offenen Austausch und zum gegenseitigen Kennenlernen der jeweiligen Kulturen einlädt“, wie die Staatssekretärin betonte.

Eine weitere Herzensangelegenheit ist Kellermann die überregionale Verbandszeitschrift „Ma Nishma?“ („Was gibt's Neues“), die sie gegründet hat und die viermal jährlich erscheint. „Es ging Ihnen immer darum, die Menschen für die Sprache, Kultur und Geschichte Israels zu begeistern und den christlich-jüdischen Dialog voranzubringen. Mit Ihrem unermüdlichen Einsatz in Schwaben und insbesondere Augsburg haben Sie sich einen Namen gemacht und sind eine wertvolle Stütze im christlich-jüdischen Leben vor Ort,“ so Staatssekretärin Anna Stolz abschließend.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl.

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