Stellen Sonderprogramm für die Verbeamtung/Entfristung von langjährig befristet beschäftigten Lehrkräften

Mit einem Sonderprogramm ermöglicht das Staatsministerium denjenigen befristet Angestellten, die über eine vollständige Lehrerausbildung verfügen und sich als zuverlässige Aushilfen bewährt haben, den Einstieg in den Staatsdienst auf Basis der Verbeamtung.

Das Staatsministerium führt - wie bereits im Jahr 2019 - auch zum Einstellungstermin September 2020 ein Sonderprogramm zur Verbeamtung von bisher befristeten angestellten Lehrkräften durch, die über eine vollständige Lehrerausbildung verfügen und sich als zuverlässige Aushilfen im staatlichen Schuldienst bewährt haben.

Für diejenigen Lehrkräfte, die die Voraussetzungen für eine Verbeamtung nicht erfüllen können (zum Beispiel aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen oder Überschreiten der Altersgrenze), ist auf Antrag eine Lehrtätigkeit in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis möglich.

Das Bewerbungsverfahren umfasst dabei - im Unterschied zum Vorjahr - bereits in einem Verfahren Bewerbungen für das Sonderprogramm wie auch für ein ggf. durchzuführendes Nachrückverfahren. Wenn im Rahmen des nachfolgend geschilderten Verfahrens keine Bewerbung eingereicht wird, ist eine Berücksichtigung im Rahmen des Sonderprogramms, selbst wenn die Kriterien erfüllt werden, nicht möglich.

Wer kann sich bewerben?

Das Sonderprogramm richtet sich an Lehrkräfte mit der Lehramtsbefähigung für Realschulen und Gymnasien. Für eine Bewerbung (bis spätestens 30. April 2020, Ausschlussfrist) sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

Bewerbungsvoraussetzungen

1.    Eine nach bayerischem Landesrecht erworbene oder anerkannte Lehrbefähigung mit einer in Bayern zugelassenen Fächerverbindung für die Schulart (Realschule bzw. Gymnasium), bei der die Bewerbung um Einstellung abgegeben wird und ein Notendurchschnitt von nicht schlechter als 3,50 in der zweiten Staatsprüfung sowie in der Gesamtprüfungsnote. Bei Bewerbern, für die keine Gesamtprüfungsnote festgelegt werden konnte, genügt es, wenn im 2. Staatsexamen keine schlechtere Note als 3,50 erzielt wurde.

2.    Es muss eine Mindestbeschäftigungszeit nach Erwerb oder Anerkennung der Lehrbefähigung in befristeten Beschäftigungsverhältnissen an staatlichen Schulen in Bayern oder an privaten Förderschulen von 1460 Tagen - unabhängig davon, in welcher Schulart die Leistung erbracht wurde - nachgewiesen werden. Hierbei genügt es, wenn die 1460 Tage bis spätestens 7. September 2020 erreicht werden. (Ausnahmen vom Erfordernis einer Tätigkeit im staatlichen Schulbereich sind für den Förderschulbereich möglich, da diese Schulen überwiegend in privater Trägerschaft sind und dort staatliche Lehrkräfte eingesetzt werden.)

3.    Für ein ggf. notwendiges Nachrückverfahren kommen alle Lehrkräfte in Betracht, die (mit Ausnahme der Mindestbeschäftigungsdauer von 1460 Tagen) alle sonstigen Bedingungen erfüllen, sofern sie nach Erwerb oder Anerkennung der entsprechenden Lehrbefähigung Beschäftigungszeiten von mindestens 1090 Tagen in befristeten Beschäftigungsverhältnissen an staatlichen Schulen in Bayern (oder privaten Förderschulen) nachweisen können. Auch hier genügt es, wenn die Mindestbeschäftigungszeit bis spätestens 7. September 2020 erreicht wird.

Um den Zeitraum, in dem die notwendige Mindestbeschäftigungsdauer erbracht werden kann, nicht zu lange in die Vergangenheit reichen zu lassen, werden rückblickend nur solche Bewerber in das Verfahren einbezogen, die letztmalig im Schuljahr 2015/2016 nochmals an staatlichen Schulen befristet beschäftigt waren. Anrechenbare Beschäftigungszeiten können somit auch vor dem Schuljahr 2015/2016 erbracht worden sein.

Teilnehmer an laufenden Maßnahmen der Zweitqualifizierung aus den Bereichen Grund-, Mittel- und Förderschulen, die somit derzeit noch befristet beschäftigt sind, können sich bewerben. Die während der Zweitqualifizierungsmaßnahme erbrachten befristeten Beschäftigungszeiten werden zu den zu erbringenden Mindestbeschäftigungszeiten gerechnet.

Bewerbungen von Lehrkräften, die sich über den 6. September 2020 (Einstellungstermin in den staatlichen Schuldienst) hinaus in einem Arbeitsverhältnis mit einem anderen Arbeitgeber (bspw. privater oder kommunaler Schulträger) befinden, können im Sonderprogramm – wie auch im regulären Einstellungsverfahren – nur berücksichtigt werden, wenn eine Freigabeerklärung des derzeitigen Arbeitgebers mit der Bewerbung vorgelegt wird oder die Lehrkraft versichert, dass sie das Arbeitsverhältnis so fristgerecht kündigen kann, dass der Dienstantritt in den staatlichen Schuldienst am 7. September 2020 möglich ist. Dabei ist zu beachten, dass die Einstellungsangebote frühestens Mitte Juli ergehen.

Nicht bewerben können sich für einen unbefristeten Einsatz an staatlichen Realschulen und Gymnasien im Rahmen des Sonderprogramms Lehrkräfte im Ruhestand, beamtete Lehrkräfte im staatlichen Schuldienst sowie im staatlichen Schuldienst bereits unbefristet beschäftigte Lehrkräfte (für eine Verbeamtung). Das Sonderprogramm richtet sich von seiner Intention her ausschließlich an Lehrkräfte, die noch keine dauerhafte Beschäftigung im staatlichen Schuldienst haben.

Auswahlverfahren und Dienstortzuweisung

Zunächst erfolgt eine Reihung der Erfüller der ersten Tranche (Mindestbeschäftigungszeit 1460 Tage) nach ihren befristeten Beschäftigungszeiten (tagegenau) absteigend. Die Einstellungsangebote ergehen dann gemäß dieser Reihung. Sofern mehr Erfüller als Planstellen zur Verfügung stehen, erfolgt die Auswahl unter konkurrierenden Einstellungsbewerbern mit gleicher Beschäftigungszeit nach ihrer erzielten Einstellungsnote.

Sofern in der ersten Tranche nicht alle verfügbaren Planstellen besetzt werden können, wird mit allen Erfüllern des Nachrückverfahrens entsprechend verfahren.

Der Bedarf an bestimmten Fächerverbindungen sowie soziale Kriterien werden im Falle einer erfolgreichen Bewerbung dann in die Überlegungen hinsichtlich des Einsatzortes einbezogen.

Nachdem die Lehrkräfte, die in einer anderen Schulart tätig sind, durch die Aushilfstätigkeit nicht die Lehramtsbefähigung für diese Schulart erwerben, erfolgt bei Erfüllen der Voraussetzungen des Sonderprogramms eine Verbeamtung/Entfristung in der Schulart, für die diese Lehrkräfte die Lehramtsbefähigung besitzen. Die Verbeamtung/Entfristung erfolgt ohne Prüfung, ob es einen Bedarf bzw. aktuell eine Verwendungsmöglichkeit für diese Fächerverbindung  gibt. Daher kommt den Einsatzorten erhebliche Bedeutung zu. Es kann nicht zugesichert werden, dass die befristet beschäftigten Lehrkräfte am bisherigen Einsatzort verbleiben können. Die personalverwaltenden Stellen werden aber bemüht sein, einen ortsnahen Einsatz zu ermöglichen. Sollte für die Fächerverbindung kein (ortsnaher) Bedarf bestehen, käme der Einsatz in einer mobilen Reserve in Betracht. Sofern eine Bewerberin oder ein Bewerber mit keiner dieser Alternativen einverstanden sein sollte, führt die Ablehnung des Angebots zum Ausscheiden aus dem potentiellen Bewerberkreis für das Sonderprogramm.

Wie und wo kann ich mich bewerben?

Die Bewerbung für das Sonderprogramm sowie für ein ggf. erforderliches Nachrückverfahren erfolgt online bis spätestens 30. April 2020 (Ausschlussfrist).

Falls Sie sich für eine Stelle am Gymnasium bewerben wollen, folgen Sie bitte folgendem Link:
https://www.km.bayern.de/gym-freie-bewerbung
bzw. falls Sie noch wartelistenberechtigt sind:
https://www.km.bayern.de/gym-warteliste

Falls Sie sich für eine Stelle an der Realschule bewerben wollen, folgen Sie bitte folgendem Link:
https://www.km.bayern.de/lehrer/stellen/realschule/freie-bewerber-formular/login.html
bzw. falls Sie noch wartelistenberechtigt sind:
https://www.km.bayern.de/rs-warteliste

Auf die Möglichkeit für Lehrkräfte mit der Lehramtsbefähigung an Gymnasien, sich im Direktbewerbungsverfahren an Beruflichen Oberschulen (Fachoberschulen und Berufsoberschulen) und Wirtschaftsschulen zu bewerben, wird ergänzend hingewiesen. Eine solche Bewerbung ist allerdings nicht im Rahmen des Sonderprogramms möglich.

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