München-Thalkirchen Flößer-Kulturverein feiert 5-jähriges Jubiläum

Kultusminister Bernd Sibler (rechts vorne im Bild) mit Mitgliedern des Heimat- und Brauchtumsvereins Lechler München e. V.
Kultusminister Bernd Sibler (rechts vorne im Bild) mit Mitgliedern des Heimat- und Brauchtumsvereins Lechler München e. V.

Orientierung, Identität und Gemeinschaft: Bayern steht auf den Grundpfeilern einer vielfältigen Tradition und Kultur. Der Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen leistet schon seit fünf Jahren einen wichtigen Beitrag zum Bewahren des kulturellen Erbes in der Region München.

„Tradition ist wertvoll. Bewährtes aus der Vergangenheit hat auch in Gegenwart und Zukunft einen Platz!“, betonte Kultusminister Bernd Sibler bei den Feierlichkeiten anlässlich des 5-jährigen Bestehens des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen. „Für den gesellschaftlichen Fortschritt spielte die Flößerei eine entscheidende Rolle – in Bayern insbesondere die Flößer-Tradition auf der Isar, die im 12. Jahrhundert ihren Ursprung hat“, so Staatsminister Sibler. „Die Flößer-Tradition ist ein beeindruckendes Beispiel für den kulturellen Reichtum Bayerns. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, ihn zu bewahren. Denn: Den Stellenwert von Kultur für den Einzelnen und die Gesellschaft kann man nicht hoch genug einschätzen.“

Die Jubiläumsfeier des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen begann mit einem Festgottesdienst, auf den ein Empfang und ein Festakt folgten. Ein besonderes Highlight war die Eröffnung der Ausstellung „Nepomuk-Brauchtum entlang Isar und Loisach“, die bis 9. Juni 2018 im Foyer des Pfarrheims St. Maria München-Thalkirchen zu sehen ist.

Kultusminister Bernd Sibler (2. von links) mit Andreas Lorenz, MdL, Helga Lauterbach, der Vorsitzenden des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen, und Erzpriester Apostolos Malamoussis (von links)
Kultusminister Bernd Sibler (2. von links) mit Andreas Lorenz, MdL, Helga Lauterbach, der Vorsitzenden des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen, und Erzpriester Apostolos Malamoussis (von links)

Der Flößer-Kulturverein hat es sich zum Ziel gesetzt, an die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Handwerks der Flößer zu erinnern und ein Flößermuseum für München zu gründen.

Immaterielles Weltkulturerbe

Die Flößer-Tradition wurde im Jahr 2014 in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Das UNESCO-Übereinkommen zu dessen Erhaltung ist in Deutschland seit dem 10. Juli 2013 in Kraft und mittlerweile auf Bundes- und Länderebene umgesetzt – auch in Bayern.

Zum immateriellen Kulturerbe zählen

  • mündlich überlieferte Traditionen,
  • darstellende Künste,
  • gesellschaftliche Bräuche und Feste,
  • Wissen um Natur und Universum
  • sowie traditionelle Handwerkstechniken.

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