Tag der Heimat: Kultusminister Ludwig Spaenle würdigt Erinnerungskultur

Kultusminister Ludwig Spaenle und Landrat Christian Knauer, Vorsitzender des BDV Bayern, ehren Gerda Graumann für ihr über 50-jähriges Engagement im BDV
Kultusminister Ludwig Spaenle und Landrat Christian Knauer, Vorsitzender des BDV Bayern, ehren Gerda Graumann für ihr über 50-jähriges Engagement im BDV

"Unser Kulturerbe - Reichtum und Auftrag": Unter diesem Motto beging der Landesverband Bayern des Bundes der Vertriebenen (BdV) den Tag der Heimat 2013. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle betonte in seiner Festrede die Bedeutung der Erinnerungskultur: Schon 2014 führt die Bayerische Staatsregierung einen Gedenktag ein.

„Von Ihnen geht heute ein starkes Signal an alle Menschen in Bayern, Deutschland und Europa. Das Signal lautet: Kultur ist unser Reichtum! Tradition hat Zukunft!“ Mit diesen Worten begrüßte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Zuhörer beim Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen (BdV) des Landesverbandes Bayern, zu denen er in München in Vertretung von Ministerpräsident Horst Seehofer sprach. 

Kultusminister Ludwig Spaenle bei seiner Ansprache
Kultusminister Ludwig Spaenle bei seiner Ansprache

In seiner Rede griff Ludwig Spaenle auch das Motto des diesjährigen Tags der Heimat auf: „Unser Kulturerbe – Reichtum und Auftrag“. Dieses Motto, so der Minister, spreche ihm gerade in einem Jahr wie diesem aus der Seele. Er verwies dabei auf das 60-jährige Jubiläum des Bundesvertriebenengesetzes in diesem Jahr. Der Minister, selbst promovierter Historiker, beschrieb das Gesetz als „einen Eckpfeiler bei der Aufnahme und Eingliederung der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler. Durch dieses Gesetz konnten die Vertriebenen ihren Beitrag zum Wiederaufbau Deutschlands leisten.“ Nicht nur deshalb unterstrich der Kultusminister: „Wir wollen und müssen die Erinnerung an die Kultur, die Geschichte und das Schicksal des Deutschen Ostens lebendig halten – und zwar gerade, weil wir bald ohne die Unterstützung von Zeitzeugen auskommen müssen!“

Zahlreich waren die Besucher zum Tag der Heimat nach München gekommen
Zahlreich waren die Besucher zum Tag der Heimat nach München gekommen

Dem Minister zufolge gebe Bayern hierfür ein wichtiges Signal: Die Staatsregierung werde schon im nächsten Jahr einen Bayerischen Gedenktag einführen, jeweils am zweiten Sonntag im September. „An diesem Tag steht das Gedenken an die Opfer von Vertreibung und Deportation im Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in Bayern“, so der Minister. Die Ausgestaltung des Gedenktages werde im Lauf des nächsten Jahres federführend in der Staatskanzlei erarbeitet. Das Sozialministerium und die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit sind dabei eng eingebunden. Kultusminister Spaenle unterstrich abschließend: „Wir in Bayern wissen, welche Verantwortung wir gegenüber unseren Vertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern haben. Und wir stehen zu unserer Verantwortung, wir stehen zu diesem Auftrag für die Zukunft!“

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