Schüler mit Beeinträchtigungen

Lehrerin unterstützt Kind beim Malen

Auch für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf eröffnet das vielfältig differenzierte und durchlässige bayerische Schulsystem einen passgenauen Weg für die individuelle Entwicklung. Unterstützung bietet zudem die Sonderpädagogik mit ihrem vielfältigen Angebot von der frühen Förderung im Vorschulalter bis hin zur beruflichen Ausbildung.

Inklusion durch eine Vielfalt schulischer Angebote

Auf der Grundlage der Inklusion als verbindliche Aufgabe aller Schulen und Schularten stehen dabei verschiedene Formen des gemeinsamen Unterrichts von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf zur Verfügung.

Förderschulen als Orte sonderpädagogischer Fachlichkeit

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die an einer allgemeinen oder beruflichen Schule nicht ausreichend gefördert und unterrichtet werden können, besuchen die Förderschule als Ort sonderpädagogischer Fachlichkeit.

Sonderpädagogischer Förderbedarf kann sehr vielfältig sein. Es existieren verschiedene Förderschularten: Förderzentren, Realschulen zur sonderpädagogischen Förderung sowie Berufliche Schulen zur sonderpädagogischen Förderung.

Weitere schulische Angebote

Das Online-Gymnasium Bayern für Personen mit Handicap (Mindestalter 17 Jahre) ist ein Angebot für alle Personen, die aufgrund ihrer körperlichen oder psychischen Handicaps nicht oder nur erheblich eingeschränkt in der Lage sind, Abendgymnasien regelmäßig zu besuchen.

Einschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Kind mit Schultüte

Der Schuleintritt von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist häufig mit einem besonderen Beratungsbedarf verbunden. Eltern und Lehrkräfte können hier auf ein breitgefächertes Unterstützungssystem zurückgreifen.

Die Broschüre „Der beste Bildungsweg für mein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Informationen zur Einschulung“ mit ihrem Überblick über die verschiedenen schulischen Möglichkeiten und Informationen über Themen wie Schulanmeldung, Schulbegleitung und ganztägige Betreuungsangebote kann eine erste Orientierungshilfe und Grundlage für eine weitere individuelle Beratung sein.

Möglichkeiten der Beratung

Nicht nur beim Schuleintritt steht für die schulische Inklusion ein breitgefächertes Beratungssystem zur Verfügung. Für Schülerinnen und Schüler, ihre Erziehungsberechtigten sowie für Lehrkräfte stehen folgende Anlaufstellen zur Verfügung:

  • Beratungslehrkräfte und Schulpsychologen an den Schulen
  • die Inklusionsberatung am Schulamt für Grund- und Mittelschulen in Kooperation mit den Förderschulen
  • die Staatlichen Schulberatungsstellen
  • bei besonderen Fragestellungen sowie in spezifischen Situationen auch die Schulaufsichten

Gewährung von individueller Unterstützung, Nachteilsausgleich und Notenschutz bei besonderen Beeinträchtigungen

Die Bayerische Schulordnung (BaySchO) regelt in §§ 31 ff schulartübergreifend die Möglichkeiten der Unterstützung für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Beeinträchtigungen in Form von individueller Unterstützung, Nachteilsausgleich und Notenschutz.

Alle Informationen hierzu liefert das Handbuch "Individuelle Unterstützung - Nachteilsausgleich - Notenschutz"

Berufliche Orientierung und Eingliederung bei sonderpädagogischem Förderbedarf

Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf können professionelle Beratung und Begleitung auch am Ende der Schulzeit einen wichtigen Beitrag zu einer realistischen beruflichen Orientierung und einer gelingenden Eingliederung leisten.

 „Berufsorientierung INDIVIDUELL“ bietet für Jugendliche mit Beeinträchtigungen eine umfassende und passgenaue Begleitung bei der Berufsorientierung durch geschulte Fachkräfte der Integrationsfachdienste (IFD).

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