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Besondere Schülerförderung

Ferienseminar für vielseitig interessierte und begabte Gymnasiasten in Unterfranken

Seminarkonzept

Während der letzten 25 Jahre veranstaltete das Kultusministerium in der ersten Sommerferienwoche Seminare für besonders begabte und vielseitig interessierte Schülerinnen und Schüler vor deren letztem Schuljahr. Seit 2010 werden die Ferienseminare in jedem Regierungsbezirk durchgeführt. Pro Bezirk können etwa 30 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die von den Gymnasien vorgeschlagen und von der MB-Dienststelle eingeladen werden. Auswahlkriterien sind hervorragende schulische Leistungen in der Jahrgangsstufe 11, nachgewiesener Einsatz für die Schulgemeinschaft oder die Gesellschaft im Allgemeinen, sowie deutlich erkennbare musisch-ästhetische Interessen.
Verantwortlich für das Ferienseminar in Unterfranken ist, im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums, die Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Unterfranken, Frau Ltd. OStDin Zeyer-Müller. Die Mitarbeiter der Ministerialbeauftragten sind mit der Organisation, Planung und Durchführung vor Ort betraut.

Hauptziel der Veranstaltung ist es, die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen wissenschaftlichen, künstlerischen, politischen und ethischen Ansätzen und Fragestellungen zu konfrontieren, um ihnen dadurch Denkanstöße und Orientierungsmöglichkeiten zu liefern.

Für die unterfränkischen Ferienseminare  sind deshalb folgende Schwerpunkte geplant:
 
1. Begegnung mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur in Form von Impulsreferaten mit anschließender Diskussion

Die entsprechenden Referate sollen dabei nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Diskussion anregen.

2. Musisch-kreativer Bereich

Unter Anleitung und Betreuung eines ausgewählten Betreuerteams betätigen sich die Schülerinnen und Schüler künstlerisch und sportlich.

3. Lokalbezug

In Exkursionen sollen kulturelle und wirtschaftliche Aspekte der Region Unterfranken erfahren werden.

4. Gruppen-/Körpergefühl

In sportlicher Betätigung bzw. in Abenteuerspielen soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben werden, sich selbst zu erproben und in der Gruppe zu erfahren. Durch das intensive Zusammenleben während dieser Woche, sollen Kontakte und Netze aufgebaut werden, die im Idealfall noch Jahre hinaus bestehen bleiben.


Die mehrjährige Erfahrung mit diesen Seminaren zeigt, dass das Angebot stets mit Begeisterung angenommen wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ihre  Wissbegier besser stillen und ihre Begabungen freier zum Ausdruck bringen, als dies im normalen Schulalltag an der jeweiligen Herkunftsschule möglich ist.

Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte an:

StD Michael Hunger
E-Mail: mhunger@mbu-gym.de

Frühstudium

Seit dem Wintersemester 2004/2005 nimmt die Universität Würzburg begabte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 10 als Frühstudierende auf. Die Frühstudierenden können an ausgewählten regulären Lehrveranstaltungen ausgewählter Fächer teilnehmen und entsprechende Leistungsnachweise erwerben. Motivierte Begabte sollen so ihren Interessen entsprechend gefördert werden. Die Leistungen werden nach Erwerb der Hochschulreife und Immatrikulation an der Universität Würzburg im entsprechenden Fach anerkannt (mit Einschränkungen in zulassungsbeschränkten Fächern wie Biologie, Medizin und Psychologie). Darüber hinaus ist eine Anerkennung der an der Universität erworbenen Leistungsnachweise an der Schule möglich.
Interessierte Schülerinnen und Schüler müssen von ihrer Schule vorgeschlagen werden. Zur Teilnahme ist eine Anmeldung bei der Begabungspsychologischen Beratungsstelle der Universität, ein Auswahlgespräch sowie die einvernehmliche Zustimmung der Schule, der Universität und bei minderjährigen Schülern der Erziehungsberechtigten erforderlich. Die Frühstudierenden werden an der Universität durch einen Fachmentor begleitet, der in Kontakt mit einem Lehrer an der Schule steht.

Das Frühstudium bietet ein fachspezifisches Förderangebot für Schülerinnen und Schüler, die mehr wissen wollen und mehr verkraften können.

Unitag

Der Unitag ist ein Projekt der Universität und des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Ministerialbeauftragten.
Der Unitag richtet sich an besonders leistungsfähige und motivierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums. Die Auswahl erfolgt auf Vorschlag der Schule durch den Ministerialbeauftragten. Der Unitag wird seit dem Sommersemester 2011 durchgeführt und hatte bislang in jedem Semester 15-20 Teilnehmer.

Jeden Freitag im Laufe eines Semesters wird die Schule mit der Universität getauscht. Die Unitag-Teilnehmer werden von der Schulleitung vom regulären Unterricht freigestellt und besuchen drei bis vier individuell festgelegte Lehrveranstaltungen. Jede Lehrveranstaltung dauert in der Regel eine Doppelstunde (90 Minuten), es kann aus einem für den Unitag festgelegten Veranstaltungskanon ausgewählt werden. Lehrveranstaltungen sind Vorlesungen, Übungen oder Seminare aus dem Grundlagenbereich von Bachelorstudiengängen, in denen die Projektteilnehmer in der Regel zusammen mit regulären Studierenden als Hörer teilnehmen. Angeboten werden Lehrveranstaltungen aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen, geisteswissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen sowie wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Bereich.

Der Unitag bietet eine Gelegenheit zur Studienorientierung (daher können und sollen auch Lehrveranstaltungen aus verschiedenen Bereichen belegt werden) und zum „Einfühlen“ in das Universitätsleben.

Enrichmentkurse - Schülerakademie

Mit dem Schuljahr 2011/12 wurde in der Region Untermain (Stadt und Landkreis Aschaffenburg sowie Landkreis Miltenberg) Enrichmentkurse als Angebot für besonders begabte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 und 7 eingerichtet.
Nach den sehr positiven Erfahrungen wurden zum Schuljahr 2012/13 entsprechende Kurse auch in der Region Main-Rhön (Stadt und Landkreis Schweinfurt, Landkreis Rhön-Grabfeld, Landkreis Haßfurt sowie Landkreis Bad Kissingen) angeboten und das Programm in der Region Untermain auf die Jahrgangsstufen 8 und 9 erweitert.
Mit dem Schuljahr 2013/14 ist das Angebot in der Region Main-Rhön auf die Jahrgangsstufen 8 und 9 erweitert sowie im Großraum Würzburg die seit längerem bestehende Schülerakademie umstrukturiert worden.
Mittlerweile ist auch die Schülerakademie im Landkreis Main-Spessart implementiert, sodass diese seit dem Schuljahr 2014/15 flächendeckend im Regierungsbezirk Unterfranken angeboten wird.

Das von den Schulen der jeweiligen Region gemeinsam angebotene Anreicherungsprogramm soll den Bedürfnissen besonders begabter Schülerinnen und Schüler der Unter- wie auch der Mittelstufe Rechnung tragen. Die Kurse dienen zur Pflege der vielseitigen Interessen der Teilnehmer, aber auch zum Wecken der Neugier und zur vertieften Betrachtung besonderer Teilgebiete der Wissenschaft. Trotz des hohen Anspruchs soll dies altersgemäß erfolgen.

Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler erfolgt grundsätzlich nach dem jeweiligen Notendurchschnitt auf Vorschlag der Klassenkonferenz zum Schuljahresende. Die Entscheidung, ob von diesem Angebot Gebrauch gemacht wird, liegt grundsätzlich bei den Erziehungsberechtigten.

Die Schülerinnen und Schüler wählen aus dem gesamten Programm der Region einen Kurs ihrer Wahl. Eine Beschränkung auf einen von der eigenen Schule angebotenen Kurs besteht nicht, jedoch finden die Kurse jeweils an der Schule der anbietenden Lehrkraft statt. Zwischen Oktober und Mai/Juni treffen sich die Teilnehmer Freitags ganztägig sowie am Samstagvormittag.

Oskar-Karl-Forster-Stipendium

Dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus ist durch das Testament des verstorbenen Konsuls Oskar Karl Forster seit 1973 die Verwaltung und Verteilung der Hälfte des jährlichen Reinertrags des Erbes für die Förderung und Ausbildung begabter und mittelloser Schüler und Studierender an Gymnasien und Hochschulen übertragen. Die Leistungen werden als „Oskar-Karl-Forster-Stipendium“ gewährt, mit der Abwicklung im Gymnasialbereich sind die Ministerialbeauftragten betraut.
Im Rahmen der jährlichen Zuweisung können Schülern der Gymnasien des Zuständigkeitsbereichs aus dem Fonds einmalige Beihilfen

⇒ zur Beschaffung teurer Lernmittel, wenn diese nicht im Rahmen der Lernmittelfreiheit zur Verfügung gestellt werden (z.B. Beschaffung eines Musikinstruments), oder

⇒ zur Ermöglichung der Teilnahme an Klassen-, Lehr- und Studienfahrten, soweit diese als schulische Veranstaltungen durchgeführt werden (z.B. auch Orchester- und Chorwochen),

gewährt werden. Für einen anderen Verwendungszweck dürfen die Beihilfen im Hinblick auf das Bundesausbildungsförderungsgesetz nicht geleistet werden.

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