Sonstige Förderprogramme

Adam-Ries-Wettbewerb

Ganz im Zeichen seines Namensgebers beschäftigt sich der Adam-Ries-Wettbewerb alljährlich mit den mathematischen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 5 in den vier Teilnehmerregionen Oberfranken, Sachsen, Thüringen und Tschechien. Veranstaltet unter Federführung des Freistaats Sachsen organisieren die weiteren Regionen die ersten beiden Wettbewerbsrunden zunächst selbst – in Oberfranken durch die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die oberfränkischen Gymnasien unter Leitung von Herrn Ltd. OStD Dr. Edmund Neubauer.

Während die erste Runde aus einer Hausarbeit und einer Klausur besteht findet die zweite Runde des Adam-Ries-Wettbewerbs bereits zentral in Bad Staffelstein statt, wo sich die 40 besten oberfränkischen Schülerinnen und Schüler eifrig den anspruchsvollen Mathematikaufgaben stellen. Neben einer Urkunde erhalten die zehn Besten aus Oberfranken einen Buchpreis und dürfen unseren Bezirk bei der dritten Runde des Vierländerwettbewerbs in Annaberg-Buchholz vertreten, wo sie dann auf die je zehn Besten aus Sachsen, Thüringen und Tschechien treffen, um sich im Bereich der Mathematik mit den anderen Schülerinnen und Schülern zu messen.

Weitere Informationen zum Adam-Ries-Wettbewerb finden Sie auf der Seite des Adam-Ries-Bundes in Annaberg-Buchholz: http://www.adam-ries-bund.de/

Erfahrungsbericht

Ferienseminar für vielseitig interessierte und begabte Gymnasiasten

Wie in allen Regierungsbezirken wird auch in Oberfranken in jedem Sommer ein Ferienseminar für vielseitig interessierte und begabte Gymnasiasten der Jahrgangsstufe 11 veranstaltet. Dazu werden ca. 30 Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihrer überwiegend sehr guten Schulleistungen, ihrer künstlerisch-musischen Interessen und ihres gesellschaftlichen Engagements von den Schulen vorgeschlagen werden, in der ersten Augustwoche in das Schülerheim des Gymnasiums Pegnitz eingeladen. Der Großteil der Seminaristen setzt sich in Oberfranken in den letzten Jahren aus ehemaligen Teilnehmern am Programm der Regionalen Begabtenförderung zusammen und nimmt nach Abschluss der Abiturprüfungen am schulischen Auswahlverfahren zur Eliteförderung, der sogenannten Begabtenprüfung beim Ministerialbeauftragten teil.

Programm Ferienseminar

Prüfung nach dem BayEFG

Unter bestimmten Voraussetzungen können Abiturienten eines öffentlichen oder staatlich anerkannten Gymnasiums, eines öffentlichen oder staatlich anerkannten Kollegs oder Abendgymnasiums sowie andere Bewerber gemäß § 90ff GSO einen Zugang zur Studienförderung nach Art. 5 BayEFG (Bayerisches Eliteförderungsgesetz) erhalten.

Die Leistungsvoraussetzungen für die Zulassung zum schulischen Auswahlverfahren erfüllt, wer seine Hochschulzugangsberechtigung in Bayern mit einer Note von mindestens 1,30 erworben hat und in der Qualifikationsphase sowie der Abiturprüfung (Schüler öffentlicher oder staatlicher Gymnasien, Kollegs oder Abendgymnasien) bzw. in der Abiturprüfung (andere Bewerber) bestimmte Mindestpunktzahlen erreicht.

Das schulische Auswahlverfahren nimmt im Gymnasialbereich der jeweils zuständige Ministerialbeauftragte vor. Zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern organisiert er die Zulassung zur Prüfung und deren Durchführung.

Die Prüfung des Regierungsbezirkes Oberfranken findet jedes Jahr im Jean-Paul-Gymnasium Hof, Gymnasiumsplatz 4-6, 95028 Hof statt.

Die Prüfung erfolgt als mündliche Einzelprüfung in fünf Fächern. Sie umfasst insgesamt 60 Minuten. Prüfungsfächer sind Deutsch, eine Fremdsprache, Geschichte, Mathematik und eine Naturwissenschaft

Eines dieser Fächer kann durch ein Abiturprüfungsfach des Prüflings ersetzt werden (für andere Bewerber nur durch Fächer des ersten Prüfungsteils).

Die Prüfung hat neben dem Wissensstand des Prüflings seine Hochbegabung, kreative Intelligenz und umfassende Allgemeinbildung aufzuzeigen. Als Gesamtergebnis aus den fünf Einzelprüfungen sind im Höchstfall 75 Punkte erreichbar.

Voraussetzung für die Gewährung der Förderung ist zudem, dass der Bewerber ein Studium in Bayern aufnimmt und zum Zeitpunkt des Beginns der Studienförderung das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (in Ausnahmefällen, insbesondere aus familienpolitischen Gründen oder bei Erwerb der Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg, ist eine Überschreitung der Altersgrenze zulässig).

Oskar-Karl-Forster-Stipendium

Dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ist durch das Testament des verstorbenen Konsuls Oskar Karl Forster seit 1973 die Verwaltung und Verteilung der Hälfte des jährlichen Reinertrags des Erbes für die Förderung und Ausbildung begabter und mittelloser Schüler und Studierender an Gymnasien und Hochschulen übertragen. Die Leistungen werden als „Oskar-Karl-Forster-Stipendium“ gewährt, mit der Abwicklung im Gymnasialbereich sind die Ministerialbeauftragten betraut.

Im Rahmen der jährlichen Zuweisung können Schülern der Gymnasien des Zuständigkeitsbereichs aus dem Fonds einmalige Beihilfen

  • zur Beschaffung teurer Lernmittel, wenn diese nicht im Rahmen der Lernmittelfreiheit zur Verfügung gestellt werden (z.B. Beschaffung eines Musikinstruments), oder
     
  • zur Ermöglichung der Teilnahme an Klassen-, Lehr- und Studienfahrten, soweit diese als schulische Veranstaltungen durchgeführt werden (z.B. auch Orchester- und Chorwochen),

gewährt werden. Für einen anderen Verwendungszweck dürfen die Beihilfen im Hinblick auf das Bundesausbildungsförderungsgesetz nicht geleistet werden.

In folgenden Fällen ist eine Förderung mit Oskar-Karl-Forster-Mitteln nicht möglich:

  • als Unterstützung der Finanzierung von Nachhilfe und von außerschulischem Unterricht (z. B. Instrumentalunterricht)
  • wenn die Eltern Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) erhalten; hier werden die Aufwendungen für mehrtägige Klassenfahrten gem. § 23 Abs. 3 Satz 1 SGB II als einmalige Leistung der Jobcenter zusätzlich zu den Regelleistungen gewährt.
  • wenn die Eltern Hilfe zum Lebensunterhalt oder zur Grundsicherung im Alter erhalten, werden die Kosten mehrtägiger Klassenfahrten vom Sozialamt als einmalige Leistung zusätzlich zu den Regelleistungen übernommen. Gleiches gilt bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII.

Im Laufe seiner Gymnasialzeit kann ein Schüler zweimal, in Ausnahmefällen dreimal, eine Beihilfe erhalten.

Unitag

Seit dem Sommersemester 2011 bietet das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst in Zusammenarbeit mit bayerischen Universitäten das Projekt „Unitag“ an. Besonders begabte Gymnasiastinnen und Gymnasiasten werden dabei für einen Tag in der Woche vom Unterricht freigestellt und besuchen an einer Universität in ihrem Regierungsbezirk ein speziell für sie zusammengestelltes Seminarprogramm. Angeboten werden Veranstaltungen aus den MINT-Bereich sowie aus den Geistes-, Gesellschafts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Mit dem Projekt „Unitag“ werden in der Begabtenförderung an der Schnittstelle zwischen Schule und Hochschule neue Wege beschritten. Während beim „Frühstudium“ eine Festlegung auf ein bestimmtes Fach erforderlich ist, bietet der „Unitag“ eine breite Propädeutik im Sinne eines einführenden „studium generale“. Da es gerade Hochbegabten oft nicht leicht fällt, sich wegen ihrer vielfältigen Interessen und Talente auf ein Fachgebiet festzulegen, erhalten sie so wertvolle Hilfe bei der Studien- und Berufsorientierung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von den Schulen vorgeschlagen und von der MB-Dienststelle ausgewählt. Das Kultusministerium erstattet die Fahrtkosten zum Unitag, zudem besteht für die Teilnehmer Versicherungsschutz. Etwaiger Unterrichtsausfall muss von den Schülern in eigener Verantwortung nachgearbeitet werden.

Beteiligte Universitäten in Oberfranken:

Otto-Friedrich-Universität Bamberg:
https://www.uni-bamberg.de/infos-speziell-fuer/schueler-und-schulen/veranstaltungen/an-der-uni-bamberg/

Universität Bayreuth
https://www.uni-bayreuth.de/de/studium/veranstaltungen-fuer-schuelerinnen-und-schueler/unitag/index.html

SFZ – Schülerforschungszentrum

Das neue Schülerforschungszentrum bietet Schülern und Schülerinnen ab der 8. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, sich in den Bereichen Informatik, Naturwissenschaften, Materialwissenschaften und Technik zu qualifizieren. Dazu finden an den Universitäten Bamberg und Bayreuth sowie an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Coburg und Hof regelmäßig jeweils dezentral organisierte Workshops, Seminare oder Projektwochen statt. Die Schülerinnen und Schüler werden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern professionell angeleitet und begleitet. Sie erhalten Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte der vier oberfränkischen Hochschulen und können dort das in der Schule erlernte Wissen in den MINT-Fächern einbringen, anwenden, erweitern und vertiefen.

Ausführliche Informationen erhalten Sie hier: http://www.tao.uni-bayreuth.de/Schuelerforschungszentrum/index.html

Weiterhin steht ein Flyer mit umfassenden Kontaktadressen zum Download bereit: http://www.tao.uni-bayreuth.de/_downloads/TAO_Flyer_SFZ_2016.pdf

Frühstudium

In Oberfranken bieten die Universität Bayreuth und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg für besonders leistungsstarke und motivierte Schülerinnen und Schüler der 10. bis 12. Jahrgangsstufe das Frühstudium bzw. Schülerstudium an. Dabei können die Gymnasiasten der Oberstufe im Umfang von maximal sechs Wochenstunden in verschiedenen Fachrichtungen universitäre Lehrveranstaltungen besuchen, den Studienalltag kennen lernen und sich erworbene Leistungsnachweise nach der Immatrikulation im entsprechenden Fach anerkennen lassen. Interessierte und geeignete Schülerinnen und Schüler werden von ihrer Schule vorgeschlagen. Die Lehrinhalte des an der Schule versäumten Unterrichts müssen von den Oberstufenschülern selbständig nachgearbeitet werden.

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