Begabtenförderung in Oberfranken

Elterninformation

1. Grundsätzliches

Begabtenförderung ist Kernaufgabe jeder Schule. Dabei steht das Bemühen im Mittelpunkt, die individuellen Begabungen der Schülerinnen und Schüler zu entdecken und zu entfalten. Jede und jeder Lernende rückt dabei als Person mit individuellen und sozialen Voraussetzungen und Potenzialen in den Mittelpunkt des schulischen Lernprozesses

Bei der Erfüllung dieser Aufgabe kommt im differenzierten Schulsystem Bayerns dem Gymnasium eine Schlüsselrolle zu, da überdurchschnittlich begabte und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler die Hauptklientel dieser Schulart bilden. Angesichts der wachsenden Heterogenität der gymnasialen Schülerschaft ist es im Sinne einer individuellen Förderung unabdingbar, sich nicht nur um die Unterstützung der Schwächeren zu bemühen, sondern auch den intellektuellen und kreativen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler am oberen Rand des Begabungs- und Leistungsspektrums gerecht zu werden.

Besonders begabte und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler können sich in der Regel die in der Schule vermittelten Inhalte schneller aneignen (Akzeleration) und haben so noch Kapazität für zusätzliche Angebote (Enrichment). Diese Enrichmentangebote stehen im Rahmen der bayerischen Begabtenförderung allen Schülerinnen und Schülern offen, die - vor allem aufgrund des Notenbilds und/oder einer psychologischen Diagnostik - eine allgemeine oder fachspezifische besondere Begabung zeigen oder eine solche vermuten lassen.

Grundverständnis und 10 Thesen

2. Institutionen der Begabtenförderung in Oberfranken

An der breiten Palette von Angeboten der Begabtenförderung an den Gymnasien in Oberfranken wirken zahlreiche Institutionen mit. Die Koordination obliegt dem Ministerialbeauftragten.

Unter den Gymnasien in Oberfranken verfügt insbesondere das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth aufgrund der dort eingerichteten Hochbegabtenklassen über langjährige Erfahrung nicht nur mit der effizienten Gestaltung derartiger Enrichmentangebote für besonders Begabte, sondern auch mit dem binnendifferenzierenden Unterrichten dieser speziellen Schülerklientel. Daher wurde es im Schuljahr 2015/16 zum Kompetenzzentrum für Begabtenförderung weiterqualifiziert. Ab dem Schuljahr 2016/2017 gibt es seine Erfahrungen und entsprechende Förderkonzepte an andere Schulen in der Region weiter. Das Kompetenzzentrum bietet Informationsmöglichkeiten, Hospitationen und Fortbildungsveranstaltungen im Themenfeld Begabtenförderung an und ist für Gymnasien, die ihr Schulprofil im Bereich Begabtenförderung schärfen wollen, eine zentrale Anlaufstelle. Weitere Informationen dazu finden Sie unter: https://www.mwg-bayreuth.de/Das_Kompetenzzentrum.html

Für Eltern, die eine Beratung zum Thema (vermuteter) Hochbegabung wünschen, sind der Schulpsychologe an der jeweiligen Schule sowie die Staatliche Schulberatungsstelle erste Anlaufstellen. In Erlangen, München (LMU) und Würzburg bieten auch Universitäten spezielle schulpsychologische Beratung u.a. zum Thema Hochbegabung an.

Konzept zur Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien in Oberfranken (Regionale Begabtenförderung Oberfranken)

Zielsetzung

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 mit 10 der Gymnasien in Oberfranken werden im Rahmen dieses Projekts gefördert, wenn ihnen die Schulleitungen besondere Begabungen bescheinigen.

Die Förderung soll systematisch, schüler- und begabungsgerecht, ergebnisorientiert und nachhaltig sein.

Ziel ist dabei, möglichst flächendeckend im gesamten Bezirk ein breites Angebot an Fördermöglichkeiten anzubieten.

Aktuell (Stand Schuljahr 2015/2016) sind an 33 der oberfränkischen Gymnasien insgesamt 45 Begabtenförderungskurse eingerichtet.

Auswahl der Schülerinnen und Schüler

Die Schülerinnen und Schüler werden auf Vorschlag der Klassenkonferenzen durch die Schulleitungen ausgewählt. Sie sollen sich in ihrer bisherigen Gymnasiallaufbahn als besonders leistungsbereit und -fähig gezeigt haben. Sie zeichnen sich durch breit angelegte Interessen aus. Bei der Auswahl werden insbesondere Schülerinnen und Schüler berücksichtigt, die zum Schulhalbjahr in den Kernfächern einen Notendurchschnitt von 1,5 oder besser aufweisen. Schülerinnen und Schüler mit besonderen einseitigen Begabungen können in das Projekt einbezogen werden, wenn die übrigen Leistungen in den Vorrückungsfächern überdurchschnittlich sind und die Schulleitungen eine besondere Förderung ausdrücklich befürworten.

Auswahl der Lehrkräfte

Die von den Schulleitungen für die Förderung und Betreuung besonders begabter Schülerinnen und Schüler ausgewählten Lehrkräfte zeichnen sich durch sehr hohe fachliche und pädagogische Kompetenz aus. Sie sind in der Lage, die intellektuelle Leistungsfähigkeit der besonders Begabten zu fördern, sie zu motivieren, ihr Engagement zu stärken und ihre Selbstpräsentationsfertigkeiten zu schulen. Sie sind selbst in besonders hohem Maße motiviert und engagiert.

Die Lehrkräfte nehmen die im Rahmen des Projekts durch die Regionale Lehrerfortbildung angebotenen Fortbildungsmaßnahmen wahr und informieren sich darüber hinaus über wissenschaftlichen Grundlagen der Begabungsförderung an den Gymnasien.

Förderangebote

Die von den Schulen nach Aufforderung durch die MB-Dienststelle vorgeschlagenen Fördermaßnahmen sind in besonderer Weise geeignet, die intellektuelle Leistungsfähigkeit und fachliche Qualifikation der besonders begabten Schülerinnen und Schüler zu steigern. Darüber hinaus werden soziale und personale Kompetenzen geschult.

Die vom Ministerialbeauftragten ausgewählten Fördermaßnahmen werden i. d. R. als Blockveranstaltungen (mehrere Veranstaltungen zu je acht Unterrichtsstunden in regelmäßigen Abständen über das Schuljahr verteilt) durchgeführt.

Diese Veranstaltungen werden ergänzt durch Phasen der individuellen Bearbeitung von Arbeitsaufträgen durch die Schülerinnen und Schüler, den Austausch von Arbeitsergebnissen und Erfahrungen und Gedanken der Kursteilnehmer z. B. über Moodle sowie durch Gruppentreffen.

Die betreuenden Lehrkräfte weisen die besonders begabten Schülerinnen und Schüler auch auf Möglichkeiten der Vernetzung mit laufenden Projekten, wie z. B. „Jugend forscht – Schülerinnen und Schüler experimentieren“ oder Fremdsprachenwettbewerbe, hin und unterstützen sie bei der Teilnahme.

Die Dienststelle des Ministerialbeauftragten wird die besonders begabten Schülerinnen und Schüler und ihre betreuenden Lehrkräfte jährlich zu einem „Tag der Begabtenförderung“ einladen.

Evaluation

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren in geeigneter Form zum Schulhalbjahr erste Ergebnisse ihrer Tätigkeiten und erstellen zum Schuljahresende eine Gesamtpräsentation.

Die betreuenden Lehrkräfte legen den Schulleitungen zum Schuljahresbeginn eine Projektskizze vor, die zum Schuljahresende mit der Gesamtpräsentation dem Ministerialbeauftragten zugeleitet wird. Die Öffentlichkeit wird in geeigneter Weise über die Projekte informiert.

Finanzierung

Die für die Durchführung der Förderangebote notwendigen Lehrerwochenstunden werden den Schulen als Budgetzuschläge im Rahmen der so genannten Anreicherungsprogramme zur Verfügung gestellt.

Schulen können sich darüber hinaus mit eigenen Budgetmitteln an dem Projekt beteiligen, soweit die Auswahl der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte nach o. g. Kriterien erfolgt und die Förderangebote mit der MB-Dienststelle abgestimmt werden.

Die Finanzierung des „Tages der Begabtenförderung“ erfolgt durch die Dienststelle des Ministerialbeauftragten über Drittmittel.

Für Kosten, die bei der Durchführung der Fördermaßnahmen in den Kursen entstehen, können bei der MB-Dienststelle in begrenztem Umfang Finanzmittel beantragt werden. Förderungsfähig sind insbesondere anfallende Kosten für externe Referenten, für besondere Veranstaltungen des Kurses, für Fahrten des Kurses sowie auch Kosten für besondere Sachmittel.

Stiftungen, die dieses Begabtenförderungsmodell maßgeblich unterstützen

Karin-Schöpf-Stiftung

Vorstand: Thomas Siebenaller
Am Hochbehälter 9
96264 Altenkunstadt
www.karin-schoepf-stiftung.de

 

Oberfranken-Stiftung

Geschäftsräume:
Friedrichstraße 4
95444 Bayreuth
www.oberfrankenstiftung.de
Die Oberfrankenstiftung ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts mit dem Sitz in Bayreuth. Sie wird vertreten durch die Vorsitzende des Stiftungsrates Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz.

3. Module der Regionalen Begabtenförderung Oberfranken

Förderkurse für besonders begabte und interessierte Schüler der Jahrgangsstufen 6 mit 10

  • Die Schule beantragt bei der MB-Dienststelle die Einrichtung eines Kurses.
  • Die Schule wählt die Teilnehmer entsprechend des Konzepts des Kurses und der Teilnehmerkapazität aus und meldet dies der MB-Dienststelle.
  • Es ist angestrebt, dass die Schüler auch Kurse anderer Schulen besuchen können (gilt natürlich auch und gerade für Schulen, die keinen eigenen Kurs einrichten konnten).

Sonderveranstaltungen für Schüler der Jahrgangsstufen 6 mit 10

  • sollen vor allem die themenübergreifenden persönlichen Kompetenzen der Schüler entwickeln (z. B. Persönlichkeitsbildung, Rhetorik, Projektmanagement etc.),
  • werden an wechselnden Orten des Bezirks eingerichtet (je Region möglichst zentral. Zu jedem Thema in der Regel bis zu 4 Veranstaltungen).

Mittelstufenkurse für die Jahrgangstufen 9 und 10 (ab Schuljahr 2020/21)

Besondere Förderangebote an ein- und mehrtägigen Seminaren und Sonderveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler, die in den Jahrgangsstufen 9 und 10 Kurse der Regionalen Begabtenförderung besuchen bzw. solche, die die Kriterien der Regionalen Begabtenförderung erfüllen.

Oberstufenkurs für die Jahrgangsstufen 11 und 12

Besondere Förderangebote an ein- und mehrtägigen Seminaren und Sonderveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler, die in den Jahrgangsstufen 7 mit 10 Kurse der Regionalen Begabtenförderung besucht haben bzw. solche, die die Kriterien der Regionalen Begabtenförderung erfüllen.

Max-Weber-Programm (Prüfung nach dem BayEFG)

Das Max Weber-Programm richtet sich an hochbegabte Studierende an Hochschulen in Bayern. Die Durchführung hat der Freistaat Bayern der Studienstiftung des deutschen Volkes übertragen. Das Programm basiert auf dem Bayerischen Eliteförderungsgesetz (BayEFG). Der früheste Weg in das Max Weber-Programm führt über die Hochschulreife an einer bayerischen Schule.

Voraussetzungen für die Zulassung zur MB-Prüfung
• Erwerb der Hochschulreife in Bayern
• Abiturschnitt von mindestens 1,30
• Vorschlag durch die Schulleitung beim Ministerialbeauftragten (MB-Prüfung)
Diese Prüfung erfolgt mündlich, wird benotet und wird von den Ministerialbeauftragten der verschiedenen Bezirke im Freistaat Bayern in Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern an bayerischen Schulen abgenommen. Neben dem Wissensstand der Prüflinge hat die Prüfung deren Hochbegabung und umfassende Allgemeinbildung aufzuzeigen.

Anforderungen an die in die Gesamtqualifikation einzubringenden Leistungen in der gymnasialen Oberstufe im Bereich der allgemeinbildenden Gymnasien
• Summe von mindestens 524 Punkten aus Block I (Qualifikationsphase), davon aus den Fächern Deutsch, Mathematik, fortgeführter Fremdsprache sowie entweder aus dem kombinierten Kurs Geschichte+Sozialkunde oder einer in vier Ausbildungsabschnitten belegten Naturwissenschaft eine Summe von insgesamt mindestens 209 Punkten und in jeder der eingebrachten Halbjahresleistungen mindestens 12 Punkte
• Summe von mindestens 250 Punkten aus Block II (Abiturprüfung)

Voraussetzungen für die Aufnahme in das Max Weber-Programm
• Bestehen der MB-Prüfung
• Verfügbarkeit von Plätzen (derzeit 180 pro Jahr)
• Aufnahme eines Studiums an einer bayerischen Hochschule

Alle Stipendiatinnen und Stipendiaten des Max Weber-Programms Bayern erhalten eine Bildungspauschale in Höhe von 1290€ pro Semester, die jeweils zum 1. Oktober bzw. zum 1. April ausgezahlt wird. Diese Pauschale ist zur Deckung eigenständiger bildungsbezogener Aktivitäten bestimmt. Die Bildungspauschale wird unabhängig vom eigenen oder elterlichen Einkommen gewährt. Bei Auslandsaufenthalten erfolgt eine zusätzlich finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus steht den Stipendiatinnen und Stipendiaten ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges studienbegleitendes Exzellenzprogramm offen.

Adam-Ries-Wettbewerb

Ganz im Zeichen seines Namensgebers beschäftigen sich Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 5 in den vier Teilnehmerregionen Oberfranken, Sachsen, Thüringen und Tschechien im Adam-Ries-Wettbewerb alljährlich mit mathematisch anspruchsvollen Aufgaben, die zum Knobeln und Tüfteln herausfordern. Unter Federführung des Freistaats Sachsen organisieren die weiteren Regionen die ersten beiden Wettbewerbsrunden zunächst selbst – in Oberfranken durch die Dienststelle des Ministerialbeauftragten.

Während die erste Runde aus einer Hausarbeit und einer Klausur besteht, findet die zweite Runde des Adam-Ries-Wettbewerbs bereits zentral in Bad Staffelstein statt, wo sich die 40 besten oberfränkischen Schülerinnen und Schüler den anspruchsvollen Mathematikaufgaben stellen. Die zehn Besten aus Oberfranken erhalten einen Buchpreis und vertreten unseren Bezirk bei der dritten Runde in Annaberg-Buchholz, wo sie dann auf die je zehn Besten aus Sachsen, Thüringen und Tschechien treffen.

Weitere Informationen zum Adam-Ries-Wettbewerb finden Sie auf der Seite des Adam-Ries-Bundes in Annaberg-Buchholz: http://www.adam-ries-bund.de/

Mathe-Challenge

Die Zielgruppe des Mathe-Challenge-Teams besteht aus den jeweiligen zehn Gewinnern der 2. Runde des Adam-Ries-Wettbewerbs für die fünfte Jahrgangsstufe. Diese Gruppe wird in einem Wochenendseminar auf die dritte Wettbewerbsrunde in Annaberg-Buchholz vorbereitet und dann zwei Tage dorthin begleitet. Nach Abschluss des Wettbewerbes werden diese Schülerinnen und Schüler ab der sechsten Jahrgangsstufe bis zu ihrem Abitur durch verschiedene Angebote aus der Mathematik in Form von Hausaufgabenwettbewerben, Wochenendseminaren, Vorbereitung auf die Teilnahme an altersspezifischen Mathematikwettbewerben (z. B. Fürther Mathematikolympiade, Landeswettbewerb Mathematik, Matheolympiade) begleitet.

Begabungsorientierte Lehr- und Lernverfahren im Unterricht

Die seit Jahren zunehmende Heterogenität der Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien macht leistungs- und begabungsdifferenzierte Unterrichtsansätze mittlerweile unabdingbar. Diese gehen über die Anreicherung durch zusätzliche Angebote der regionalen Begabtenförderung oder durch eine zusätzliche Förderung schwächerer Schüler in Intensivierungsstunden hinaus und holt die Begabungsorientierung in den Regelunterricht.

Das Franz-Ludwig-Gymnasium in Bamberg und das Arnold-Gymnasium in Neustadt bei Coburg erproben seit dem Schuljahr 2018/19 solche binnendifferenzierenden Ansätze. Unterstützt von den beiden oberfränkischen Universitäten in Bayreuth und Bamberg werden in den beiden Projektgymnasien in verschiedenen Fächern unterschiedlichste Lehr- und Lernverfahren, pädagogische diagnostische Instrumente und die Einflüsse verschiedener Organisationsformen erprobt

Die Erfahrungen werden die beiden Gymnasien in Zukunft den anderen oberfränkischen Gymnasien im Rahmen der regionalen und schulinternen Lehrerfortbildung zugänglich machen.

Kompetenzzentrum für Begabtenförderung am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth

Die Schule bildet in jeder Jahrgangsstufe eine Klasse für besonders begabte und leistungsstarke Schüler, die ca. 20 Schüler umfasst. Schüler können, sofern Plätze frei sind, auch in höhere Jahrgangsstufen aufgenommen werden. Dem Modellprojekt liegt der reguläre Lehrplan für das bayerische Gymnasium zugrunde.
Die Modellklassen sind an keinen Zweig angebunden. Eine Schwerpunktsetzung kann in verschiedenen Stufen erfolgen. Ab Klasse 6 können sich die Kinder zwischen den Sprachen Französisch oder Latein entscheiden, in Klasse 8 kann dann das Kind gemäß dem sprachlichen Zweig eine weitere Fremdsprache erlernen oder der naturwissenschaftlich-technologischen Ausbildungsrichtung folgen.

Ferienseminar für besonders begabte und engagierte Gymnasiasten (Jgst. 11)

In jedem Sommer wird ein Ferienseminar für vielseitig interessierte und begabte Gymnasiasten der Jahrgangsstufe 11 in Zusammenarbeit mit dem Schülerheim des Gymnasiums Pegnitz veranstaltet. Dazu werden in der ersten Augustwoche ca. 30 Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihrer überwiegend sehr guten Schulleistungen, ihrer künstlerisch-musischen Interessen und ihres gesellschaftlichen Engagements von den Schulen vorgeschlagen werden, eingeladen. Der Großteil der Seminaristen setzte sich in den letzten Jahren aus ehemaligen Teilnehmern am Programm der Regionalen Begabtenförderung zusammen und nimmt nach Abschluss der Abiturprüfungen am schulischen Auswahlverfahren zur Eliteförderung, der sogenannten Begabtenprüfung beim Ministerialbeauftragten teil.

Termin: immer in der ersten Sommerferienwoche (Montag bis Freitag)

Tag der Begabtenförderung

In einer jährlichen Großveranstaltung auf Kloster Banz treffen sich auf Einladung des Ministerialbeauftragten besonders begabte und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler zu gemeinsamen Vorträgen, Experimenten und einem regen Gedankenaustausch zwischen den Kursen, Kursteilnehmern und Kursleitern. Für die Lehrkräfte, die sich in der regionalen Begabtenförderung besonders engagieren, werden Fortbildungsangebote mit hochkarätigen Referenten angeboten.

Finanzielle Zuschüsse für die Begabtenförderkurse an den Schulen

Für externe Referenten, Exkursionen, spezielle Geräte und Material können auf Antrag der Schule und entsprechend der zur Verfügung stehenden Finanzmittel durch die Dienststelle des Ministerialbeauftragten finanzielle Zuschüsse gegeben werden.

SFZ – Schülerforschungszentrum

Das Schülerforschungszentrum Oberfranken bietet Schülerinnen und Schülern ab der 8. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, sich in den Bereichen Informatik, Naturwissenschaften, Materialwissenschaften und Technik zu qualifizieren. Dazu finden an den Universitäten Bamberg und Bayreuth sowie an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Coburg und Hof regelmäßig jeweils dezentral organisierte Workshops, Seminare oder Projektwochen statt. Die Schülerinnen und Schüler werden von Wissenschaftlern angeleitet und begleitet. Sie erhalten Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte der vier oberfränkischen Hochschulen und können dort das in der Schule erlernte Wissen in den MINT-Fächern einbringen, anwenden, erweitern und vertiefen.

Ausführliche Informationen erhalten Sie hier: https://www.tao-oberfranken.de/lehre-schuelerforschungszentrum/schuelerforschungszentrum/

Unitag

Seit 2011 bietet das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Zusammenarbeit mit bayerischen Universitäten das Projekt „Unitag“ an. Besonders begabte Gymnasiastinnen und Gymnasiasten werden für einen Tag in der Woche vom Unterricht freigestellt und besuchen an einer Universität in ihrem Regierungsbezirk ein speziell für sie zusammengestelltes Seminarprogramm. Angeboten werden Veranstaltungen aus den MINT-Bereich sowie aus den Geistes-, Gesellschafts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Mit dem Projekt „Unitag“ wird begabten Schülerinnen und Schülern eine breite Propädeutik im Sinne eines einführenden „studium generale“ geboten. Da es gerade Hochbegabten häufig nicht leichtfällt, sich wegen ihrer vielfältigen Interessen und Talente auf ein Fachgebiet festzulegen, erhalten sie so wertvolle Hilfe bei der Studien- und Berufsorientierung.

Die Teilnehmer werden von den Schulen vorgeschlagen und von der MB-Dienststelle ausgewählt. Das Kultusministerium erstattet die Fahrtkosten zum Unitag, zudem besteht für die Teilnehmer Versicherungsschutz. Etwaiger Unterrichtsausfall muss von den Schülern in eigener Verantwortung nachgearbeitet werden.

Beteiligte Universitäten in Oberfranken:

Otto-Friedrich-Universität Bamberg: https://www.uni-bamberg.de/infos-speziell-fuer/schueler-und-schulen/veranstaltungen/an-der-uni-bamberg/

Universität Bayreuth: https://www.uni-bayreuth.de/de/studium/veranstaltungen-fuer-schuelerinnen-und-schueler/unitag/index.html

Frühstudium

Die Universität Bayreuth und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg bieten für besonders leistungsstarke und motivierte Schülerinnen und Schüler der 10. bis 12. Jahrgangsstufe das Frühstudium bzw. Schülerstudium an. Dabei können die Gymnasiasten der Oberstufe im Umfang von maximal sechs Wochenstunden in verschiedenen Fachrichtungen universitäre Lehrveranstaltungen besuchen, den Studienalltag kennen lernen und sich erworbene Leistungsnachweise nach der Immatrikulation im entsprechenden Fach anerkennen lassen. Interessierte und geeignete Schülerinnen und Schüler werden von ihrer Schule vorgeschlagen. Die Lehrinhalte des an der Schule versäumten Unterrichts müssen von den Oberstufenschülern selbständig nachgearbeitet werden.

4. Ansprechpartner

Ansprechpartner aus dem Schulbereich

Dienststelle des Ministerialbeauftragten

Petra Balaton
Studiendirektorin
Mitarbeiterin des Ministerialbeauftragten
Tel.: (09281) 7286-44
Fax: (09281) 7286-40
E-Mail: petra.balaton@mb-gym-ofr.de

Susanne Dolling
Regierungsamtsrätin, M.M.
Mitarbeiterin des Ministerialbeauftragten
Tel.: (09281) 7286-55
Fax: (09281) 7286-40
E-Mail: susanne.dolling@mb-gym-ofr.de

Kompetenzzentrum für Begabtenförderung

Elisabeth Götz
Oberstudiendirektorin
Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium
Königsallee 17
95448 Bayreuth
Tel.: (0921) 79991-11
E-Mail: direktorat@mwg-bayreuth.de

Staatliche Schulberatungsstelle

Roland Schuck
Studiendirektor
Theaterstraße 8
95028 Hof
Tel.: (09281) 1400360
E-Mail: mail@sb-ofr.de

Ansprechpartner aus dem außerschulischen Bereich

Ansprechpartner an Hochschule(n)

Universität Bayreuth
Ines Spanier-Simon
Stabsstelle für Qualitätssicherung
Zentrale Universitätsverwaltung (ZUV)
Universitätsstraße 30
95447 Bayreuth
Tel.: (0921) 55-5205
E-Mail: ines.spanier-simon@uvw.uni-bayreuth.de

OStR Dirk Hahn
Schulkooperation UBT / Projekt Universitäre Oberstufe
Tel.: (0921) 55-7774
E-Mail: dirk.hahn@uni-bayreuth.de
E-Mail: schulkooperation@uni-bayreuth.de

 

Universität Bamberg
Zentrale Studienberatung
Tel.: (0951) 863-1050
E-Mail: studienberatung@uni-bamberg.de

Ansprechpartner Stiftungen

Oberfranken-Stiftung
Eckhard Wiltsch
Tel.: (09 21) 50 72 06-42
Fax: (09 21) 50 72 06-44
E-Mail: eckhard.wiltsch@oberfrankenstiftung.de

 

Karin-Schöpf-Stiftung
Thomas Siebenaller
www.karin-schoepf-stiftung.de

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