Migration

Verschiedene Förderprogramme verfolgen das Ziel, Schülerinnen und Schüler mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte am Gymnasium bedarfsgerecht zu fördern, damit sie ihr Leistungspotential ausschöpfen und ihre Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe und Integration bestmöglich nutzen können.

Förderprogramme am Gymnasium

Förderprojekte am Gymnasium

Zur begabungsgerechten und bedarfsorientierten Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte stehen an staatlichen Gymnasium in Bayern vielfältige Unterstützungsmaßnahmen zur Verfügung: Seiteneinsteiger, die während der gymnasialen Schullaufbahn aus dem Ausland zuwandern, bedürfen vorrangig der Förderung in Deutsch als Zweitsprache und davon ausgehend in den Fachsprachen. Bei Regelschülern mit Migrationsgeschichte, die die Alltagssprache Deutsch beherrschen, steht der Ausbau der Fach- und Bildungssprache auf einem höheren Niveau im Zentrum.

Folgende Programme richten sich an Regelschüler mit Migrationsgeschichte, die Deutsch als Alltagssprache beherrschen:

  • Das Projekt Sprachbegleitung  fördert gezielt den Ausbau der bildungs- und fachsprachlichen Fähigkeiten.

  • Das Pilotprojekt Sprachlich fit fürs Abitur vermittelt Lese- und Schreibstrategien mit Blick auf die Anforderungen im Abitur.

Für Seiteneinsteiger während der gymnasialen Schullaufbahn bieten sich mehrere Wege an:

  • Die Deutschklassen an den Mittelschulen stellen das Regelangebot für Seiteneinsteiger ohne ausreichende Deutschkenntnisse dar. Die Deutschklasse kann Seiteneinsteigern mit gymnasialer Vorbildung den Übergang zum Gymnasium ermöglichen.

  • Das Projekt InGym ist ein schulartspezifischer Weg der Integration besonders leistungsstarker und leistungsmotivierter Seiteneinsteiger direkt am Gymnasium ohne Unterbrechung ihrer gymnasialen Schullaufbahn.

  • Daneben ist auch die direkte Aufnahme von Seiteneinsteigern mit Deutschkenntnissen als Gastschüler mit anschließender Probezeit sowie deren individuelle Förderung am wohnortnahen Gymnasium möglich. Das Förderprogramm ReG_In_flex (regionale flexible Integration am Gymnasium)  unterstützt als flexible Form der Sprachförderung die Aufnahme von Seiteneinsteigern an staatlichen Gymnasien – vor allem im ländlichen Raum – sowie Übertritte aus Deutschklassen. Anträge auf die Zuweisung von Mitteln aus dem Förderprogramm ReG_In_flex sind durch die Schule bei der jeweils zuständigen MB-Dienststelle zu stellen.

Überblick über das bayerische Schulsystem

Informationen über das bayerische Schulsystem in verschiedenen Sprachen finden sich hier:

https://www.km.bayern.de/lehrer/meldung/4635/fuer-die-schulische-arbeit-stehen-vielseitige-materialien-zur-verfuegung.html

Schullaufbahnberatung im Einzelfall bieten die Beratungslehrkräfte der einzelnen Schulen bzw. – gerade auch im Falle von Seiteneinsteigern – die staatlichen Schulberatungsstellen an:

http://www.schulberatung.bayern.de/schulberatung/index.asp

 

Materialien

Vielfältige Materialien für die Integrationsarbeit an den Schulen finden sich hier: https:/www.km.bayern.de/lehrer/meldung/4635/fuer-die-schulische-arbeit-stehen-vielseitige-materialien-zur-verfuegung.html

Geeignete Materialien für die Förderung von Schülern mit Migrationsgeschichte am Gymnasium bietet die zweibändige ISB-Handreichung „MitSprache fördern“: http://www.isb.bayern.de/startseite/mitsprache-foerdern/

Ansprechpartner

Für die Koordination der Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte an staatlichen Gymnasien in Bayern ist im Auftrag des Kultusministeriums die MB-Dienststelle für die Gymnasien in Mittelfranken zuständig.

Bei Fragen, die dieses Themengebiet betreffen, stehen Ihnen an der Dienststelle folgende Mitarbeiterinnen zur Verfügung:

  • OStRin Regina Bürger (regina.buerger@mb-gym-mfr.de, Tel.: 0911/231-5468)
  • StDin Monika Braun (monika.braun@mb-gym-mfr.de, Tel.: 0911/231-5468)

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