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Sprachbegleitung

Was versteht man unter Sprachbegleitung?

Bei dem Projekt „Sprachbegleitung“, das durch die MB-Dienststelle Mittelfranken koordiniert wird, geht es um die Förderung der Sprachentwicklung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund an staatlichen Gymnasien durch zusätzliche Budgetstunden. Test

Annahmen und Voraussetzungen:

  • Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Muttersprache, die von der Grundschule mit einer gymnasialen Eignung oder über den Probeunterricht an das Gymnasium kommen, scheitern in der Sekundarstufe I überdurchschnittlich oft.
  • Neben anderen denkbaren Faktoren ist eine häufige Ursache, dass sie in der Entwicklung der in der Schule benötigten (Schrift-)Sprache hinter den muttersprachlich deutschen Mitschülern zurückbleiben. Das gilt insbesondere in den Bereichen der Semantik, der Syntax, aber auch in der Grammatik.
  • Außerdem stellt die Aneignung der Fachsprachen innerhalb der verschiedenen Fächer eine zusätzliche Herausforderung dar.
  • Dieser Sachverhalt wirkt sich nicht nur – oft nicht in erster Linie – im Deutschunterricht, sondern vielmehr in Fächern wie Geschichte, Geographie, Ethik, aber auch in den Naturwissenschaften aus.

Daher setzt das Projekt „Sprachbegleitung“ genau dort an.

Wer koordiniert das Projekt?

  • Koordination durch die MB-Dienststelle Mittelfranken, vor allem durch die Koordinierungsgruppe: Konrad Brandmüller (Landeskoordinator (Schwerpunkt Nordbayern, Schwaben), Verbindung zu den teilnehmenden Schulen), Birgit Hartung (Landeskoordinatorin Schwerpunkt Oberbayern, Verbindung zu den teilnehmenden Schulen), Monika Braun (Mitarbeiterin beim MB, Gesamtkoordination, Verbindung zu ISB, KM)

Welche Gymnasien nehmen daran teil?

Beteiligt sind alle staatlichen Gymnasien mit einem bestimmten Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Derzeit sind dies:

  • Mittelfranken: Ohm-Gymnasium Erlangen, Hardenberg-Gymnasium Fürth, Helene-Lange-Gymnasium Fürth, Dürer-Gymnasium Nürnberg, Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg, Martin-Behaim-Gymnasium Nürnberg, Pirckheimer-Gymnasium Nürnberg, Willstätter-Gymnasium Nürnberg, Senefelder-Schule Treuchtlingen
  • Niederbayern: Hans-Leinberger-Gymnasium Landshut
  • Oberbayern-Ost: Asam-Gymnasium München, Gisela-Gymnasium München, Maria-Theresia-Gymnasium München, Max-Josef-Stift München, Michaeli-Gymnasium München, Gymnasium München-Trudering, Werner-Heisenberg-Gymnasium München, Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium München, Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben, Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium Rosenheim, Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching
  • Oberbayern-West: Christoph-Scheiner-Gymnasium Ingolstadt, Dante-Gymnasium München, Erasmus-Grasser-Gymnasium München, Gymnasium Fürstenried-West, Klenze-Gymnasium München, Gymnasium München-Moosach, Max-Planck-Gymnasium München, Rupprecht-Gymnasium München, Theresien-Gymnasium München, Carl-Orff-Gymnasium Unterschleißheim
  • Oberfranken: Graf-Münster-Gymnasium Bayreuth, Schiller-Gymnasium Hof
  • Oberpfalz: Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg, Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburg,  Gymnasium Neutraubling, Werner-von-Siemens-Gymnasium Regensburg, Kepler-Gymnasium Weiden
  • Schwaben: Bayernkolleg Augsburg, Holbein-Gymnasium Augsburg, Peutinger-Gymnasium Augsburg, Rudolf-Diesel-Gymnasium Augsburg, Paul-Klee-Gymnasium Gersthofen, Jakob-Brucker-Gymnasium Kaufbeuren,  Hildegardis-Gymnasium Kempten, Albertus-Magnus-Gymnasium Lauingen, Bodensee-Gymnasium Lindau, Bernhard-Strigel-Gymnasium Memmingen, Lessing-Gymnasium Neu-Ulm
  • Unterfranken: Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg, Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen, Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt, Bayernkolleg Schweinfurt, Olympia-Morata-Gymnasium Schweinfurt

Wozu dient die Sprachbegleitung?

  • Verbesserung der mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeit
  • Vermittlung von fachsprachlichem Wortschatz
  • Verbesserung des Leseverstehens
  • Vermittlung von kulturellen und interkulturellen Inhalten
  • Förderung der Mitarbeit
  • Motivation
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und Verbesserung der (schulischen) Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund

Wie läuft der Unterricht ab?

  • ein- bis dreistündiger Förderunterricht mit zusätzlichen Budgetstunden, insbesondere in Sachfächern, Naturwissenschaften und Mathematik
  • Es wird in Modulen, d.h. Unterrichtssequenzen, die an ein bestimmtes Leitfach geknüpft sind und sich über mehrere Stunden (bis zu einem halben Jahr) erstrecken, gearbeitet.
  • Diese bieten die Möglichkeit, auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Gruppe einzugehen.
  • Durch die Erarbeitung fachspezifischer Inhalte (z.B. geographischer oder geschichtlicher Natur), für die sich die Schülerinnen und Schüler oft sehr interessieren, erweitern die Teilnehmer ihre mündlichen und schriftsprachlichen Fähigkeiten, aber auch ihre Methodenkompetenz.
  • Zudem erwerben sie Fachwortschatz.
  • Daneben soll grundsätzlich die Möglichkeit bestehen, auf aktuelle Wünsche (z.B. Wiederholung bestimmter Grammatikkapitel, Übungen für eine Schulaufgabe) in angemessenem Rahmen einzugehen.

Wie wird die Maßnahme evaluiert?

  • Es erfolgt eine Evaluation der einzelnen Module (z.B. durch kleine Tests, Umfragen, Präsentationen).
  • Zudem wird die Gesamtmaßnahme am Ende des Schuljahres durch einen Fragebogen für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte, die das Modell durchführen sowie die in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte evaluiert.
  • Zum Ende des Schuljahres erhält der Ministerialbeauftragte von jeder teilnehmenden Schule die Evaluationsergebnisse sowie einen Erfahrungsbericht.

Weiterführendes Material:

MitSprache fördern. Bd 1: Formale Sprachbeherrschung und Ausdrucksförderung, Bd 2: Schreib- und Lesekompetenz. Brigg Verlag. 2013/14.

Leisen, Josef: http://www.leisen.studienseminar-koblenz.de/

Kontakt:

MB-Dienststelle für die Gymnasien in Mittelfranken: StDin Monika Braun (Email: monika.braun@mb-gym-mfr.de, Tel.: 0911/2315468)

Sammelkurs InGym - Pilotprojekt

Ausgangssituation

Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache, die erst während der Sekundarstufe zuwandern und über eine gymnasiale Vorbildung, nicht aber über ausreichende Sprachkenntnisse im Deutschen verfügen, wurden bisher individuell an Gymnasien aufgenommen und dort intensiv gefördert. Nachdem die Zahl derartiger Zuwanderer in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist und mit weiter steigenden Zahlen zu rechnen ist, wird für die staatlichen Gymnasien ein Sammelkurs-Modell erprobt, das es besonders leistungsstarken und leistungsmotivierten Kindern und Jugendlichen mit nichtdeutscher Muttersprache (Kinder von Arbeitsmigranten sowie Flüchtlingen) ermöglicht, sowohl die für den Unterricht erforderlichen Sprachkenntnisse zu erwerben als auch die gymnasiale Bildungsbiographie ohne Unterbrechung (z.B. durch den Besuch von Übergangsklassen, Sprachkursen usw.) fortzuführen.

Das staatliche Regelangebot auch für gymnasial geeignete Schülerinnen und Schüler mit Migrations- oder Flüchtlingsgeschichte sind die Übergangsklassen.

Mit dem Pilotprojekt InGym wird an folgenden fünf Gymnasien in Bayern ein schulartspezifischer Weg der Integration erprobt: Peutinger-Gymnasium Augsburg, Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium München, Martin-Behaim-Gymnasium Nürnberg, Werner-von-Siemens-Gymnasium Regensburg, Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg.

 

Konzeption des Sammelkurses InGym

In eigenen Kursen werden besonders leistungsstarken und leistungsbereiten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 6-9  Kenntnisse in der deutschen Sprache sowie fachliche Inhalte und fachsprachliche Kenntnisse im MINT-Bereich und in den Gesellschaftswissenschaften vermittelt.

Die Kurse sind als Ganztagsangebot konzipiert und auf ein Schulhalbjahr angelegt. Zielsetzung ist es, die Schülerinnen und Schüler zur aktiven Teilnahme am Unterricht zu befähigen. Nach dem Halbjahr kehren sie an ihre wohnortnahe Stammschule zurück und werden dort - z.B. im Rahmen der Sprachbegleitung - weiter gefördert. Zwei Blockseminare (Freitag/Samstag) zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Sprachkompetenz werden im 2. Halbjahr an den Pilotschulen durchgeführt.

Aufbau der Kurse

An den beiden Projektschulen wird jeweils halbjährlich ein Kurs für die "Junioren" (6./7. Jahrgangsstufe) und für die "Senioren" (8.-10- Jahrgangsstufe) eingerichtet. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 8 Schüler pro Kurs, die maximale Gruppengröße 15 (in Ausnahmefällen bis zu 18). Über die Aufnahme in den Kurs entscheidet nach einer Eignungstestung das durchführende Gymnasium.

Dem Ziel entsprechend hat der Unterricht für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) zunächst oberste Priorität. Vorgesehen sind drei (vier) Phasen:

  • Phase 1 (Februar-Ostern): Intensiver DaZ-Unterricht, angereichert durch je vier Wochenstunden in einer modernen FS (E/F) und Mathematik; Rhythmisierung durch zusätzliche Angebote in den Bereichen Sport, Musik, Kunst und Theater
  • Phase 2 (Ostern bis Pfingsten): Reduzierung des DaZ-Unterrichts zugunsten von fachsprachlichem Unterricht aus dem MINT-Bereich (Natur und Technik, Biologie, Physik, Chemie); Rhythmisierung durch zusätzliche Angebote (Sport, Musik, Kunst, Theater)
  • Phase 3 (Pfingsten bis Schuljahresende): DaZ-Unterricht ergänzt durch fachsprachlichen Unterricht, Hereinnahme der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer (Geo, G); Rhythmisierung durch zusätzliche Angebote (Sport, Musik, Kunst und Theater), Binnendifferenzierung: fortgeschrittene Lerner hospitieren stunden-/tageweise in Regelklassen an der Pilotschule.
  • Phase 4 (nach Rückkehr an die Stammschule):  zwei Blockseminare zur weiteren Förderung und Stabilisierung der Sprachkompetenz an den Pilotschulen

Rückkehr an die Stammschulen

Im Halbjahr bzw. zu Beginn des Schuljahres kehren die Teilnehmer des Sammelkurses an die Stammschulen zurück. Dort werden sie durch die Lehrkräfte vor Ort individuell weitergefördert. Auch der Besuch eines offenen oder gebundenen Ganztagsangebots erscheint hier zielführend. Am Ende des Schuljahres bzw. zum Halbjahr legen sie dann eine Aufnahmeprüfung ab, an die sich eine Probezeit anschließt, wenn der Schüler die Aufnahmeprüfung besteht.

Evaluation

Eine Zwischenbilanz dieses Pilotprojekts wird auf der Basis der Erfahrungen des ersten Halbjahres im Laufe des Jahres 2016 vorliegen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wird geprüft werden, ob und in welcher Weise neben den Übergangsklassen ggf. weitere schulartspezifische Deutschförderkurse in Ballungszentren eingerichtet werden.

Kontakt

MB-Dienststelle für die Gymnasien in Mittelfranken: StDin Monika Braun (Email: monika.braun@mb-gym-mfr.de, Tel.: 0911/2315468)

Weitere Informationen finden Sie im Flyer InGym.

Hochbegabtenmodell Mittelfranken HMM

Seit dem Schuljahr 1996/97 wird im Hochbegabtenmodell Mittelfranken für Schülerinnen und Schüler der 9. – 11. Klassen, vorwiegend aus dem Großraum Nürnberg, Fürth und Erlangen, eine zusätzliche, schulübergreifende Förderung angeboten. Sie ist auch für Schülerinnen und Schüler anderer mittelfränkischer Gymnasien zugänglich. Die Teilnehmer setzen sich dabei vor allem projektorientiert mit Fragestellungen aus dem sprachlich-literarischen, dem mathematisch-naturwissenschaftlichen und dem psychologischen Bereich auseinander.

Das Anreicherungsprogramm wurde zur Förderung sehr begabter Schülerinnen und Schüler an Gymnasien eingerichtet. Das Angebot richtet sich auch an sog. „underachiever“, d. h. Schülerinnen und Schüler, die hochbegabt sind oder bei denen Hochbegabung vermutet wird, die aber derzeit keine schulischen Hochleistungen erbringen. In diesen Fällen sind zusätzliche Nachweise (z.B. Ergebnisse von bereits vorliegenden Leistungstests, psychologische Gutachten usw.) unerlässlich. Ein Leistungstest wird im Rahmen des Anmeldeverfahrens zum Pluskurs durchgeführt.

Die Anmeldung zum HMM erfolgt jeweils im Mai über die Schulen für das kommende Schuljahr.

Alle angemeldeten Schülerinnen und Schüler nehmen an einem zentral an der Staatlichen Schulberatungsstelle Mittelfranken durchgeführten Leistungstest und an einem Auswahlgespräch teil. Der Leistungstest und das Auswahlgespräch finden im Juli statt. Zum Test und zum Auswahlgespräch werden die angemeldeten Schülerinnen und Schüler gesondert eingeladen.

Die Auswahl für den Kurs erfolgt auf Grund der gesamten Informationen über die bisher erbrachten Schulleistungen, der Stellungnahme der Schule, der erzielten Testergebnisse, des Auswahlgesprächs und besonderer – auch außerschulischer - Leistungen. Insgesamt können etwa 40 Schülerinnen und Schüler in das Programm aufgenommen werden.

Über die Zulassung zum Pluskurs werden die Eltern und die Schulen zur gegebenen Zeit informiert; mit der Zulassung wird die Teilnahme verbindlich. Von den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern werden eine engagierte Mitarbeit und ein regelmäßiger Besuch der Kurse erwartet.

Kursprogramm:

Für jede Jahrgangsstufe wird ein festes Kursprogramm mit verschiedenen aufeinander folgenden Themen eingerichtet. Für die einzelnen Abschnitte sind jeweils etwa sechs Wochen vorgesehen. In vergangenen Jahren wurden u. a. folgende Themen angeboten:

Kurs I:

• Kreatives Schreiben

• Persönlichkeit: Intelligenz, Begabung, soziale Kompetenz

• Geschichte der Jugendkulturen

• Graphentheorie

• Informatik (Teil 1)

• Naturwissenschaftlicher Fortschritt und globale Verantwortung

• Wochenendseminar: Ich und die Gruppe – Rollenfunktionen in Gruppen

Kurs II:

• Epigenetik

• Kryptologie

• Rhetorik (in Verbindung mit einem Kurs in Kloster Banz)

• oral history

• Informatik (Teil 2)

• Schülerradio

• „Gemeinsam zum sicheren Ziel“ – Erlebnispädagogischer Workshop in der Fränkischen Schweiz

Schülerinnen und Schüler der jeweils nächstjährigen 9. Jahrgangsstufe nehmen am Kurs I teil, Schülerinnen und Schüler der jeweils nächstjährigen 10. Jahrgangsstufe nehmen gemäß der Anzahl freier Plätze am Kurs II teil.

Kursort ist für fast alle Themenabschnitte das zentral gelegene Dürer-Gymnasium, Nürnberg. Die Fahrtkosten zum Kursort können nicht erstattet werden.

Die Kurse finden in der Regel jeweils am Mittwoch- bzw. Donnerstagnachmittag in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr statt. Es werden also zwei Kursschienen gebildet, so dass der Unterricht im Anreicherungsprogramm nicht mit dem normalen Unterricht kollidieren sollte. Nach Bedarf können auch einzelne andere Nachmittage oder Samstage zusätzlich beansprucht werden bzw. kann der Kurs an einer anderen Schule stattfinden.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Informationsbroschüre.

 

Ferienseminare für begabte Gymnasiasten

Seit August 2010 bietet jeder Regierungsbezirk in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium ein Seminar für besonders begabte und leistungsfähige Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der Q 11 an, die von ihren Schulen im Frühjahr dem Ministerialbeauftragen vorgeschlagen werden. Die endgültige Auswahl erfolgt dann an der Dienststelle. Weitere Informationen enthält das Informationsschreiben.

An diesem Seminar, das zu Beginn der Sommerferien stattfindet, können max. 30 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die sich nicht nur durch sehr gute Leistungen auszeichnen, sondern auch durch ihr besonderes Engagement in der Schule und/oder im sozialen Bereich.

Diese Seminare erfreuen sich großer Beliebtheit, bieten sie doch ein hochinteressantes Programm: Vorträge von Experten, Diskussionen, Exkursionen und Workshops mit unterschiedlichen wissenschaftlichen, künstlerischen oder ethischen Fragestellungen. Daneben besteht die Möglichkeit zu musisch-ästhetischer und sportlicher Betätigung, aber auch zum Austausch untereinander.  Weitere Angebote sollen die Persönlichkeitsbildung und die Kreativität der Teilnehmer fördern.

In den vergangenen Jahren stand in Mittelfranken unter anderem Besuche verschiedener Abteilungen der Universität Erlangen-Nürnberg (Soziologie, Nanotechnik, Anatomie), des Fraunhofer-Instituts Erlangen oder des Konfuzius-Instituts in Nürnberg auf dem Programm. Die Teilnehmer erhielten auch Einblicke in die Arbeit der Diakonie Neuendettelsau, dem Veranstaltungsort. Interessant waren ebenfalls die Diskussionen mit Vertretern der Universität und der Schule über Studien- und Berufsmöglichkeiten. Auch die sportliche und künstlerisch-ästhetische Betätigung kam bei Improtheater-Workshop, im Klettergarten oder bei der Life-Kinetik nicht zu kurz.

Frühstudium

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bietet seit dem Schuljahr 2006/07 für begabte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 (in Ausnahmefällen auch der Jahrgangsstufe 10) ein Frühstudium an.

Das Angebot richtet sich hierbei in erster Linie an Schüler, die bereits eine recht genaue Vorstellung haben, welches Studienfach sie nach dem Abitur belegen wollen.

Die Bewerbung erfolgt über die Schule, die die Teilnahme unterstützen muss.

Die Teilnehmer besuchen im Rahmen des Frühstudiums im Umfang von 2 bis 6 Wochenstunden reguläre Lehrveranstaltungen eines Studienganges ihrer Wahl (zur Wahl stehen dabei ca. 30 Fachrichtungen). In aller Regel handelt es sich um Vorlesungen des ersten oder zweiten Studiensemesters.

Es besteht die Möglichkeit, an den regulären Leistungsfeststellungen teilzunehmen und hierbei erworbene Zertifikate ggf. in einem späteren Studium einzubringen.

Es werden keine Fahrtkosten erstattet, für die Teilnehmer besteht jedoch Versicherungsschutz.

Etwaiger Unterrichtsausfall muss von den Schülern in eigener Verantwortung nachgearbeitet werden.

Nähere Informationen zum Frühstudium sind unter www.fruehstudium.uni-erlangen.de verfügbar.

Unitag

Seit dem Wintersemester 2011/12 organisiert die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg jeweils im Wintersemester für begabte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 (in Ausnahmefällen auch der Jahrgangsstufen 10 oder 12) das Projekt Unitag.

Es stellt ein interessantes Angebot für begabte Schüler dar, die noch keine genaue Vorstellung davon haben, welche Studienrichtung sie nach dem Abitur einschlagen wollen.

Die Bewerbung erfolgt über die Schule an den Ministerialbeauftragten. Pro Schule kann ein Teilnehmer gemeldet werden.

Das Projekt Unitag findet jeweils freitags statt. Nach einer Auftaktveranstaltung lernen die Schüler an ca. zehn aufeinanderfolgenden Freitagen eine Vielzahl der Studiengänge der FAU kennen. Hierzu richtet die Universität spezielle Angebote für die Teilnehmer ein, u. a. Fachvorträge, Diskussionsrunden, Vorlesungen und Praktika.

Das Kultusministerium erstattet die Fahrtkosten zum Unitag, zudem besteht für die Teilnehmer Versicherungsschutz.

Etwaiger Unterrichtsausfall muss von den Schülern in eigener Verantwortung nachgearbeitet werden.

Nähere Informationen zum Frühstudium sind unter www.uni-erlangen.de/studieninteressierte/unitag.shtml verfügbar.

Prüfung nach dem BayEFG

Unter bestimmten Voraussetzungen können Abiturienten eines öffentlichen oder staatlich anerkannten Gymnasiums, eines öffentlichen oder staatlich anerkannten Kollegs oder Abendgymnasiums sowie andere Bewerber gemäß § 59 GSO (n.F.) einen Zugang zur Studienförderung nach Art. 5 BayEFG (Bayerisches Eliteförderungsgesetz) erhalten.

Die Leistungsvoraussetzungen für die Zulassung zum schulischen Auswahlverfahren erfüllt, wer seine Hochschulzugangsberechtigung in Bayern mit einer Note von mindestens 1,30 erworben hat und in der Qualifikationsphase sowie der Abiturprüfung (Schüler öffentlicher oder staatlicher Gymnasien, Kollegs oder Abendgymnasien) bzw. in der Abiturprüfung (andere Bewerber) bestimmte Mindestpunktzahlen erreicht.

Das schulische Auswahlverfahren wird im Gymnasialbereich dem jeweils zuständigen Ministerialbeauftragten übertragen, der die Zulassung zur Prüfung und ihre Durchführung organisiert.

Die Prüfung des Regierungsbezirkes Mittelfranken findet jedes Jahr im Hans-Sachs-Gymnasium, Löbleinstraße 10, 90409 Nürnberg statt.

Die Prüfung erfolgt als mündliche Einzelprüfung in fünf Fächern. Sie umfasst insgesamt 60 Minuten. Prüfungsfächer sind:

Deutsch
Fremdsprache
Geschichte
Mathematik
Naturwissenschaft

Eines dieser Fächer kann durch ein Abiturprüfungsfach des Prüflings ersetzt werden (für andere Bewerber nur durch Fächer des ersten Prüfungsteils).

Die Prüfung hat neben dem Wissensstand des Prüflings seine Hochbegabung, kreative Intelligenz und umfassende Allgemeinbildung aufzuzeigen. Als Gesamtergebnis aus den fünf Einzelprüfungen sind im Höchstfall 75 Punkte erreichbar.

Voraussetzung für die Gewährung der Förderung ist zudem, dass der Bewerber ein Studium in Bayern aufnimmt und zum Zeitpunkt des Förderbeginns der Studienförderung das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (in Ausnahmefällen, insbesondere aus familienpolitischen Gründen oder bei Erwerb der Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg, ist eine Überschreitung der Altersgrenze zulässig).

Diese Informationen finden Sie auch in unserem Informationsschreiben.

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