Kultusministerin Anna Stolz, Ministerialdirektor Christian Schoppik (links) und Landrat Christian Wilhelm (rechts) bei der Unterzeichnung der Ernennungsurkunde für den Landkreis Oberallgäu zur Inklusiven Region
Kultusministerin Anna Stolz, Ministerialdirektor Christian Schoppik (links) und Landrat Christian Wilhelm (rechts) bei der Unterzeichnung der Ernennungsurkunde für den Landkreis Oberallgäu zur Inklusiven Region ©Matthias Balk / StMUK

Das Nürnberger Land, das Oberallgäu sowie die Stadt und der Landkreis Rosenheim werden offiziell als neue „Inklusiven Regionen“ ausgezeichnet.

Wo Vielfalt als Gewinn und Gemeinschaft als Selbstverständlichkeit gelebt werden, entsteht echte Zukunft: Im feierlichen Rahmen wurden am heutigen Donnerstag im Bayerischen Kultusministerium das Nürnberger Land, das Oberallgäu sowie die Stadt und der Landkreis Rosenheim offiziell als neue „Inklusive Regionen“ ausgezeichnet. Mit dieser besonderen Ehrung wird das herausragende regionale Engagement für Inklusion und Chancengerechtigkeit gewürdigt. Durch die drei Neuzugänge umfasst das bayernweite Netzwerk zum Schuljahr 2026/2027 bereits 14 „Inklusive Regionen“, die sich für ein barrierefreies und selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung einsetzen.

Darin sieht auch Kultusministerin Anna Stolz ein wichtiges Signal : „Hand in Hand für eine starke Gemeinschaft und gelebte Inklusion – für ihr außergewöhnliches Engagement zeichnen wir das Nürnberger Land, das Oberallgäu sowie die Stadt und den Landkreis Rosenheim offiziell als ‚Inklusive Regionen‘ aus. Meinen herzlichen Glückwunsch dazu! Ihre überzeugenden Konzepte führen uns vor Augen, was möglich ist, wenn Schulen und alle Kooperationspartner einen gemeinsamen Kurs fahren. So werden nicht nur Barrieren in den Köpfen und im Alltag abgebaut, sondern auch die Voraussetzungen geschaffen, damit junge Menschen mit und ohne Einschränkungen ihre Träume verwirklichen können. Ein gut ausgebautes Netzwerk bringt uns dem Ziel immer näher, dass ganz Bayern eine große Inklusive Region wird.“

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf betonte: „Teilhabe ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht. Mir ist es ein Anliegen, dass alle jungen Menschen – egal, ob mit oder ohne Behinderung – zusammen lernen, lachen und ihre Freizeit verbringen. Das Nürnberger Land, das Oberallgäu und Stadt und Land Rosenheim werden für ihr vorbildliches Engagement mit dem Prädikat ‚Inklusive Region‘ ausgezeichnet. Wir haben damit 14 ‚Inklusive Regionen‘ in Bayern, in denen Schulen, Kommunen und Jugendhilfe eng zusammenarbeiten und Inklusion stärken. Das Familienland Bayern ist gemeinsam stark.“

Eindrücke der Veranstaltung

Kultusministerin Anna Stolz, Ministerialdirektor Christian Schoppik (li.), der Landrat Christian Wilhelm (re.) und Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises Oberallgäu ©Matthias Balk / StMUK

Kultusministerin Anna Stolz, Ministerialdirektor Christian Schoppik (re.), der stellvertretende Landrat Helmut Brückner (li.) und Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises Nürnberger Land ©Matthias Balk / StMUK

Kultusministerin Anna Stolz, Ministerialdirektor Christian Schoppik (li.), Oberbürgermeister Abuzar Erdogan (re.), Landrat Otto Lederer (re.) und Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises und der Stadt Rosenheim ©Matthias Balk / StMUK

Kultusministerin Anna Stolz mit dem Kampenwandchor des Sonderpädagogischen Förderzentrums Prien am Chiemsee ©Matthias Balk / StMUK

Initiative „Inklusive Regionen“

Das Kultusministerium startete im Jahr 2019 gemeinsam mit dem Sozialministerium die Initiative „Inklusive Regionen“. Dabei stand die 2015 gegründete „Modellregion Inklusion“ Kempten Pate.

Die Initiative setzt auf die Vernetzung und systematische Kooperation schulischer und außerschulischer Akteure in den Regionen, um gemeinsam individuell passgenaue und vertiefte Formen eines gemeinsamen Unterrichts und abgestimmte unterstützende Angebote für Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen bzw. besonderen Förderbedarf zu erproben.

Außerdem zeigt die Initiative eindrucksvoll, wie durch starke Kooperationen Chancengerechtigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt vor Ort konkret verwirklicht werden. Das wachsende Netzwerk dient als Ideengeber und Vorbild, um die Inklusion in ganz Bayern flächendeckend und praxisnah voranzubringen.

In Bayern tragen nun folgende 14 Regionen das Prädikat „Inklusive Region“:

  • Ansbach (Landkreis)
  • Aschaffenburg (Stadt und Landkreis)
  • Augsburg (Region Nord-West/ Oberhausen)
  • Coburg (Stadt und Landkreis)
  • Hof (Stadt)
  • Kempten (Stadt)
  • Landshut (Stadt und Landkreis)
  • Miltenberg (Landkreis)
  • Nürnberger Land (Landkreis)
  • Oberallgäu (Landkreis)
  • Ostallgäu (Landkreis)
  • Rosenheim (Stadt und Landkreis)
  • Tirschenreuth (Landkreis)
  • Weilheim-Schongau (Landkreis)

Weitere Informationen

Stand: 24. September 2026

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