Informationen für Bewerber mit Festanstellung an kommunalen Schulen

Bewerber mit Festanstellung an einem kommunalen Gymnasium in Bayern können unter der Voraussetzung, dass ihr Dienstherr einem eventuellen Wechsel zum Freistaat Bayern zustimmt, am planstellenneutralen Lehrertauschverfahren teilnehmen oder eine "Freie Bewerbung" anstreben.

Anträge im Rahmen des Tauschverfahrens sind über den jeweiligen Dienstherrn (z. B. Landeshauptstadt München) einzureichen.

1. Lehrertauschverfahren

2. Freie Bewerbung

Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab?

Die Bewerbung um Einstellung in den bayerischen staatlichen Gymnasialdienst im Rahmen einer „Freien Bewerbung“ ist jeweils nur zum Schuljahresbeginn im September möglich. Sie erfolgt in digitaler Form durch Übermittlung eines Online-Formulars von Mitte Februar bis 30. April des jeweiligen Jahres.
Das Online-Portal ist nur in diesem Zeitraum geöffnet. [Wichtiger Hinweis: Bei einigen Providern kann es zu Problemen bei der Weiterleitung von E-Mails kommen, die nicht im Einflussbereich des Staatsministeriums liegen. Sollten Sie keine Registrierungsmail in Ihrem Email-Eingang finden, überprüfen Sie bitte zuerst den Spamfilter. Sollte dies nicht die Ursache sein, wird empfohlen, für die Registrierung eine alternative Mail-Adresse zu versuchen].

Die Registrierung für das laufende Bewerbungsverfahren als Freier Bewerber erfolgt unter Angabe einer persönlichen E-Mail-Adresse; die Bewerber erhalten dann per E-Mail ein Kennwort. Damit erfolgt die Anmeldung im Online-Portal, wo die notwendigen Daten eingegeben werden und die erforderlichen Anlagen hochgeladen werden können. Es erfolgt keine längerfristige Speicherung Ihrer Daten auf dem Server des Staatsministeriums.

[Wichtiger Hinweis: Es ist zu beachten, dass der Dateiname von Anlagen nur aus einem Wort besteht und bis auf den Punkt vor dem Dateitypen keine Sonderzeichen enthält (z.B. Lebenslauf.pdf, Staatsexamen1.docx)].

Sobald alle Pflichtfelder des Online-Formulars ausgefüllt sind, kann das Online-Formular mit einem Klick auf „Abschicken“ an das Staatsministerium übermittelt werden. Nach einer erfolgreichen Übermittlung der Daten besteht die Möglichkeit, einen Ausdruck für die eigenen Unterlagen zu generieren. Ferner wird per E-Mail eine automatisch generierte Bestätigung versendet, dass die Daten in der Datenbank erfasst wurden. Es wird dringend empfohlen, sowohl den Ausdruck als auch die Bestätigungsmail zu den eigenen Unterlagen zu nehmen, da sie als Nachweis der erfolgreichen Datenübermittlung dienen.

Korrekturen:
Änderungen der eingegebenen Daten sind nur innerhalb eines Zeitraums von 3 Arbeitstagen im Online-Portal möglich.

Im Anschluss daran ist eine Änderung und Vervollständigung der Bewerbung nur postalisch bis 20. Juni eines Jahres unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Fächerverbindung und dem Stichwort „Freie Bewerbung für den bayerischen Gymnasialdienst“ an folgende Postanschrift möglich:
Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
80327 München

Rückzug der Bewerbung:
Es besteht keine Möglichkeit, die Bewerbung auf der Online-Plattform zurückzuziehen. Eine Rücknahme bedarf der Schriftform. Sie ist an die oben genannte Postanschrift zu richten.

Der Einstellungszeitraum beginnt in der zweiten Juliwoche jeden Jahres (zentrale Stellenverteilung). Auskünfte zu den individuellen Einstellungschancen sind leider generell nicht möglich. Schriftliche oder mündliche Anfragen hierzu sind unbedingt zu vermeiden, da die Personalplanungsphase für die Mitarbeiter sehr arbeitsintensiv ist. Hinweise bietet die jährlich aktualisierte Lehrerbedarfsprognose.
 

Bewerber in einem festen Beschäftigungsverhältnis oder Beamte aus anderen Ländern der Bundesrepublik:
Bewerber, die Beamter/in in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland sind oder sich in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis befinden, müssen der Bewerbung eine Freigabeerklärung (Gültigkeit bis mindestens 30. Juni dieses Jahres) beifügen. Die Freigabeerklärung kann als eingescanntes Dokument hochgeladen werden. Freigabeerklärungen für das Ländertauschverfahren können für das Einstellungsverfahren in den gymnasialen Schuldienst nicht akzeptiert werden. Es können nur Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die im Falle der Annahme eines staatlichen Angebots nicht gegenüber ihrem bisherigen Arbeitgeber vertragsbrüchig werden. Ein staatliches Angebot, das dieser Regelung widerspricht, ist ungültig und führt daher nicht zur Einstellung.

Benötigte Nachweise und Zeugnisse bei Bewerbern mit außerbayerischem zweiten Staatsexamen

Zeugnisse

Von Erstbewerbern sind zusätzlich zur Online-Bewerbung folgende Dokumente in Papierform (Adresse s. oben) vorzulegen:
- die außerbayerischen Prüfungszeugnisse in amtlich beglaubigter Kopie,
- falls Einzelnoten nicht im Zeugnis erkennbar sind: ein Nachweis der Einzelnoten (1. Hauptfach, 2. Hauptfach, schriftliche Hausarbeit und Erziehungswissenschaften - nach Möglichkeit in Form von Dezimalnoten) oder eine Bescheinigung des zuständigen Prüfungsamtes mit auf zwei Dezimalstellen berechneten Noten.

Zweit- und Folgebewerber beachten bitte:

Sollte bereits eine Bescheinigung der Zeugnisanerkennungsstelle (ZAST) vorliegen, so ist diese unbedingt zusammen mit den Prüfungszeugnissen einzureichen.

Sollte ein solcher Bescheid nicht vorliegen, so soll keine Anforderung durch den Bewerber bei der ZAST erfolgen: Dies wird im Bedarfsfall durch das Staatsministerium im Rahmen der Prüfung der Unterlagen vorgenommen.

Bei Folgebewerbern ist ein erneutes Einreichen der außerbayerischen Prüfungszeugnisse in amtlich beglaubigter Kopie nicht erforderlich.

Bei Vorliegen einer vorläufigen beglaubigten Bescheinigung über das Ergebnis der außerbayerischen Zweiten Staatsprüfung erfolgt zunächst die Aufnahme in das Bewerbungsverfahren.
Allerdings ist zu beachten: Das Zeugnis der Zweiten Staatsprüfung muss bis zum 20. Juni auf dem Postweg vorgelegt werden.
Kann bis dahin nur eine vorläufige beglaubigte Bescheinigung über das Ergebnis der Zweiten Staatsprüfung vorgelegt werden, so ist eine amtlich beglaubigte Zeugniskopie unmittelbar nach Erhalt des Zeugnisses nachzureichen, da deren Vorlage notwendige Voraussetzung für eine rechtskräftige Einstellung ist.

Hinweis für Bewerber mit Fakultas Religionslehre (evangelisch/katholisch)

Von Bewerbern mit dem Fach Religionslehre ist eine kirchliche Unterrichtsbevollmächtigung für Bayern vorzulegen. Bei Fragen, die die kirchliche Unterrichtsbevollmächtigung für Bayern betreffen, gibt das Katholische Schulkommissariat (Dachauer Str. 50, 80335 München, Tel 089 552529-0) bzw. das Evangelische Landeskirchenamt (Katharina-von-Bora-Straße 11-13 (vormals Meiserstr. 11-13), 80333 München, Tel. 089 5595-290) Auskunft.

Hinweis für Bewerber mit Fakultas Sport (männlich/weiblich)

Für die Überprüfung der Lehramtsqualifikation im Fach Sport benötigt das Staatsministerium folgende Unterlagen:

  • Nachweise über eine jeweils erfolgreich absolvierte Ausbildung in den Grundsportarten (Gerätturnen, Gymnastik und Tanz, Leichtathletik, Schwimmen, Basketball, Fußball, Handball, Volleyball), d. h.: Zeugnis bzw. Leistungskarte mit Einträgen über die Belegung der Praxisfächer, erzielte Leistungen, Lehrgänge und ggf. Scheine, soweit sie Aufschluss über Inhalte und Ablauf der Ausbildung geben oder Ersatznachweise, z.B. Bestätigung der Ausbildungsstätte oder eine Fachübungsleiter-Lizenz, die in einer Grundsportart abgelegt wurde;
  • Nachweise über eine jeweils erfolgreich absolvierte Ausbildung in Erster Hilfe und im Rettungsschwimmen (Rettungsschwimmabzeichen Silber; möglichst: Urkunde der Wasserrettungsorganisation);
  • Nachweise über eine jeweils erfolgreich absolvierte Ausbildung in weiteren Sportarten bzw. Sportbereichen (z.B. Wahlfächer, Sportförderunterricht, alpiner Skilauf, Eislauf);
  • Prüfungs-/Studienordnung (ggf. Studienbuch), soweit sie Aufschluss über Inhalte und Ablauf des Studiums geben.

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